- 28.05.2008, 12:06:24
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S 7 Fürstenfleder Schnellstraße: Riegersdorf (A 2) - Heiligenkreuz Wichtiger Meilenstein erreicht: Start des UVP-Verfahrens
geplanter Baubeginn Riegersdorf - Dobersdorf (West): 2010
Wien (OTS) - Am 16. Mai 2008 reichte die ASFINAG als Projektwerber
die Umweltverträglichkeitserklärung für den Abschnitt West der S 7
zwischen Riegersdorf (A 2) und Dobersdorf bei der zuständigen Behörde
ein. Damit wurde das UVP-Verfahren eingeleitet, dessen Abwicklung
rund ein Jahr in Anspruch nehmen wird. Der Abschnitt Ost zwischen
Dobersdorf und Heiligenkreuz (Staatsgrenze) soll im Frühjahr 2009 zur
UVP eingereicht werden. DI Alois Schedl, Vorstandsdirektor der
ASFINAG: "Unser Ziel ist es, Straßen zu errichten, die effizient und
wirksam die Verkehrssituation in den betroffenen Regionen verbessern
und gleichzeitig größtmöglichen Schutz für die Bevölkerung und die
Umwelt bieten. Ich bin überzeugt, dass uns das bei der S 7 gelingen
wird."
Mit diesem Schritt wurden umfangreiche Planungsarbeiten erfolgreich
abgeschlossen, es folgt nun die Phase der notwendigen
Behördenverfahren. Auch die Länder Steiermark und Burgenland sehen in
der Realisierung der S 7 einen Meilen¬stein auf dem Weg zur
Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in den Regionen Oststeiermark
und Südburgenland. "Die S 7 ist eine bedeutende Investition für die
Zukunftsfähigkeit der gesamten Region. Sie wird den Menschen in stark
vom Durchzugsverkehr belasteten Gemeinden endlich eine deutliche
Verbesserung ihrer Lebensqualität bringen", betont die steirische
Verkehrslandesrätin Mag. Kristina Edlinger-Ploder. Burgen¬lands
Straßenbau-Landesrat Helmut Bieler erwartet eine positive Wirkung der
künftigen Schnellstraße auf die regionale Entwicklung: "Die S 7 wird
die Bezirke Güssing und Jennersdorf besser erschließen und näher an
die Nachbarregion Ungarn heranrücken."
Geplanter Baubeginn: 2010
Geplante Verkehrsfreigabe:2014
Gesamtkosten: netto ca. EUR 499 Mio.
Vorsorgender Schutz für Bevölkerung und Naturraum:
Im Rahmen der UVP werden sämtliche möglichen Auswirkungen der S 7
(sowohl in der Bauphase als auch im späteren Betrieb) auf die
Bevölkerung und den Naturraum im Sinne eines "vorsorgenden" Schutzes
geprüft. Maßnahmen zur Reduzierung und Verhinderung von etwaigen
negativen Auswirkungen wurden in der Umweltverträglichkeitserklärung
durch die ASFINAG ebenfalls bereits detailliert festgelegt.
Im Laufe der nächsten Monate wird nun das von der ASFINAG als
Bauwerber vorgelegte Einreichprojekt von der zuständigen UVP-Behörde
überprüft. Unabhängige Sachverstän¬dige bewerten dabei ein breites
Spektrum an Auswirkungen, von Lärm und Schadstoff¬immis¬sionen über
die räumliche Entwicklung bis zu Gewässer, Flora und Fauna.
Im Zuge der UVP erhält auch die Bevölkerung in den
Standortgemeinden neuerlich die Möglichkeit, im Zuge einer
öffentlichen Auflage detailliert in die Projektunterlagen Einsicht zu
nehmen und dazu Stellungnahmen abzugeben.
"Bei der S 7 ist es im Zuge eines offenen Planungsprozesses
gelungen, die betroffene Bevölkerung bereits in einer sehr frühen
Phase einzubeziehen. Viele Bedenken und Anregungen konnten so von
Anfang an berücksichtigt werden", betont der Geschäftsführer der
ASFINAG BMG, DI Alexander Walcher.
Nach Abschluss der UVP durchläuft das Projekt eine Reihe von
materienrechtlichen Genehmigungsverfahren (z.B. Wasserrecht,
Forstrecht oder Naturschutz). Nach positiver Erledigung dieser
rechtlichen Prüfungen und der bauvorbereitenden Maßnahmen soll im
Abschnitt West 2010 mit dem Bau begonnen werden. Die Verkehrsfreigabe
ist für 2014 geplant.
Abschnitt Ost: Planungen auf Hochtouren:
Im Abschnitt Ost von Dobersdorf bis zur Staatsgrenze bei
Heiligenkreuz laufen die Planungen zur Adaptierung des bisherigen
Projektes auf den bedarfsorientierten Teilausbau (ein Fahrstreifen in
jede Richtung) auf Hochtouren. Der Teilausbau erfolgt aufgrund des im
Vergleich zum Abschnitt West geringeren Verkehrsaufkommens. "Die im
Rahmen des Vorprojektes mit den Gemeinden erarbeitete Linienführung
bleibt dabei selbstverständlich unverändert. Sämtliche Vorkehrungen
für einen etwaigen späteren Vollausbau werden in den laufenden
Planungen berücksichtigt", versichert DI Alexander Walcher.
Hinsichtlich einer vorgezogenen Verkehrsfreigabe des Abschnitts Ost
wurde zwischen dem Bund, dem Land Burgenland sowie der ASFINAG eine
Absichtserklärung unterzeichnet. "Damit wurde sichergestellt, dass
auch der Abschnitt Ost der S 7 im Jahr 2014 für den Verkehr
freigegeben wird", so LR Helmut Bieler. Der Baubeginn für diesen
Abschnitt wird für das Jahr 2011 angestrebt.
Zeitplan
Gemäß der Vereinbarung zwischen Bund, Land Burgenland und ASFINAG
sowie des Rahmenplans des BMVIT werden folgende Termine angestrebt:
Abschnitt West
Start UVP-Verfahren: Mai 2008
Baubeginn: 2010
Verkehrsfreigabe: 2014
Abschnitt Ost
Start UVP-Verfahren: Mai 2009
Baubeginn: 2011
Verkehrsfreigabe: 2014
Projektrahmendaten
Abschnitt West
Länge (rd.): 15 km
Kronenbreite: 28,00 m
Gesamtkosten: EUR 386 Mio.
Verkehrsprognose 2025 (S 7): 25.200 Kfz/24h
Abschnitt Ost
Länge (rd.): 14 km
Kronenbreite: 11,50 m
Gesamtkosten: EUR 113 Mio.
Verkehrsprognose 2025 (S 7):17.000 Kfz/24h (Rudersdorf)
11.000 Kfz/24h (Heiligenkreuz)
Rückfragehinweis:
Mag. Anita Oberholzer Pressesprecherin ASFINAG Bau Management GmbH Tel: +43 (0) 50108-15933 Fax: +43 (0) 50108-15932 Mobil: +43 664-60108 15933 mailto:[email protected]
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