• 08.05.2008, 12:47:42
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Wiener Gemeinderat (3)

Aktuelle Stunde zum Thema "Retter den 21er: Massiver Ausbau des Öffentlichen Verkehrs statt Einstellung von Straßenbahnen"

Wien (OTS) - GR Karlheinz Hora (SPÖ) versicherte, dass neben der
U2 genügend andere Linien für einen flächendeckenden Transport zur
Verfügung stehen würden. Der N-Wagen etwa würde weiterhin bestehen.
Die Aufregung der Grünen könne er nicht verstehen, durch zusätzliche
Haltestellen in der Freudenau sei das Verkehrsnetz sogar dichter als
die derzeitige Linie 21.

GR Dr. Herbert Madejski (FPÖ) warf seinem Vorredner vor, ihn
nicht ausreichend überzeugt zu haben. Wien sei für sein
ausgezeichnetes Straßenbahnnetz bekannt gewesen, seit den 70er Jahren
aber habe man angefangen umfassende öffentliche Verkehrsstränge
einzustellen. Die Menschen, die den 21er bisher als
Nahversorgungsmittel benutzt hätten, seien an der Argumentation der
Wiener SPÖ ebenso wenig interessiert.

GRin Ingrid Puller (Grüne) sah in ihrer Wortmeldung in der
Einstellung des 21ers große Verschlechterungen u.a. für ältere
Menschen und Mütter mit Kindern. Um die Vorwürfe seitens der Wiener
Grünen zu untermauern, wies sie erneut darauf hin, dass nur mit
Straßenbahn und U-Bahn gemeinsam eine sinnvolle Verkehrspolitik
gemacht werden könne.

GR Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP) kritisierte, dass ein laut
Masterplan vorgesehener Ausbau einiger Straßenbahnlinien bis heute
nicht stattgefunden hätte. Des weiteren warf er der Wiener
Stadtregierung vor, kein einsetzbares Verkehrskonzept für die EURO
2008 zu haben. Insbesondere den Einsatz von Bussen, die mit fossiler
Energie betrieben würden, betrachtete er als fragwürdig.

GR Franz Ekkamp (SPÖ) betonte, dass das Angebot an öffentlichen
Verkehrsmitteln in Wien europaweit im Spitzenfeld liege. Die Zahlen
würden für sich sprechen: 2007 konnte gegenüber dem Vorjahr eine
13prozentige Steigerung von Fahrgästen verzeichnet werden. Die
Debatte über die Linie 21 bezeichnete er als "Inszenierte Aufregung".

Debatte zu Gewalt

GR DDr. Eduard Schock (FPÖ) sagte in der Debatte, die sich zum
Tagesordnungspunkt "Wiener Frauenhäuser" entwickelte, dass angesichts
des jüngsten Vorfalls mit dem Währinger Bezirksrat Natschläger eine
Debatte zum Thema Jugendgewalt unumgänglich sei. Die Wiener FPÖ
verlange die Verschärfung des Strafrechtskatalogs und weitere
Maßnahmen wie etwa ein Messerverbot, einen Führerschein-Entzug sowie
"Strafcamps" für Wiederholungstäter.

GR Mag. Maria Vassilakou (Grüne) widersprach ihrem Vorredner.
Sie könne die FPÖ-Forderung nach drakonischen Strafen nicht
unterstützen. Ebenso wenig zielführend sei die von der ÖVP geforderte
Stadtwache. Die Wiener Grünen würden sich für eine bessere
Präventionsmaßnahme einsetzen: Dies bedeute
Jugend-Betreuungseinrichtungen zu unterstützen sowie Jugend- und
Schulsozialarbeit auszubauen. (Forts.) rav/gse

Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
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Diensthabender Redakteur
Tel.: 4000/81 081

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