Jugendkriminaltät - SP-Stürzenbecher: "Neue Formen der Jugendkriminalität erfordern neue Gegenmaßnahmen"

Stürzenbecher: Schwerpunkt bei Jugendlichen muss auf Prävention und auf Wiedereingliederung von Straftätern liegen und nicht auf Repression

Wien (SPW-K) - "Wir müssen uns ernsthaft mit den neuen Formen der Jugendkriminalität auseinandersetzen", erklärte SPÖ-Gemeinderat Dr. Kurt Stürzenbecher in der heutigen Gemeinderatssitzung. "Dieses Phänomen ist mit einem Bündel an Maßnahmen zu bekämpfen, wie beispielsweise Arbeit, Bildung und Chancengleichheit. Aber auch die Zivilcourage jedes Einzelnen ist gefragt"

Stürzenbecher drückte der Familie und den Freunden des verstorbenen ÖVP-Bezirkpolitikers Gottfried Natschläger sein Beileid aus. "Jetzt müssten aber in aller Sachlichkeit Schlüsse aus diesem tragischen Vorfall gezogen werden", sagte der SP-Politiker. Die Stadt Wien habe bereits zahlreiche Instrumente zur Prävention, aber auch um Jugendlichen Perspektiven am Arbeitsmarkt zu verschaffen. Auch eine Kooperation des Stadtschulrates mit der Polizei zeige positive Wirkung, sagte Stürzenbecher.

Die von der ÖVP zuletzt massiv geforderten Jugendcamps lehnt Stürzenbecher ab: "Nach Ansicht aller Fachleute ist so etwas Unsinn. Wichtig ist die Resozialisierung von jugendlichen Straftätern - und die benötigt professionelle Therapie, die es in Jugendstraflagern nicht gibt". Ein Vorzeigeprojekt sei diesbezüglich die Jugendstrafanstalt Gerasdorf.

Die FPÖ erinnerte der SP-Gemeinderat, dass es ihr Justizminister Böhmdorfer war, der im Bezug auf die Bekämpfung der Jugendkriminalität eine sehr negative Handlung gesetzt hat:
"Böhmdorfer hat den Jugendgerichsthof aus ideologischen Gründen zerstört. Mit der Errichtung eines neuen Jugendkompetenzzentrums in Erdberg 2010 wird defacto erfreulicherweise wieder ein Jugendgericht geschaffen."

Der neuerlichen Forderung nach einer Stadtwache durch die ÖVP erteilte Stürzenbecher eine Absage: das Konzept der ÖVP sei sachlich nicht ausgereift. "Eine Stadtwache kann keine Kriminalität erfolgreich bekämpfen. Da eine solche Truppe nicht bewaffnet sein darf, müsste sie in vielen Fällen erst recht die Polizei rufen." (Schluss)

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