- 28.05.2008, 13:21:18
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"Karlsplatz-Saga" im Wien Museum
Wien (OTS) - Eine "Karlsplatz-Saga in Fortsetzungen", so Dir.
Wolfgang Kos, bietet das Wien Museum in seiner Ausstellung "Am Puls
der Stadt. 2000 Jahre Karlsplatz", der "bedeutendsten
stadthistorischen Ausstellung der letzten Jahre in Wien", vom 29. Mai
bis 26. Oktober 2008. In 12 chronologisch angeordneten Zeitschnitten
führt die Schau von der Naturlandschaft des Wienflusses u. a. über
Römer, Mittelalter, Barock, die Metropolenwerdung Wiens um 1900 bis
zum heutigen Kunstplatz und zeigt dabei die Veränderungen des
Platzes. Erst mit dem Bau der Wienflussregulierung und der Stadtbahn
erfuhr der Karlsplatz seine erste Platzgestaltung, bis heute ist er
"kein eingefrorenes Stück Altwien", so Kos, sondern ein Platz
städtischer Pluralität, eine großstädtische Wegkreuzung, ein in
ständiger Entwicklung befindlicher Ort. Die von Elke Doppler und
Christian Rapp kuratierte Schau führt anschaulich durch den
Zeitenwandel am Karlsplatz, der auch einen Spiegel der Entwicklung
der Stadt Wien insgesamt darstellt. Als besondere Attraktion
ermöglicht eine Kranfahrt die Sicht über den Platz. Die Ausstellung
ist Dienstag bis Sonntag und Feiertag von 9 bis 18 Uhr geöffnet.
Eintritt 6 Euro, am Sonntag 5 Euro, verschiedene Ermäßigungen. Die
Kranfahrt kostet mit Eintrittskarte 2 Euro, ohne Eintrittskarte 5
Euro.****
Animation führt durch 2000 Jahre
Durch 2000 Jahre Wiener Geschichte am Ort des heutigen
Karlsplatzes führt eine einleitende Animation zur Ausstellung, die
dem Besucher einen historischen Bogen als Grundlage für die folgenden
12 Zeitschnitte vermittelt, in denen die Entwicklung an den Ufern der
Wien und später am Platz dem Betrachter anhand von Bildern,
Dokumenten, Plänen, Modellen, Fotografien, Zitaten bekannter
Persönlichkeiten, atmosphärischen Accessoires etc. zur spannenden
Geschichte, zu einer urbanen Zeitreise wird. Am Anfang stand die
Aulandschaft an der Wien, es folgten die Römerstraßen in den Süden,
die mittelalterlichen Spitäler vor den Toren der Stadt, das Glacis
als militärisches Exerziergebiet, der Bau der Karlskirche als
habsburgische Machdemonstration, die Zeit, als das mit Alleen
versehene Glacis zum Naherholungsgebiet der Wiener wurde. Erst mit
der Gründerzeit, dem Ringstraßenbau und dann dem Bau der Stadtbahn
und der Einwölbung des Wienflusses wurde die Gegend allmählich um
Platz, wenn auch bis heute dieses Prädikat für den Karlsplatz
umstritten ist. Gebäude wie das Künstlerhaus und der Musikverein
entstanden, Otto Wagner plante hier und baute die Stadtbahn mit den
bis heute Platz prägenden Stationsgebäuden, sein Entwurf für das
Stadtmuseum wurde leider nie akzeptiert. Die Secession, Anfang des
20. Jahrhunderts als Symbolbau der Moderne entstanden, ist es bis
heute geblieben. Die Veränderungen, die den Platz bis heute prägen,
entstanden im Gefolge des U-Bahn-Baues, der Entstehung des größten
U-Bahn-Knotens Wiens und der Straßenführungen an der Oberfläche. In
den letzten Jahren wurde der Karlsplatz schließlich unter dem Kontext
des Kunstplatzes benutzerfreundlicher gestaltet. Als Verkehrsknoten,
Parklandschaft und Kulturraum bietet er viele Nutzungen und ist
zugleich immer wieder Thema städtebaulicher Diskussionen, die auch in
Zukunft eine Weiterentwicklung der Karlsplatz-Geschichte
gewährleisten.
Mit dem Kran über den Platz
Eine besondere Attraktion im Zusammenhang mit der Ausstellung
bietet die Möglichkeit, vor dem Museum einen Transportkorb zu
besteigen und sich von einem Kran der Firma Felbermayr auf 35 Meter
Höhe mit grandiosem Rundblick über den Platz und die Stadt hieven zu
lassen. Karlplatz-Touren, thematische Spaziergänge über den Platz,
Karlsplatz-Expeditionen, individuelle Entdeckungsreisen und
Karlsplatz-Kontroversen als Diskussionsforen bieten neben den
Führungen ein überreiches Begleitprogramm. Der Platz selbst fungiert
mit 33 Platzbeschriftungen als erweiterte Ausstellungszone. 530
Seiten Karlsplatz-Geschichte und damit Wiener Historie in Bild und
Wort bietet der Katalog mit Beiträgen und Analysen von über 30
AutorInnen aus den unterschiedlichsten Disziplinen von Städtebau und
Kunstgeschichte bis zu Geologie und Biologie. (Schluss) gab
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz: www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/ Peter Stuiber Tel.: 505 87 47/84019 E-Mail: [email protected] Barbara Wieser Tel.: 505 87 47/84068 E-Mail: [email protected]
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