• 28.05.2008, 14:55:20
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AK Wien Vollversammlung (7): Schlussstrich unter ineffiziente Biogas-anlagen

Abkehr von der geplanten Novelle des Ökostromgesetzes gefordert

Wien (OTS) - Ein Umdenken bei der Novelle des Ökostromgesetzes hat
heute die AK Wien Vollversammlung von der Bundesregierung gefordert.
Unter die Förderung von wirtschaftlich ineffizienten Biogas-Anlagen
sollte ein Schlussstrich gezogen werden. Aufs Schärfste wendet sich
die Vollversammlung gegen eine Förderung, die mit steigenden
Rohstoffpreisen ebenfalls ansteigt. Das wirtschaftliche Risiko für
den Betrieb von Ökostromanlagen darf nicht sozialisiert werden, wenn
die Gewinne in privater Hand bleiben.

In den vergangenen ein bis zwei Jahren haben sich die Preise für
manche in Biogasanlagen eingesetzte Rohstoffe (Mais, Getreide) fast
auf das Doppelte erhöht. Etwa zwei Drittel der in Biogasanlagen
eingesetzten Rohstoffe stammen aus eigener Erzeugung der Betreiber.
Viele der Betreiber von Biogasanlagen haben die Rohstoffe aus der
Eigenerzeugung in der Folge nicht mehr in der Biogasanlage
verarbeitet, sondern direkt verkauft und die Biogasanlage
zurückgefahren. Damit verschlechterte sich die wirtschaftliche
Situation dieser Anlagen, bei einigen drohte sogar Konkurs. Die
Betreiber forderten daraufhin weitere Zuschüsse von der öffentlichen
Hand.

Die AK Wien Vollversammlung wendet sich entschieden dagegen, dass das
Öko-Strom-Fördersystem für jede Investition bei jeder denkbaren
Entwicklung die Wirtschaftlihckeit einer Anlage sicherstellt.

In der geplanten Novelle des Ökostromgesetzes wird eine ursprünglich
nur für ein Jahr vorgesehene Sonderunterstützung für Biogas-Anlagen
für alle kommenden Jahre festgeschrieben. Geld, das in erster Linie
von den privaten KonsumentInnen aufgebracht wird. Dabei stellt die
Elektrizitätserzeugung in Biogasanlagen eine besonders teure
Klimaschutzmaßnahme dar. Schon jetzt kostet die Vermeidung einer
Tonne Kohlendioxid durch Biogasanlagen nur 189 Euro, Wind- und
Wasserkraft sind dagegen deutlich günstiger.

Rückfragehinweis:
Ute Bösinger
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2779
mailto:[email protected]
wien.arbeiterkammer.at

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