Belakowitsch-Jenewein: Jugendgewalt auch in Ottakring immer exzessiver

Täter werden immer jünger und gleichzeitig brutaler

Wien, 08-05-2008 (fpd) - Bezugnehmend auf den jüngsten Fall von Jugendkriminalität in Ottakring, wo bereits eine Bande von 13-jährigen kriminelle Handlungen begehen, sei es nun höchst an der Zeit, endlich aufzuwachen und nachhaltige Verbesserungsmaßnahmen zu entwickeln. Wenn die Täter fast noch als Kinder zu bezeichnen sind, wenn sie mit solch brutalen Mitteln, wie Schlagstöcken und Messern auf ihre Mitmenschen los gehen und wenn diese gleichzeitig noch von so jungem Alter sind, dass man sie strafrechtlich nicht verfolgen kann, dann stimme etwas gewaltig nicht, dann entgleise die Jugend in eine Richtung, wo das Ende eher bitter aussehen werde, so heute die Bezirksparteiobfrau der FPÖ Ottakring, NRAbg. Mag. Dagmar Belakowitsch-Jenewein.

Die Jugendkriminalität nehme ein Ausmaß an, wie es erschreckender und exzessiver bald nicht mehr sein kann. Tragisch dabei ist, dass bei den meisten Überfallen und Raubzügen der Jungen nur etwa 20 Euro, vielleicht ein Handy oder sogar deutlich weniger herausspringe. Viele Wertgegenstände trage ein 12-jähriges Kind ja nicht bei sich. Das wissen auch die Täter. Hintergrund dieses tragischen Ausmaßes an Kriminalität sei für sie, Belakowitsch-Jenewein, ganz klar die zunehmende Perspektivenlosigkeit und das Wissen, das die Chancen am Arbeitsmarkt eher gering zu bewerten sind, was das Aggressionspotenzial der Jugendlichen enorm in die Höhe treibe.

Es sei daher überaus wichtig, dass die Rathaussozialisten endlich eine Umschichtung der Vereinssubventionen der Stadt Wien in Richtung Vorbeugung von Gewalt und Opferschutz vornimmt. Auch eine stärkere Förderung von Familienmaßnahmen, um Eltern zu unterstützen und diese nicht bei Problemen alleine zu lassen, die Sicherstellung der Versorgung im psychotherapeutischen Bereich sowie endlich mehr Geld für die Gewaltprävention zur Verfügung zu stellen wäre von Nöten.

Trotz aller Hilfs- und Vorbeugemaßnahmen werde man Jugendgewalt nie ganz verhindern können. Würde man die Strafen allerdings verschärfen, so wird es sich ein 14-jähriger Gauner vielleicht zwei mal überlegen, straffällig zu werden. Ein wirksames Mittel gerade bei Jugendlichen wäre der Verlust bzw. die Sperre des Führerscheins bei Begehung einer Straftat. Dies hätte zwar nicht unmittelbar mit dem Delikt zu tun, es würde den Jugendlichen aber umso mehr treffen, wenn er statt mit regulär 18 erst mit etwa 22 Jahren zur Führerscheinprüfung antreten dürfe. Dies sei eine Strafmaßnahme, die wirklich weh tut, so Belakowitsch-Jenewein.

Da sich gerade in Ottakring die Gewaltdelikte weiter häufen, müsse es umgehend zu einer Aufstockung des Personals der Exekutive kommen, um für verbesserte Sicherheit auf den Straßen des 16. Bezirks sorgen zu können. Die Ottakringer haben mittlerweile Angst und das zu Recht! Des weiteren müsse ein jährlicher Bericht zur Lage der Jugend erstellt werden, welcher sämtliche relevante Daten über Anzeigen, Verurteilungen, Migrationshintergrund, Ausbildung und Jugendarbeitslosigkeit enthalte, um danach entsprechende Maßnahmen setzen zu können, fordert Belakowitsch-Jenewein abschließend. (Schluss) hn

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