• 27.05.2008, 13:00:57
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Barrierefreiheit auf Schienen - ÖBB schult Personal

Kooperation mit ÖZIV und Hilfsgemeinschaft

Wien (OTS) - Die ÖBB schulen noch heuer insgesamt 130
ZugbegleiterInnen im Umgang mit beeinträchtigten Fahrgästen, um einen
barrierefreien Kundenservice zu gewährleisten. Damit wird das Reisen
mit dem Zug für Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung
künftig deutlich attraktiver.

Mit den ÖBB setzt nach den Austrian Airlines ein weiteres
österreichisches Großunternehmen auf das Know-how des
Österreichischen Zivil-Invalidenverbandes (ÖZIV) und der
Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs. Die
Kooperation geht damit in die nächste Runde: Bisher wurden
MitarbeiterInnen des ÖBB-Infopoints, der Mungos Security + Cleaning
GmbH sowie 29 ÖBB-Bordservice-ZugbegleiterInnen im Umgang mit
sehbehinderten und mobilitätseingeschränkten Personen geschult. Im
Lauf der nächsten Monate sollen weitere 130 ZugbegleiterInnen eine
Ausbildung in barrierefreiem Kundenservice erhalten.

Mit diesem speziell auf die ÖBB zugeschnittenen Trainingsprogramm
wird das Personal mit behinderten Menschen als Kunden vertraut
gemacht. Ziel der Trainings ist es, auf die individuellen, je nach
Art der Beeinträchtigung unterschiedlichen Anforderungen der Kunden
besser eingehen zu können und diese optimal zu betreuen. "Unsere
Trainer geben aus erster Hand Tipps im Umgang mit behinderten
Fahrgästen. So wird der Service speziell für diese Zielgruppe
verbessert. Außerdem wird verhindert, dass Menschen mit Behinderung
aus Unwissenheit und Unsicherheit diskriminiert werden", meint Hedi
Schnitzer, Geschäftsführerin des ÖZIV.

Das ausgeklügelte Trainingskonzept ist eine Mischung aus Theorie
und Praxis: Theoretische Wissensvermittlung wird von praktischer
Selbsterfahrung ergänzt, wobei die Referenten des ÖZIV und der
Hilfsgemeinschaft selbst von einer Behinderung oder chronischen
Erkrankung betroffen sind. Die ZugbegleiterInnen erhalten durch einen
Rollstuhlparcours sowie durch Führungen mit verbundenen Augen und
einem Taststock einen besonderen Zugang zu den speziellen
Bedürfnissen ihrer Klientel. "So entstehen bleibende Eindrücke,
Berührungsängste werden im Dialog mit den Betroffenen abgebaut und
das Verständnis für sehbehinderte und blinde Fahrgäste wird enorm
gefördert", erläutert Irene Vogel, Geschäftsführerin der
Hilfsgemeinschaft das Prinzip der bewährten Trainings.

Die Zusammenarbeit der beiden gemeinnützigen Vereine im Rahmen der
erfolgreichen Kooperation mit den ÖBB garantiert, dass bei den
Schulungen nicht nur tatsächliche Barrieren im Reisealltag
behinderter Fahrgäste abgebaut werden, sondern auch Barrieren in den
Köpfen der Menschen.

Rückfragehinweis:

Ursula Charwat
   ÖZIV Öffentlichkeitsarbeit 
   T: 01/513 15 35-211, E: [email protected]
   www.oeziv.org 
   
   Mag. Dr. Gabriele Frisch
   Hilfsgemeinschaft der Blinden und 
   Sehschwachen Österreichs
   T: 01/330 35 45-81, E: [email protected]
   www.hilfsgemeinschaft.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ZIV

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