Schwadorfs Bürgermeisterlegende Richard Gebert - Rückzug aus der Politik nach 41 Amtsjahren

Schwadorf (OTS) - Der dienstälteste Bürgermeister Niederösterreichs und ehemaliger Abgeordneter Richard Gebert (SPÖ) aus Schwadorf (Bezirk Wien-Umgebung) hat seinen im Oktober des Vorjahres anlässlich seines 40jährigen Amtsjubiläums angekündigten Rückzug aus dem aktiven politischen Leben wahr gemacht.

Mit 31. Mai dieses Jahres wird er seinen wohlverdienten Ruhestand antreten... Gebert (68) war seit 27. April 1967 (!) ununterbrochen Bürgermeister von Schwadorf, somit 41 Jahre, 1 Monat und 4 Tage an der Spitze seiner Heimatgemeinde...

Während seiner langjährigen Tätigkeit hat sich Schwadorf mit seinen heute rund 2000 Einwohnern zu einer modernen und lebenswerten Kommune entwickelt. Alles was heute in Schwadorf an fortschrittlicher Infrastruktur besteht, wurde in seiner Amtszeit umgesetzt.

Von der Grundausstattung wie Wasser- und Kanalanlagen, Gemeindestrassen, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen bis hin zum Wohnungsbau und Siedlungswesen, überall hinterließ Gebert seine Spuren.

Der Bau der Europaschule mit Hallenbad, die neue Sportanlage und der Kauf der ehemaligen Spinnereigründe und deren schrittweise Verwertung, sind Meilensteine in seiner Amtszeit. In Anerkennung der geleisteten Aufbauarbeit wurde Schwadorf 1989 zur Marktgemeinde erhoben.

Als ehemaliger SP Abgeordneter zum Nationalrat (1992-1994) und NÖ. Landtag (1995-2002) setzte er sich für die Interessen der Bevölkerung im Bezirk Wien-Umgebung (Schwechat) ein. Am Zustandekommen der B301 (jetzt S1) und der wichtigen Ortsumfahrung von Himberg, Maria Lanzendorf und Leopoldsdorf hatte er als Initiator und ständiger Sprecher im Parlament und Landtag großen Anteil.

Als Sprecher der Anrainer-Gemeinden des Flughafen Wien-Schwechat erhob er seine Stimme, wenn es für den Ausbau des Flughafens und seine Bedeutung als Wirtschaftsfaktor für die Region, für die Schaffung neuer Arbeitsplätze ging.

Aber er forderte auch mit Erfolg entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltbedingungen, wie verstärkte Lärmschutzmaßnahmen, stationäre Messstationen in den betroffenen Gemeinden sowie ein modernes Überwachungssystem bei An- und Abflügen. Im Mediationsverfahren für die 3. Piste war er ein Verfechter eines Umweltfond zur Finanzierung nachhaltiger Umweltprojekte und Schaffung neuer umweltfreundlicher Infrastrukturmaßnahmen in den betroffenen Gemeinden.

1992 gründete er gemeinsam mit den Bürgermeistern des Gerichtsbezirk, den "Abfallwirtschaftsverband Schwechat", dem er seit Anbeginn als Verbandsobmann vorsteht. Der AWS ist heute ein kompetenter Dienstleister für 15 Gemeinden und 26.000 Haushalten und ein maßgeblicher Wirtschaftsfaktor in der Region unter der Verantwortung Geberts geworden. Er wird auch diese Funktion mit Ende Mai zurücklegen.

"Schon als Jugendfunktionär hatte ich das Bestreben für die Menschen da zu sein, für sie politische Ziele zum Wohle der Gesellschaft mit viel Einsatz umzusetzen, etwas für die Gemeinschaft mit sozialer Verantwortung zu bewegen. Und das auf allen politischen Ebenen, in denen ich die Ehre hatte mitzuwirken.

Dabei bin ich immer auf die Menschen zugegangen, und habe auch vieles von ihnen zurückbekommen, was meinen Arbeitseinsatz immer wieder bestärkt hat. Ich scheide mit wehmütigen Gefühl und gleichzeitig erleichtert aus meinem aktiven politischen Leben mit dem Bewusstsein, meinen Beitrag zur positiven Entwicklung meiner Heimatgemeinde und der Region geleistet zu haben.

Mein Dank gilt allen politischen Weggefährten und MitarbeiterInnen, die mit mir gemeinsam diese Aufbauarbeit geleistet haben, aber insbesondere jenen Menschen, die mir in diesen vier Jahrzehnten immer wieder das Vertrauen ausgesprochen haben", erklärte Richard Gebert zu seinen bevorstehenden Ausscheiden.

Als Nachfolgerin im Amt des Bürgermeisters wurde von der SPÖ-Ortsorganisation Schwadorf einstimmig, die seit dem Jahr 2000 amtierende Vizebürgermeisterin Brigitta Hofbauer designiert. Für die Wahl zum neuen Vizebürgermeister wird der bisherige geschf. Gemeidnerat Franz Dornhackl (SPÖ) vorgeschlagen.

Die Wahl wird voraussichtlich in der ersten Juniwoche erfolgen.

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