• 08.05.2008, 10:51:48
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Belakowitsch-Jenewein: Jugendgewalt auch in Ottakring immer exzessiver

Täter werden immer jünger und gleichzeitig brutaler

Wien, 08-05-2008 (fpd) - Bezugnehmend auf den jüngsten Fall von
Jugendkriminalität in Ottakring, wo bereits eine Bande von
13-jährigen kriminelle Handlungen begehen, sei es nun höchst an der
Zeit, endlich aufzuwachen und nachhaltige Verbesserungsmaßnahmen zu
entwickeln. Wenn die Täter fast noch als Kinder zu bezeichnen sind,
wenn sie mit solch brutalen Mitteln, wie Schlagstöcken und Messern
auf ihre Mitmenschen los gehen und wenn diese gleichzeitig noch von
so jungem Alter sind, dass man sie strafrechtlich nicht verfolgen
kann, dann stimme etwas gewaltig nicht, dann entgleise die Jugend in
eine Richtung, wo das Ende eher bitter aussehen werde, so heute die
Bezirksparteiobfrau der FPÖ Ottakring, NRAbg. Mag. Dagmar
Belakowitsch-Jenewein.

Die Jugendkriminalität nehme ein Ausmaß an, wie es erschreckender und
exzessiver bald nicht mehr sein kann. Tragisch dabei ist, dass bei
den meisten Überfallen und Raubzügen der Jungen nur etwa 20 Euro,
vielleicht ein Handy oder sogar deutlich weniger herausspringe. Viele
Wertgegenstände trage ein 12-jähriges Kind ja nicht bei sich. Das
wissen auch die Täter. Hintergrund dieses tragischen Ausmaßes an
Kriminalität sei für sie, Belakowitsch-Jenewein, ganz klar die
zunehmende Perspektivenlosigkeit und das Wissen, das die Chancen am
Arbeitsmarkt eher gering zu bewerten sind, was das
Aggressionspotenzial der Jugendlichen enorm in die Höhe treibe.

Es sei daher überaus wichtig, dass die Rathaussozialisten endlich
eine Umschichtung der Vereinssubventionen der Stadt Wien in Richtung
Vorbeugung von Gewalt und Opferschutz vornimmt. Auch eine stärkere
Förderung von Familienmaßnahmen, um Eltern zu unterstützen und diese
nicht bei Problemen alleine zu lassen, die Sicherstellung der
Versorgung im psychotherapeutischen Bereich sowie endlich mehr Geld
für die Gewaltprävention zur Verfügung zu stellen wäre von Nöten.

Trotz aller Hilfs- und Vorbeugemaßnahmen werde man Jugendgewalt nie
ganz verhindern können. Würde man die Strafen allerdings verschärfen,
so wird es sich ein 14-jähriger Gauner vielleicht zwei mal überlegen,
straffällig zu werden. Ein wirksames Mittel gerade bei Jugendlichen
wäre der Verlust bzw. die Sperre des Führerscheins bei Begehung einer
Straftat. Dies hätte zwar nicht unmittelbar mit dem Delikt zu tun, es
würde den Jugendlichen aber umso mehr treffen, wenn er statt mit
regulär 18 erst mit etwa 22 Jahren zur Führerscheinprüfung antreten
dürfe. Dies sei eine Strafmaßnahme, die wirklich weh tut, so
Belakowitsch-Jenewein.

Da sich gerade in Ottakring die Gewaltdelikte weiter häufen, müsse es
umgehend zu einer Aufstockung des Personals der Exekutive kommen, um
für verbesserte Sicherheit auf den Straßen des 16. Bezirks sorgen zu
können. Die Ottakringer haben mittlerweile Angst und das zu Recht!
Des weiteren müsse ein jährlicher Bericht zur Lage der Jugend
erstellt werden, welcher sämtliche relevante Daten über Anzeigen,
Verurteilungen, Migrationshintergrund, Ausbildung und
Jugendarbeitslosigkeit enthalte, um danach entsprechende Maßnahmen
setzen zu können, fordert Belakowitsch-Jenewein abschließend.
(Schluss) hn

Rückfragehinweis:
Klub der Freiheitlichen
Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 798

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