- 23.05.2008, 10:13:38
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Informationstag am Friedhof Aspern
Informationstag am Friedhof Aspern (1220 Wien, Langobardenstraße 180), Donnerstag, 29.5.2008, von 14:00 bis 18:00 Uhr.
Wien (OTS) - Die Geschäftsführung der Friedhöfe Wien GmbH (vormals
MA43), ladet gemeinsam mit der Bezirksvorstehung Donaustadt ab 14:00
Uhr zu dieser Veranstaltung ein.
Die Kundinnen und Kunden haben die Möglichkeit, sich mit ih-ren
Fragen, Wünschen und Anliegen direkt an die verantwortlichen
MitarbeiterInnen der Friedhofsverwaltung zu wenden, ohne das
Kundenzentrum im 1. Bezirk, Werdertorgasse 6 aufsuchen zu müssen.
Zusätzlich wartet auf die BesucherInnen der Veranstaltung ein kleiner
Blumengruß der Friedhofsgärtnerei.
Zur Geschichte des Friedhofes Aspern
1892 wurde von der Gemeinde Aspern im so genannten Krautgarten ein
neuer Friedhof errichtet. Für den neuen Friedhof beschloss die
Gemeinde eine Friedhofsordnung sowie eine Instruktion für den
Totengräber. Die erste Beerdigung erfolgte am 21. Mai 1892. Das
Friedhofskreuz wurde von Frau Theresia Parton im Jahr 1893 gewidmet.
Als Gegenleistung für diese Widmung war ihr, laut einer Eintragung im
Gräberbuch der Friedhofsverwaltung, für ihren am 17. November 1892
verstorbenen Gatten Josef ein Grab (Doppelgruft) an der
Friedhofsmauer zur Verfügung gestellt worden.
Regelung der Öffnungszeiten
Auf Grund einer Beschwerde, dass das Friedhofstor stets versperrt und
der Totengräber nur dann am Friedhof anzutreffen war, wenn es seine
Geschäfte erforderten, ordnete der Magistrat im Herbst 1906 an, dass
der Friedhof täglich, von 14 bis 16 Uhr zugänglich sein sollte. 1907
wurde die Errichtung eines "Totengräberhauses" vom Wiener Gemeinderat
bewilligt. Ein Jahr später war der Friedhof ganztägig für die
Besucherinnen und Besucher geöffnet.
Hauptfriedhof mit neuen Regelungen
Mit der Schaffung des Bezirkes Donaustadt im Jahr 1954 wurde der
Asperner Friedhof zum Hauptfriedhof für die Verstorbenen des 22.
Bezirkes bestimmt. 1959 verfügte die Friedhofsverwaltung, dass
Beerdigungen nur an zwei Tagen (Dienstag und Donnerstag) in der
Woche, vorgenommen werden können.
Umgestaltungen
Eine Vergrößerung der Aufbahrungshalle erfolgte 1925 sowie der Anbau
einer Beisetzkammer. Von 1929 bis 1931 wurden eine
Urnenni-schenanlage errichtet, ein Urnenhain sowie neue Grabstellen
angelegt und der Friedhof erweitert. Im Dezember 1936 wurde mit der
Errichtung einer Einsegnungskapelle begonnen, die am 21. Oktober 1937
durch Monsignore Johann Scheider geweihte wurde. Nach 1945 wurden die
Aufbahrungshalle, die Wohngebäude, die Friedhofsmauer und das
Einfriedungsgitter instand gesetzt. 1974 wurde das Verwaltungsgebäude
umgebaut, die Beisetzungskammer erhielt eine Kühlanlage. Von 1976 bis
1977 wurde die Aufbahrungshalle nach den Plänen von Architekt Prof.
DI Erich Boltenstern renoviert. Der neue Flügelaltar ist ein Werk von
Professor Hans Robert Pippal, die Bleiverglasung über dem Eingangstor
des akademischen Malers Hermann Bauch. Neben Trauerfeiern zu
Erdbestattungen konnten nunmehr auch Kremations-feiern abgehalten
werden. Während des Umbaues der Halle stand die ehemalige
Einsegnungskapelle, als provisorische Halle zur Verfügung.
Der Friedhof Aspern umfasst derzeit eine Fläche von 89.605
Quadratmetern mit 8.028 Grabstellen, davon sind 666 Urnengräber.
(Schluß Raa)
Rückfragehinweis:
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