Brandgefährlich für Kleinkinder!

Kleinkinder sind besonders von Verbrühungen und Verbrennungen betroffen. Allein im Jahr 2006 verletzten sich in Österreich rund 3.200 Kinder unter fünf Jahren zu Hause.

Wien (OTS) - Eine Tasse heißer Tee oder Kaffee in der einen, das Kind in der anderen Hand. Schnell einmal kommt es im Alltag zu solchen Situationen. Und kaum jemand denkt daran, wie gefährlich dieser Moment sein kann. Doch gerade für die Kleinen sind derartige Situationen im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich! "Wie rasch ist man gestolpert oder bleibt irgendwo hängen! Bereits der Inhalt einer Tasse reicht aus, um bei Kleinkindern 30 Prozent der gesamten Körperoberfläche zu verbrühen - schon ab 15 Prozent Hautverbrennung entsteht eine lebensgefährliche Situation", weiß Dr. Rupert Kisser, Leiter des Bereichs Heim, Freizeit & Sport im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).

Jeden Tag erleiden rund neun Kleinkinder eine Verbrühung oder Verbrennung zu Hause

Etwa 3.200 von insgesamt 8.300 durch Verbrühungen und Verbrennungen Verletzte waren Kleinkinder - das sind ganze 39 Prozent! "Das bedeutet, dass jeden Tag rund neun Kleinkinder unter fünf Jahren zu Hause eine Verbrühung oder Verbrennung erleiden!", erklärt Kisser. Es überrascht nicht, dass rund 70 Prozent der Unfälle in der Küche passieren. Betrachtet man die Unfallhergänge, so zeigt sich, dass nicht nur heiße Tassen eine Gefahr darstellen: Denn auch gerade der kindliche Entdeckungsdrang kann schmerzhafte Folgen haben. Immer wieder hängen Kabel von Wasserkochern oder Friteusen über die Anrichte herunter, die Kinder ziehen daran und werden mit heißem Wasser oder Öl übergossen. Ähnliche Gefahren drohen bei überhängenden Tischtüchern, wenn darauf heißes Essen oder warme Getränke angerichtet sind. Auch heiße Herdplatten oder Backofentüren sind eine potentielle Gefahrenquelle.

Bauliche Sicherheitsmaßnahmen

Viele der genannten Verletzungen können durch den Einsatz moderner Küchengeräte vermieden werden. So gibt es beispielweise bereits Backöfen mit kühler Front, außerdem Inbetriebnahmesperren und Verriegelungsfunktionen bei Kochfeldern, Herden, Geschirrspülern und Waschmaschinen. Bei der Neuplanung einer Küche können Eltern mit Kindern im Haushalt außerdem darauf achten, Geräte wie Backofen oder Dampfgarer in einen Hochschrank - also unerreichbar für Kleinkinder -einzubauen. "Miele liegt die Sicherheit in der Küche und speziell der Jüngsten sehr am Herzen. Daher legen wir bei Konzeption und Entwicklung unserer Geräte großen Wert auf integrierte Sicherheitsmerkmale", erläutert Josef Vanicek, Geschäftsführer Miele Österreich. "Auch ältere Küchen können übrigens nachgerüstet werden, um den Kindern mehr Sicherheit zu bieten. Genannt sei hier als eine der wirksamsten Maßnahmen das Herdschutzgitter", ergänzt Kisser. Während des Kochens verhindert ein Herdschutzgitter, dass Kleinkinder an Herdplatten oder Töpfe greifen. Nach dem Kochen kann das Herdschutzgitter nach unten geklappt werden. Damit bleibt Kindern das Spielen an den Herdknöpfen verwehrt.

Verhaltensmaßnahmen: Worauf Eltern von Kleinkindern zu Hause achten sollen

  • Den Herd durch ein Herdschutzgitter abschirmen und die Griffe von Töpfen und Pfannen zur Wand drehen.
  • Gefäße mit heißen Flüssigkeiten (Tassen, Becher, Suppenteller, Suppentöpfe, Inhaliergeräte) so auf Anrichte oder Tisch stellen, dass kleine Kinder sie nicht erreichen können.
  • Besondere Vorsicht beim Tragen von Gefäßen mit heißen Flüssigkeiten, wenn kleine Kinder in der Wohnung herumtollen.
  • Die Kabel von Elektrowasserkochern, Friteusen, Kaffeemaschinen und Bügeleisen nicht herunterhängen lassen, sondern in den hinteren Bereich der Arbeitsfläche verlegen oder aufrollen.
  • Herabhängende Tischdecken vermeiden.
  • Temperatur des Badewassers mit Thermometer kontrollieren (maximal 37 Grad Celsius). Temperatur-Begrenzer (Thermostat) einbauen, damit Kinder den Heißwasserhahn nicht allein betätigen können. Kinder beim Baden beaufsichtigen.
  • In Wärmflaschen keine Flüssigkeiten über 50 Grad Celsius füllen, und die heiße Wärmflasche nie in direkten Kontakt mit der Haut bringen.

Erste Hilfe bei Verbrühungen oder Verbrennungen

Bei kleineren, nicht tief gehenden Verbrühungen oder Verbrennungen (Rötung bis zur Größe einer Handfläche des Kindes, ev. kleine Bläschen) helfen folgende Maßnahmen:
- Bei Verbrühungen Kleidung sofort entfernen (damit Wärme die Haut nicht weiter schädigen kann).
- Bei Verbrennung: Kleider nur entfernen, wenn sie nicht haften.
- Betroffene Körperteile unter fließendem kaltem Wasser 15 bis 20 Minuten kühlen - nur die betroffenen Körperteile kühlen!
- Kleine Verbrennungen oder Verbrühungen geringen Grades (ohne Blasenbildung) an der Luft heilen lassen (evtl. Spezialverbände vom Arzt oder wundheilförderndes Produkt aus der Apotheke verwenden).
- Wenn Schmerzen abgeklungen sind: Wund- und Heilsalbe.
Bei großflächigeren und tief gehenden Verbrennungen und Verbrühungen (starke Schwellung, große Blasen) auf jeden Fall folgendes beachten:-- Eventuellen Kleiderbrand sofort mit Wasser löschen oder die Flammen mit einer dicken Decke ersticken.
- Bei einer größeren Verbrennung: Kleidung am Körper lassen, da diese womöglich "miteingebrannt" ist und es sonst zu zusätzlichen Hautverletzungen kommen kann.
- Es besteht akute Gefahr eines Schocks. Sofort den Rettungsdienst rufen (Rettung 144, Euro-Notruf 112).
- Bei größeren Verbrühungen Kleidung sofort entfernen (damit Wärme die Haut nicht weiter schädigen kann).
- Die betroffene Region mit kaltem Wasser gut kühlen.
- Keinesfalls Hausmittel wie Puder, Öle, Desinfektionsmittel, usw. verwenden. Wundversorgung und Medikamente nur nach ärztlicher Anordnung.
- Verbrennungen und Verbrühungen sind sehr schmerzhaft. Daher gilt immer: Den Verletzten beruhigen, warm halten und nicht allein lassen, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Für weitere Informationen zum Thema steht der Ratgeber "Verbrennungen: Prävention und Erste Hilfe" kostenlos unter www.kfv.at zum Download zur Verfügung.

Miele unterstützt Helmi-Folge "Sicherheit auf Rezept" - Samstag, x Uhr, auf ORF 1

Dass kindersichere Produkte und das Engagement für Unfallprävention für Miele eine Selbstverständlichkeit sind, zeigt auch die neueste Helmi-Folge, die mit freundlicher Unterstützung des Familienunternehmens realisiert werden konnte. "Sicherheit auf Rezept" läuft am kommenden Samstag, 10. Mai 2008, um 7.49 Uhr auf ORF 1. Die Folge ist im Anschluss außerdem eine Woche lang auf www.helmi.at zu sehen. Für alle Ratefüchse gibt’s auf der kindgerechten Website außerdem ein spannendes Sicherheitsquiz mit Fragen rund um Sicherheit in der Küche.
Und darum geht’s in "Sicherheit auf Rezept": Lena und Nicky kommen an einem Tag der Woche nach der Schule bzw. dem Kindergarten immer zur Schwester ihrer Mutter, Tante Judith. Die muss sich erst dran gewöhnen, ihre Küche mit den Augen eines kleinen Kindes zu sehen:
überall Sicherheitsfallen! Ihre Schwester, die Mutter der Kids, hat eine nagelneue Küche mit modernsten Geräten, die natürlich auch in vieler Hinsicht sicherer sind. Was muss man auch in so einer modernen Küche beachten? Wie kann man eine schon ältere Küche nachrüsten, damit sie sicher wird? Und worauf darf man in keiner Küche je vergessen, wenn kleine Kinder in der Nähe sind? Judith findet an diesem Nachmittag mit Hilfe Helmis und ihrer älteren Nichte Lena die Antworten auf viele Fragen.

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Mag. Kerstin Pommereit, Kuratorium für Verkehrssicherheit, Marketing & Kommunikation, Tel.: 05-77077-1906, E-Mail:
kerstin.pommereit@kfv.at, www.kfv.at

Petra Ummenberger, Miele GmbH, Presseverantwortliche,
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