"profil": Anti-EU-Aktivist "ao. Univ.-Prof" Adrian Hollaender in Titel-Nöten

Sohn des Wiener Staatsoperndirektors im Gegensatz zu eigenen Behauptungen kein "Universitätsprofessor"

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Freitag erscheinenden Ausgabe berichtet, bezeichnet sich der als Gegner des EU-Reformvertrags und "Krone"-Kommentator bekannt gewordene Adrian Eugen Hollaender offenbar zu Unrecht als außerordentlicher Universitätsprofessor ("ao. Univ.-Prof").

Hollaender - Sohn des Wiener Staatsoperndirektors Ioan Holender (Vater und Sohn schreiben ihren Familiennamen unterschiedlich) - war mit diesem Titel unter anderem auf der Homepage des von ihm betriebenen "Zentrums für Rechtsforschung", in Informationen der Bürgerinitiative "Rettet Österreich" und bei Veranstaltungen der FPÖ aufgetreten. Dabei hatte er sich auf die Universität Babes-Bolyai im rumänischen Cluj (Klausenburg) berufen.

Die Universität erklärte gegenüber "profil" allerdings, Hollaender sei "nach rumänischem Recht jedenfalls kein Universitätsprofessor. Prorektor Toader Nicoara bezeichnet ihn als "Lehrbeauftragten, der mit einem rumänischen Kollegen Vorlesungen bei uns hält". Auch Laura Cheie, Erste Sekretärin der rumänischen Botschaft in Wien, schließt aus, dass Hollaender ein "ordentlicher oder außerordentlicher Professor an der Universität von Klausenburg/Cluj" sei.

Hollaender wollte sich auf Anfrage von "profil" nicht konkret zu seinem Titel und einer allfälligen Habilitation äußern: "Nächstens fragen Sie mich noch, ob ich vielleicht ein Mann bin oder ob meine Organe noch da sind". Das rumänische Wissenschaftsministerium habe seine Professur "mit Brief und Siegel" bestätigt. Präsentieren wollte er entsprechende Dokumente jedoch nicht.

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