• 08.05.2008, 11:08:04
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Landesrätin Stöger will Wartezeiten bei Gelenksoperationen weiter deutlich verkürzen

Linz (OTS) - Die Anzahl der Hüft- und Knieendoprothesen in
Oberösterreichs Spitälern ist von 5.462 Operationen im Jahr 2004 um
12,5 % auf 6.144 im Jahr 2007 angestiegen. Das ergab eine im Auftrag
von Gesundheits-Landesrätin Dr.in Silvia Stöger erstellte aktuelle
Erhebung des Oö. Gesundheitsfonds über die Knie- und
Hüftendoprothetik in Oberösterreichs Spitälern. "Der Bedarf wird
weiter ansteigen. Daher brauchen wir ein verbessertes und erweitertes
Versorgungsangebot für alle Patientinnen und Patienten. Dann kann
auch eine weitere Verkürzung von Wartezeiten bei diesen künstlichen
Gelenksersätzen erreicht werden", fordert Stöger.

Die größten Zuwächse bei künstlichen Knie- und Hüftersätzen
verzeichneten die Unfallchirurgien der Krankenhäuser Grieskirchen mit
plus 113,3 % (Knie: + 149 %!, Hüfte: + 87 %), Rohrbach mit plus 53,1
% (Knie: + 77,6 %, Hüfte: +35,0 %) und Bad Ischl mit plus 29,3 %
(Knie: + 17,5 %, Hüfte: + 39,4 %). Bei den Spitälern mit
orthopädischen Abteilungen gab es die höchste Steigerung beim
Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz mit plus 35,2 % (Knie: +
58,0 %, Hüfte: + 13,9 %). Insgesamt war die Zunahme bei den
Knieendoprothesen mit plus 22,9 % fünfmal höher als bei den
Hüftendoprothesen mit plus 4,3 %.

Insgesamt zwei Drittel der Endoprothetik wurden auf orthopädischen
Abteilungen vorgenommen, ein Drittel auf Unfallchirurgien. Die
Unfallchirurgien spielen also für diese Operationen in unserem
Bundesland eine sehr wichtige Rolle. Unverständlicherweise wollte die
sogenannte Pühringer-Spitalsreformkommission dennoch im Jahr 2005 die
Unfallchirurgien in den Regionalkrankenhäusern Freistadt, Gmunden,
Grieskirchen und Schärding auf reine Notfallambulanzen reduzieren.
"Das hätte bedeutet, dass dort nur noch ein sehr eingeschränktes
Leistungsspektrum hätte abgedeckt werden können (keine Endoprothetik,
keine bettenführende Stationen). Die Folge wäre gewesen, dass in den
anderen oö. Spitälern die Wartezeiten auf diese Operationen deutlich
gestiegen wären", hatte Stöger protestiert. Durch ihren massiven
Widerstand wurden diese Zusperrpläne schließlich verhindert. Und ein
Jahr später wurden auf ihren Antrag hin die Departments für
Unfallchirurgie in den Mühlviertler Landeskrankenhäusern Freistadt
und Rohrbach sogar zu Vollabteilungen aufgewertet.

"Die nun vorliegenden Zahlen unterstreichen ganz deutlich, dass
dieser Weg absolut richtig und notwendig war. Die steigende
Lebenserwartung und die medizinischen Fortschritte bei der
Operationstechnik werden künftig den Bedarf an solchen Operationen
weiter steigen lassen. Darauf muss mit einer Verbesserung des
Angebots reagiert werden, sonst werden die ohnehin schon vorhandenen
Wartezeiten bei planbaren Knie- und Hüftoperationen sogar noch
unzumutbar verlängert. Mein Ziel hingegen ist es, diese Wartezeiten
deutlich zu verringern", betont Stöger. Da aber bislang dafür eine
fundierte Basis - nämlich objektive Daten zu den Wartezeiten - fehlt,
läuft derzeit im Auftrag der Landesrätin eine entsprechende Erhebung
durch die Gesundheitsabteilung des Landes. In diesem Zusammenhang
wird auch die Anwendbarkeit der in der Steiermark und Wien
eingeführten Modelle zum Wartezeitenmanagement bei geplanten
Operationen geprüft.

"Durch den Ausbau all jener Versorgungsbereiche, in denen es noch
Defizite gibt (wie z.B. längere Operations-Wartezeiten, sogenannte
Gangbetten, unterdurchschnittliche Anzahl an Herz-Angiografien oder
MR-Untersuchungen usw.), ist den Tendenzen einer Zwei-Klassen-Medizin
entgegenzuwirken", fordert Stöger.

Rückfragehinweis:
SPÖ Oberösterreich
Medienservice
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
mailto:[email protected]

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