Preisabsprachen im Gemeindebau

Wien, 23. Mai 2008 (OTS) - Im Kurier vom 23. Mai berichten Andreas Anzenberger und Barbara Mader über den Verdacht von Preisabsprachen in Vergabeverfahren der Stadt Wien. Nach einer der Staatsanwaltschaft Wien vorliegenden Sachverhaltsdarstellung haben sich einige Installationsunternehmen nach Ausschreibung eines dreijährigen Rahmenvertrages entschlossen, eine Arbeitsgemeinschaft zu bilden.

Vorweg ist die Bildung von Arbeitsgemeinschaften nicht verboten. Da Kleinunternehmen vielfach gar nicht die personellen und technischen Ressourcen haben, um an landesweiten Ausschreibungen teilzunehmen, sieht das Bundesvergabegesetz den zeitweiligen Zusammenschluss sogar ausdrücklich vor. Wie Spartenobmann KR Ing. Gottfried Parade - selbst ein Installateur - betont, sichern Arbeitsgemeinschaften einige Tausend Arbeitsplätze im Wiener Gewerbe und Handwerk. Die überwiegend Klein- und Kleinstunternehmen könnten auf sich allein gestellt die Versorgungssicherheit der Stadt Wien gar nicht garantieren. Neben der Sicherung von Arbeitsplätzen bieten Arbeitsgemeinschaften daher auch der Stadt Wien maßgebliche Vorteile. Problematisch wird ihre Bildung erst, wenn durch sachlich ungerechtfertigte Zusammenschlüsse Mitbewerber ausgebootet und Preise manipuliert werden sollen. Gottfried Parade: "Preisabsprachen sind rechtswidrig! Sie schädigen Auftraggeber, Konsumenten und letztlich auch die Wirtschaft." Im Interesse aller lauteren Unternehmen fordert er daher die lückenlose Aufklärung der Vorwürfe.

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Spartengeschäftsführerin Gewerbe und Handwerk
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