ÖH Uni Wien: Antisemitismus von den Straßen verbannen

Für die Umbenennung des Dr.- Karl- Lueger Rings

Wien (OTS) - Die ÖH Uni Wien begrüßt die Forderung des Nobelpreisträgers Dr. Eric Kandel zur Umbenennung des Dr.- Karl-Lueger- Rings. Seit Jahren engagieren sich Studierende und die ÖH Uni Wien für die Benennung nach Dr.in Elise Richter.

"Karl Lueger war bekennender Antisemit, seine Politik ist untrennbar mit Hetzkampagnen gegen die Wiener Jüdinnen und Juden verbunden. Die Ehrung dieser Person mit einer Straßenbenennung ist eine Schande", äußert sich Fanny Rasul vom ÖH Uni Wien Vorsitzteam.

"Die Universität muss ein Ort für emanzipatorische Wissenschaft und kritische Vergangenheitsbewältigung sein. Die Aufarbeitung des Antisemitismus kann nicht erst nach dem Anschluss 1938 beginnen. Die Umbenennung wäre in diesem Sinne ein wichtiges Zeichen", so Sophie Wollner vom Vorsitzteam.

Elise Richter habilierte als erste Frau an der Universität Wien. 1938 wurde ihr aufgrund der Rassengesetze die Lehrerlaubnis entzogen. Nachdem sie sich gegen eine Auswanderung wehrte, wurde sie 1942 ins KZ Theresienstadt deportiert und fiel der Shoah zum Opfer.

"Die Benennung nach Elise Richter ist ein langjähriges feministisches Anliegen. Mit ihr würde eine großartige Wissenschafterin und Vorreiterin im Kampf um die Gleichstellung der Frauen an der Universität und in der Gesellschaft gewürdigt", meint Marlies Wilhelm vom Vorsitzteam.

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