Swarovski: Anpassung von Produktionsniveau und Mitarbeiterstand, massive Investitionen am Standort Wattens

Wien (OTS) - Die Geschäftsführung des Unternehmens D. Swarovski & Co. hat Mittwoch Abend in Reaktion auf das schwieriger gewordene Marktumfeld eine leichte Anpassung des Produktionsniveaus und damit der Beschäftigtenzahl am Standort Wattens über die nächsten Monate beschlossen. Kündigungen sollen beim geplanten Abbau von insgesamt 280 Stellen auf 6.300 Mitarbeiter durch das Angebot neuer Arbeitsplätze in anderen Werken der Unternehmensgruppe für einige der betroffenen Mitarbeiter, durch Nicht- oder interne Nachbesetzung natürlicher Abgänge und den Verzicht auf Verlängerung befristeter Dienstverhältnisse vermieden werden. Darüber hinaus hat die Geschäftsführung zusätzliche strategische Investitionen beschlossen, um die Innovationsführerschaft auszubauen und die Marktführerschaft des Geschäftsbereichs Kristall langfristig abzusichern.

Swarovski hat über die letzten zehn Jahre das Absatzvolumen im Geschäftsbereich Kristallkomponenten massiv ausgebaut und den Personalstand in Wattens mehr als verdoppelt. Drei wesentliche Faktoren erschweren jedoch die aktuelle Marktsituation: Die allgemeine Konsumschwäche in den USA, eine durch den schwachen Dollarkurs massive Verteuerung der Kristallkomponenten in den wichtigsten Absatzmärkten und Wettbewerber aus Billiglohnländern, die klassische Standardkomponenten in geringer Qualität imitieren, mit weitestgehend nicht EU-konformen Umwelt- und Sozialstandards produzieren und zu Niedrigstpreisen anbieten. In diesem schwierigen Umfeld setzt Swarovski auf weiteres profitables Wachstum und die forcierte Differenzierung vom Mitbewerb durch Qualität, Innovation und trendorientierte Formen, Facettierungen und Farben. Trotzdem können Rückgänge bei einfachen Standardprodukten damit nicht kompensiert werden.

Nach einer umfassenden Analyse dieser Situation hat die Geschäftsführung deshalb Mittwoch Abend folgende, für die nachhaltige Absicherung des Standortes unerlässliche Maßnahmen beschlossen:

  • Das Produktionsniveau wird aufgrund des Marktumfeldes leicht angepasst und damit der Beschäftigtenstand über die nächsten Monate um 280 Mitarbeiter auf 6.300 Mitarbeiter reduziert.
  • Natürliche Abgänge werden nicht oder nur intern nach besetzt, befristete Dienstverhältnisse nicht verlängert.
  • Einigen Mitarbeitern werden neue Arbeitsplätze in anderen Werken der Unternehmensgruppe in Tirol angeboten.
  • Alle notwendigen Maßnahmen werden so sozial verträglich wie möglich umgesetzt. Die Mitarbeiter in den betroffenen Abteilungen der Produktion werden innerhalb der nächsten Tage im Detail informiert.
  • Swarovski ist zuversichtlich, dass durch die Ausschöpfung all dieser Maßnahmen Kündigungen vermieden werden können.

Zusätzliche substanzielle Investitionen für langfristige Standortsicherung

Gleichzeitig werden in diesem Jahr mit einem richtungweisenden Investitionsvolumen von 120 Mio. Euro nicht nur die geplanten und bereits eingeleiteten Aktivitäten am Standort Wattens weitergeführt, sondern mehr investiert als ursprünglich vorgesehen. Swarovski wird damit als Marktführer die Innovationsführerschaft insbesondere in den umkämpften Produktlinien weiter ausbauen und durch Differenzierung die Wettbewerbsposition weiter stärken.

Aufgrund der positiven Entwicklung der konzerneigenen Einzelhandelsaktivitäten sowie einer erfolgreichen Innovationspolitik in allen Bereichen erwartet sich das Unternehmen für 2008 eine weitere Steigerung des weltweiten Umsatzes im Geschäftsbereich Kristall auf erstmals über 2 Mrd. Euro.

Hintergrund, Zahlen & Fakten

Nach Vorliegen des ersten Quartalsberichtes 2008 für das Kristallkomponenten Geschäft am Standort Wattens wurde am 30.4.2008 eine um 5% reduzierte Umsatzerwartung für 2008 bekannt gegeben. Von Januar bis März hatte Swarovski wie verlautbart bereits 170 überwiegend befristete Beschäftigungsverhältnisse nicht verlängert. Insgesamt war der Personalstand in Wattens von 2003 bis 2008 um 1.500 Mitarbeiter auf 6.700 gewachsen.

Der konsolidierte weltweite Geschäftsverlauf der D. Swarovski & Co. ist positiv. Am Standort Wattens erwirtschaftet der Weltkonzern den größten Teil seiner Wertschöpfung, allein in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung arbeiten 350 Menschen, deren Innovationen und neue Produkte den langfristigen Erfolg des Unternehmens sichern.

Im Jahr 1895 siedelt sich der böhmische visionäre Unternehmer Daniel Swarovski I. im Tiroler Dorf Wattens an. Dort gründet er ein Unternehmen zur Verarbeitung von Kristall. Seine neue, mechanische Methode zum Schleifen von Kristall-Schmucksteinen revolutioniert die Modeindustrie. Swarovski wird zum weltweit führenden Hersteller von präzise geschliffenen Kristallen. Heute kommen die Kristallsteine in der Fashion- und Schmuckindustrie ebenso zum Einsatz wie in der Lichtplanung, der Architektur und in der Innenraumgestaltung. Das in mehr als 120 Ländern tätige Unternehmen ist nach wie vor in Wattens/Tirol beheimatet und wird von Familienmitgliedern der vierten und fünften Generation geführt. Im Jahr 2007 erzielte Swarovski mit 22.000 Beschäftigten einen Umsatz von 2,56 Milliarden Euro. Swarovski produziert und verkauft Kristallkomponenten unter den beiden Produktmarken CRYSTALLIZED(TM) - Swarovski Elements für Mode und Design und STRASS(R) Swarovski(R) Crystal für die Bereiche Architektur und Lichtplanung. Seit dem Jahr 1965 beliefert das Unternehmen die Schmuckindustrie mit präzise geschliffenen echten und künstlichen Edelsteinen und seit April 2008 stärkt Swarovski diese Beziehung mit der wiederbelebten und neu benannten Produktmarke ENLIGHTENED(TM) - Swarovski Elements. Swarovski Kristall gilt als unverzichtbares Basismaterial für Kreationen internationaler Designer. Die Swarovski Accessoire-, Schmuck- und Home-Decor-Kollektionen werden in mehr als 1300 eigenen Geschäften und über Vertragspartner in den wichtigen Metropolen der Welt vertrieben. Zu den kreativen Produktlinien zählt auch die Daniel Swarovski Kollektion, die das Unternehmen in seiner ganzen Vielfalt repräsentiert und beispielhaft die Ideen und Visionen des Unternehmensgründers widerspiegelt. Die Swarovski Crystal Society zählt gegenwärtig fast 400.000 begeisterte Sammler der beliebten Kristallfiguren zu ihren Mitgliedern und die Swarovski Kristallwelten in Wattens haben seit ihrer Eröffnung im Jahr 1995 bereits mehr als sieben Millionen Besucher verzaubert. In den Wunderkammern der Kristallwelten zelebriert Swarovski den Mythos Kristall und inszeniert eine gleichermaßen faszinierende wie funkelnde Traumwelt, die sich in wenigen Jahren zu einer der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Österreichs entwickelt. Darüber hinaus hat das Unternehmen vier eigenständige Marken etabliert: Tyrolit(R) erzeugt Schleifwerkzeuge, Swareflex Reflektoren für den Straßenverkehr. Swarovski Optik produziert hochpräzise optische Geräte.

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