- 16.05.2008, 11:46:57
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SOS Mitmensch: Österreich soll vertriebenen Roma Schutz anbieten
An Außenministerin Plassnik: Italienischen Botschafter einbestellen
Wien (OTS) - Die Menschenrechtsorganisation SOS Mitmensch fordert
die Bundesregierung auf, den aus Neapel vertriebenen Roma Schutz
anzubieten. Internationalen Berichten zufolge hat ein
brandschatzender Mob in den vergangenen Tagen Roma-Siedlungen
angegriffen, Behausungen in Brand gesteckt und Hunderte Menschen
vertrieben. Dem ging eine monatelange Kampagne von Lega Nord und
Silvio Berlusconis Wahlbündnis Popolo della Libertà voraus. "Die
italienische Polizei hat die Vertreibung nicht verhindert, weil
hinter der Kampagne auch die nunmehrigen Regierungsparteien stecken",
so SOS-Sprecher Philipp Sonderegger.
SOS Mitmensch fordert deshalb auch Außenministerin Ursula Plassnik
auf, den italienischen Botschafter einzubestellen. Die Republik
Österreich müsse dem Nachbarland klar machen, daß Minderheitenschutz
ein wesentlicher Wert der europäischen Union darstelle. "Die
miserable Situation der Roma ist ganz weit oben auf der Agenda der
EU. Durch Kriminalisierung und Deportation wird man ihre Situation
nicht verbessern", übt Sonderegger auch Kritik am vom italienischen
Innenminister Roberto Maroni vorbereiteten Gesetzespaket.
Rückfragehinweis:
SOS MITMENSCH; mobil +43(664) 450 59 60;
email [email protected]; www.sosmitmensch.at
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