• 08.05.2008, 13:40:16
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Jugendkriminaltät - SP-Stürzenbecher: "Neue Formen der Jugendkriminalität erfordern neue Gegenmaßnahmen"

Stürzenbecher: Schwerpunkt bei Jugendlichen muss auf Prävention und auf Wiedereingliederung von Straftätern liegen und nicht auf Repression

Wien (SPW-K) - "Wir müssen uns ernsthaft mit den neuen Formen der
Jugendkriminalität auseinandersetzen", erklärte SPÖ-Gemeinderat Dr.
Kurt Stürzenbecher in der heutigen Gemeinderatssitzung. "Dieses
Phänomen ist mit einem Bündel an Maßnahmen zu bekämpfen, wie
beispielsweise Arbeit, Bildung und Chancengleichheit. Aber auch die
Zivilcourage jedes Einzelnen ist gefragt"

Stürzenbecher drückte der Familie und den Freunden des
verstorbenen ÖVP-Bezirkpolitikers Gottfried Natschläger sein Beileid
aus. "Jetzt müssten aber in aller Sachlichkeit Schlüsse aus diesem
tragischen Vorfall gezogen werden", sagte der SP-Politiker. Die Stadt
Wien habe bereits zahlreiche Instrumente zur Prävention, aber auch um
Jugendlichen Perspektiven am Arbeitsmarkt zu verschaffen. Auch eine
Kooperation des Stadtschulrates mit der Polizei zeige positive
Wirkung, sagte Stürzenbecher.

Die von der ÖVP zuletzt massiv geforderten Jugendcamps lehnt
Stürzenbecher ab: "Nach Ansicht aller Fachleute ist so etwas Unsinn.
Wichtig ist die Resozialisierung von jugendlichen Straftätern - und
die benötigt professionelle Therapie, die es in Jugendstraflagern
nicht gibt". Ein Vorzeigeprojekt sei diesbezüglich die
Jugendstrafanstalt Gerasdorf.

Die FPÖ erinnerte der SP-Gemeinderat, dass es ihr Justizminister
Böhmdorfer war, der im Bezug auf die Bekämpfung der
Jugendkriminalität eine sehr negative Handlung gesetzt hat:
"Böhmdorfer hat den Jugendgerichsthof aus ideologischen Gründen
zerstört. Mit der Errichtung eines neuen Jugendkompetenzzentrums in
Erdberg 2010 wird defacto erfreulicherweise wieder ein Jugendgericht
geschaffen."

Der neuerlichen Forderung nach einer Stadtwache durch die ÖVP
erteilte Stürzenbecher eine Absage: das Konzept der ÖVP sei sachlich
nicht ausgereift. "Eine Stadtwache kann keine Kriminalität
erfolgreich bekämpfen. Da eine solche Truppe nicht bewaffnet sein
darf, müsste sie in vielen Fällen erst recht die Polizei rufen."
(Schluss)

Rückfragehinweis:

SPÖ-Klub Rathaus, Presse
   Thomas Kluger
   
   Tel.: (01) 4000-81 941
   Fax: (01) 533 47 27-8194
   Mobil: 0664/826 84 27
   mailto:thomas.kluger@spw.at
   http://www.rathausklub.spoe.at

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