- 23.05.2008, 11:03:41
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AK: Schluss mit der Spritpreis-Treiberei!
Tägliche Berg- und Talfahrt mit Treibstoffpreisen führt KonsumentInnen hinters Licht - AK prüft Klage wegen unlauteren Wettbewerbs - PendlerInnen müssen entlastet werden
Wien (OTS) - Neue Rekordmarken aller Zeiten bei Sprit: Die AK
sieht in der derzeitigen Preispolitik der Mineralölkonzerne eine
Irreführung der KonsumentInnen und prüft eine Klage wegen unlauteren
Wettbewerbs. Der Grund: die täglich mehrmals erhöhten
Zapfsäulenpreise. "Draufzahlen müssen die Pendler, viele sind auf das
Auto für den Weg in die Arbeit angewiesen", kritisiert Maria
Kubitschek, AK Wirtschaftsbereichsleiterin, schärfstens, "hingegen
klingelt die Kassa bei den Mineralölfirmen und beim Finanzminister.
Jeder Cent Preiserhöhung bringt dem Minister Mehreinnahmen von über
12 Millionen Euro im Jahr allein nur an Mehrwertsteuer, nicht zu
vergessen auf die Mineralölsteuer-Einnahmen!" "Anscheinend nutzen die
Mineralölkonzerne ihre Marktmacht aus, um gezielt Preisintransparenz
am Tankstellenmarkt zu schaffen", kritisiert Kubitschek. Wettbewerb
spielt sich nur mehr im Hochpreisniveau ab nach dem Motto: Darfs ein
bisserl mehr sein! Die AK fordert eine dringende Entlastung für
PendlerInnen.
In Österreich teilen sich sechs internationale Mineralölkonzerne
(Marktführung OMV, weiters BP, Shell, Esso Agip und Jet) 85 Prozent
des Marktes auf. Der Rest verteilt sich über 100 freie Tankstellen.
"Die Mineralölunternehmen verdienen prächtig an den hohen
Treibstoffpreisen", sagt Kubitschek, "die Gewinne sprudeln, allein
die OMV meldete für das Jahr 2007 das fünfte Mal in Folge einen
Rekordgewinn von 1,6 Milliarden Euro. Im ersten Quartal des heurigen
Jahres stieg ihr Gewinn um 35 Prozent auf 446 Millionen Euro an!"
Die Mineralölkonzerne verweisen gemeinsam auf den Markt in
Rotterdam - eine Spotmarkt mit Höchstpreisen, der nichts mehr mit den
realen Produktionskosten zu tun hat. Die Mineraölkonzerne fördern ihr
Rohöl selbst und das zu Förderkosten zwischen zehn Dollar und 15
Dollar pro Barrel (159 Liter).
Neue Rekordpreise für Diesel und Benzin - am Feiertag kostete
Diesel teilweise mehr als 1,40 Euro pro Liter! "Die Mineralölkonzerne
schreiben Rekordgewinne, die Autofahrer zahlen Rekordpreise", sagt
Kubitschek. Ein durchschnittlicher Pendler (Arbeitsweg 35 Kilometer
hin und retour) musste im Jahr 2007 mehr als 1.000 Euro für seinen
Diesel zahlen. Das sind um 323 Euro pro Jahr mehr als noch vor fünf
Jahren!
Damit die Fahrt zur Arbeit bezahlbar bleibt, muss das
Pendlerpauschale erhöht und in einen Absetzbetrag umgewandelt werden.
Wer mit Öffis fährt, soll begünstigt werden und den großen
Pendlerabsetzbetrag bekommen. Außerdem muss auch das Kilometergeld
angepasst werden. Die AK verlangt eine Erhöhung von 38 Cent auf
zumindest 45 Cent pro Kilometer.
Rückfragehinweis:
Doris Strecker AK Wien Kommunikation tel.: (+43-1) 501 65-2677 tel.: (+43)664 845 41 52 mailto:[email protected] wien.arbeiterkammer.at
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