- 08.05.2008, 12:59:30
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FORMAT: Rohstahlproduktion bei Voest könnte auf unter vier Millionen sinken
Konzernchef Eder droht mit Abwanderung
Wien (OTS) - Voestalpine könnte schon bald statt sechs nur mehr
weniger als vier Millionen Tonnen Rohstahl pro Jahr produzieren. Das
sagte Vorstandschef Wolfgang Eder in der aktuellen Ausgabe von
FORMAT. "Die Kokerei und zwei Hochöfen kommmen an das Ende ihres
Lebenszyklus. Da können wir nicht bis 2011 auf eine Entscheidung der
EU zum CO2-Regime warten", sagt Eder. "Wenn wir hier nicht
nachrüsten, wird die Produktion von bald sechs Millionen Tonnen
Rohstahl auf unter vier Millionen sinken".
Wenn aus Brüssel nicht bald klare Signale über das künftige
CO2-Regime kämen, würden die Investitionsentscheidungen nicht nur am
Standort Linz, sondern auch für das geplante neue Werk am Schwarzen
Meer gegen einen Standort innerhalb der EU getroffen werden. Das Werk
am Schwarzen Meer müsse
2013 fertig sein, also müsse man noch heuer entscheiden.
"Wenn eine Voestalpine Linz oder Österreich verlässt, hätte das für
die Volkswirtschaft erhebliche Konsequenzen", sagt Eder. "Wenn wir
hier nicht mehr konkurrenzfähig erzeugen können, gehen nicht nur
direkt 20.000 Arbeitsplätze verloren" und damit eine Milliarde Euro
an Löhnen und Gehältern, die diese Mitarbeiter beziehen. Es fielen
auch im Jahr 750 Millionen Euro an Steuern, Abgaben und
Sozialversicherungsbeiträge, sowie
weitere 850 Millionen Euro Zahlungen and Zulieferer für den Ausbau,
an Banken und Notare etc. weg.
Die etwa 320 Millionen Euro, die jährlich an die Aktionäre als
Dividende ausgeschüttet werden, machen "nur einen Bruchteil dieser
Beträge" aus, "um die ständig diskutierten Relationen einmal
zurechtzurücken."
Das neue Werk werde auf fünf bis sieben Millionen Tonnen Rohstahl
ausgerichtet sein. "Diesen Spielraum brauchen wir, um Linz
gegebenenfalls vom Vormaterial her absichern zu können. Im Idealfall
würden damit längerfristig bis zu sieben Millionen Tonnen
Fertigprodukte in Linz möglich, dies wäre eine neue Dimension",
verdeutlicht Eder. Das wären um eine Million
Tonnen mehr an Fertigprodukten als dort an Rohstahl erzeugt werden
kann.
Forschung und Entwicklung, sowie die Vermarktung und die Führung
würden auch für das neue Werk von Linz aus gemacht werden.
Rückfragehinweis:
Format Business
Waltraud Kaserer
Tel.: (01) 217 55/4128OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMT






