Nachteile für die Ärzte haben in logischer Konsequenz auch Nachteile für die Patienten zur Folge

Wien (OTS) - MEDTAX-Steuerberatergruppe erkennt im Begutachtungsentwurf zur Gesundheitsreform keinen Optimierungsansatz, sondern ein Kaputtsparen des niedergelassenen Bereichs

Der sich in Begutachtung befindende Gesetzesentwurf zur Krankenkassenreform als Teil der Gesundheitsreform war Anlass für die österreichweite MEDTAX-Steuerberatergruppe, eine Konferenz zur Analyse der Auswirkungen auf die Ärzteschaft in Österreich durch die geplanten Maßnahmen einzuberufen. Das Ergebnis aus Sicht der MEDTAX-Gruppe ist ernüchternd: Wenn keine Korrektur erfolgt, ist das System der niedergelassenen Ärzte in massiver Gefahr und somit ist in logischer Folge auch die Versorgungsqualität der Bevölkerung gefährdet.

Laut Analyse der MEDTAX-Gruppe beinhaltet der Gesetzesentwurf zahlreiche Verschlechterungen unmittelbar für die Patienten, aber vor allem einschneidende Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen der niedergelassenen Ärzte, was sich natürlich auf die Patienten auswirken wird. Ein Kernpunkt der Kritik ist die Reduktion der Laufzeit der Kassenverträge auf fünf Jahre. Das erfordert aus Sicht der MEDTAX-Partner selbstverständlich eine Neukalkulation der betrieblichen Investitionen. So müssen die Honorare um etwa zehn Prozent steigen, um diese Schlechterstellung auszugleichen. Die Bedingungen an die Vertragsverlängerung nach fünf Jahren sind weiters so formuliert, dass sie jede erdenkliche Willkür bei der Stilllegung von Kassenverträgen zulassen und diese somit jederzeit realistisch machen. Erfolgt kein finanzieller Ausgleich, kann somit in die Ordinationen bei weitem nicht mehr im bisherigen Umfang investiert werden.

Die MEDTAX-Gruppe befürchtet außerdem weitere Einschnitte bei den Honoraren, die zwar explizit im Gesetzesentwurf nicht festgeschrieben sind, sich aber aufgrund der im Hintergrund kolportierten Zahlen durchaus ableiten lassen. Weitere Honorarreduktionen sind jedoch aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht möglich, ohne die Existenz der Kassenärzte zu gefährden. Kassenstellen werden in größerem Umfang mangels Attraktivität nicht mehr besetzt werden können. Einige flankierende Maßnahmen der so genannten Reform wie etwa die Patientenquittung mögen durchaus in ihren Ansätzen sinnvoll sein, erzeugen aber eine weitere Bürokratieflut, deren Kosten-Nutzen-Verhältnis von der MEDTAX-Gruppe nicht gesehen wird.

Die MEDTAX-Partner fassen zusammen, dass es sich bei dem in Begutachtung befindlichen Gesetzesentwurf um ein Maßnahmenpaket handelt, durch welches die Struktur des niedergelassenen Bereichs bereits in kurzer Zeit zerstört werden könnte. Die einzigen Leistungserbringer, Ärzteschaft und Pharmawirtschaft, sollen beschnitten werden, teure und ineffiziente Bürokratie wird nicht abgebaut, sondern sogar zusätzlich geschaffen. Der nachgewiesenermaßen echt reformbedürftige teure Spitalsbereich ist in diesem Ansatz ausgespart.

Wenn Kassenärzte zukünftig nach Kriterien wie Ergebnisqualität, effizientem Vorgehen bei ärztlichen Leistungen und Einhaltung von Behandlungsrichtlinien beurteilt werden und das Weiterführen von Kassenverträgen an diese Kriterien gebunden ist, ist der freie Arztberuf auch aus medizinischer Sicht nicht mehr existent. Auf der Strecke bleibt zwangsläufig der Patient. Werden die Details des Gesetzesentwurfs umgesetzt, werden die Patienten sogar noch mehr aus den Ordinationen in den teuren und anonymen Ambulanzbereich hinausgetrieben, wo Patientenrechte wie "freie Arztwahl" oder wohnortnahe Versorgung nicht mehr existent sind. Vermisst wird in diesem Zusammenhang der laute Aufschrei von Patientenvertretungen wie etwa Selbsthilfegruppen, Pensionistenvertretern oder "echten" Patientenanwälten.

Der ausführliche Pressetext ist der homepage www.medtax.at zu entnehmen.

MEDTAX ist das Netzwerk der führenden Ärztesteuerberater in ganz Österreich. Man versteht sich als Kompetenzzentrum für alle Berufsgruppen der Ärzte. Zu den Klienten gehören angestellte Spitalsärzte, Wahlärzte, Kassenärzte, Fachärzte, Zahnärzte und Turnusärzte, aber auch Praxisgemeinschaften, private Krankenanstalten sowie andere Berufe im Gesundheitswesen. Insgesamt werden von der Gruppe zirka 5.000 Ärzte in steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Angelegenheiten vertreten.

Die MEDTAX-Kanzleien:
Ärztetreuhand Dr. Braunschmid, Linz - Graz
Ärzteservice Horst Jünger, Innsbruck
"Die Steuerberater", Kenda & Lebersorger, Klagenfurt
Leonhart und Leonhart, Wien
Dr. Scholler & Partner Wirtschaftstreuhand, Wien - NÖ

Homepage: www.medtax.at

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Viktoria Hausegger
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