NEWS-Exklusiv: Die Mutter von Nataschas Entführer im Interview.

Waltraud Priklopil spricht erstmals über das Leben ihres Sohnes: "Er muss geistig krank gewesen sein, dass ist die einzige Erklärung."

Wien (OTS) - Im heute erscheinenden NEWS bricht die Mutter von Wolfgang Priklopil, Waltraud Priklopil, erstmals ihr Schweigen. Ihr Sohn, der sich nach der Selbstbefreiung von Natascha Kampusch am 23.8.2006 das Lebens genommen hatte, müsse "wohl geistig schwer krank gewesen sein." Das ist für Mutter Priklopil die "einzige Erklärung" für die Tat ihres Sohnes.

Waltraud Priklopil schildert in dem vierstündigen Gespräch das "unauffällige" Leben ihres Kindes, von Volksschulalter bis zu jener Zeit, wo Priklopil Natascha Kampusch im Keller unter seinem Haus gefangen gehalten hat. Sie selbst will nie etwas von dem schrecklichen Geheimnis ihres Sohnes mitbekommen haben, sagt sogar:
"Ich hab‘ ihm geholfen, die Fliesen in der Garage zu verlegen - ohne zu ahnen, das darunter ein Bunker war."

Selten habe er Freundinnen gehabt, meint Waltraud Priklopil, und sieht die Geiselnahme von Natascha nachträglich so: "Er wollte sie in der Gefangenschaft so manipulieren, dass sie irgendwann zu seiner Traumfrau wird."

Abschließend wünscht Mutter Priklopil dem Opfer ihres Sohnes für sein zukünftiges Leben folgendes: "Ich wünsche mir, dass Natascha glücklich wird."

Rückfragen & Kontakt:

Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NES0003