Gesundheitsministerin Kdolsky beruhigt: Anbau von Gentechnikprodukten bleibt in Österreich weiter verboten

In österreichischen Lebensmittelregalen besteht Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Lebensmittel.

Wien, am 8. Mai 2008 (OTS) - Die europäische Kommission hat
gestern Dienstag, die Aufhebung der Importverbote Österreichs für Mon810 bzw. den T25 als Lebensmittel oder Futtermittel beschlossen.

"Trotz der Aufhebung des Importverbotes für zwei Gen-Maissorten (MON810 und T25) durch die EU-Kommission kann ich die österreichischen Verbraucherinnen und Verbraucher beruhigen. In Österreich bleibt das bestehende Anbauverbot von gentechnisch veränderten Produkten nach wie vor aufrecht. Wir haben daher bereits im November 2007 mit Vertretern der Sozialpartner und NGO}s Überlegungen zur weiteren Vorgehensweise angestellt", betonte die Gesundheitsministerin.

In Österreich besteht eine rigorose Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Lebensmittel. Außerdem gebe es eine Selbstverpflichtung der großen Lebensmittelketten, keine gentechnisch veränderten Lebensmittel zum Kauf anzubieten sowie die freiwillige Sistierung des Mon810 und T25 durch die Futtermittelindustrie."Produkte aus der Biologischen Landwirtschaft sowie jene Produkte die mit dem Gütezeichen der 'ARGE Gentechnikfrei' versehen sind, beziehen sich auf die von mir erlassenen Vorschriften zur Gentechnikfreien Produktionsweise der Codex-Kommission. Somit ist die Wahlfreiheit für die Verbraucher in Österreich gesichert," bekräftigte Kdolsky.

Im Rahmen der Auftrags- und Sicherheitsforschung des Gesundheitsministeriums wurde in den letzten Jahren eine Reihe von Studien auf dem Gebiet der ökologischen Sicherheitsforschung, der Toxikologie und Allergologie sowie auf anderen Gebieten durchgeführt. Ein wichtiger Teil dieser Studien wird in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft vergeben und betreut.

"Ich habe auch die Einrichtung eines Forschungsbeirates zum Thema 'Risikoforschung und Nutzenanalyse in der grünen Gentechnik' in Auftrag gegeben. Weiters wird die Errichtung eines entsprechenden interdisziplinären Forschungsgremiums immer notwendiger, damit wir in Zukunft die Möglichkeit haben, qualitativ hochwertige Argumente in das Zulassungsverfahren einzubringen, um so ein europaweites Verbot erlangen zu können", so Kdolsky abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend
Daniela Klinser
Pressesprecherin
Radetzkystraße 2, 1030 Wien
Tel: +43/1/71100-4305
Fax: +43/1/71100-14305
E-Mail: daniela.klinser@bmgfj.gv.at
http://www.bmgfj.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BGF0001