Bures zum Muttertag: Das Zauberwort heißt Partnerschaftlichkeit

Papamonat als ein Schritt zur ausgewogeneren Familienarbeit

Wien (OTS) - Frauenministerin Doris Bures wünscht sich anlässlich des morgigen Muttertages für die österreichischen Mütter "mehr Partnerschaftlichkeit in den Familien". Die Rolle der jungen Väter habe sich stark verändert: Neun von zehn Väter sind heute bei der Geburt ihres Kindes dabei. Und jeder zweite Vater sagt laut einer Studie des Instituts für Kinderrechte und Elternbildung über sich, ganz bewusst ein aktiver Vater sein zu wollen. "Dieses beginnende Aufbrechen der Rollenbilder muss die Politik unterstützen", sagt Bures und plädiert für "einen nächsten Schritt in Richtung mehr Väterbeteiligung". Nach der Flexibilisierung des Kindergeldes, das bereits in den ersten Monaten bei der Kurzvariante zu über zehn Prozent Karenzvätern geführt habe, müsse nun das Papa-Monat folgen.

"Ziel ist eine ausgewogene Verteilung der Familienarbeit als Beitrag zur Chancengleichheit und Einkommensgerechtigkeit", sagt die Frauenministerin, die sich vom Papa-Monat erwartet, dass Väter auf den Geschmack kommen und später noch ein paar Monate in Karenz gehen. Auch die Unterstützung der Mutter durch den Vater unmittelbar nach der Geburt sei ein wichtiges Argument für den Papa-Monat.

Bures kann sich mehrere Modelle vorstellen: Denkbar wäre für sie ein entgeltabhängiges Modell, aber auch eine Variante, die dem Vater das Vorziehen eines Kindergeld-Monats ermöglicht. Letzteres Modell hätte den Vorteil der leichteren Finanzierung: "Die Eltern haben derzeit Anspruch auf 18, 24 oder 36 Monate Kindergeld. Dieser Anspruch muss selbstverständlich budgetiert, also finanzierbar sein", sagt Bures. Gerade weil auch die stärkere Väterbeteiligung als Zielsetzung im Regierungsübereinkommen verankert sei, müsse man Anreize setzen, dass Väter ihre Kindergeld-Ansprüche auch tatsächlich geltend machen können.

Gute Kinderbetreuungsplätze sind wichtige Unterstützung für die Mütter

Anlässlich des morgigen Muttertages verweist Bures auch auf eine IFES-Umfrage vom April, wonach 85 Prozent der 1.100 befragten Frauen in ganz Österreich angeben, dass es "sehr schwer" oder "ziemlich schwer" ist, Beruf und Familie zu vereinbaren. 70 Prozent der österreichischen Frauen wünschen sich demnach mehr ganztägig geöffnete Kinderbetreuungsplätze in ihrem Bundesland. "Diesem Wunsch der Frauen sollten alle Bundesländer nachkommen", appelliert Bures für eine "gemeinsame Kraftanstrengung für ein buntes und breites Angebot an Kinderbetreuungsplätzen vom Neusiedlersee bis zum Bodensee". Die Frauenministerin erhofft sich durch die Kindergarten-Offensive des Bundes, wonach jährlich 15 Millionen Euro als Anstoßfinanzierung an die Länder fließen sollen, 6.000 zusätzliche Kinderbetreuungsplätze pro Jahr.

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