Das Österreichische Rote Kreuz vergibt zum 14. Mal den Heinrich-Treichl-Preis

Geehrt werden die Journalistin Martina Salomon und Friedrun Huemer, Geschäftsführerin des Vereins Hemayat

Wien (Rotes Kreuz) - Der 8. Mai ist Weltrotkreuztag. Dieses Jahr wird nicht nur der 180. Geburtstag von Rotkreuz-Gründer Henri Dunant gefeiert. "Auch Menschen und Organisationen, die heute nach ähnlichen, humanitären Grundsätzen handeln wie einst der Schweizer Kaufmann, werden an diesem Tag geehrt", sagt Fredy Mayer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes. Zum 14. Mal vergibt die Hilfsorganisation den Heinrich-Treichl-Preis.
Diesmal sind die Preisträgerinnen Martina Salomon, Innenpolitik-Chefin der Tageszeitung "Die Presse", und Friedrun Huemer, Geschäftsführerin des Vereins Hemayat. "Martina Salomon beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit Themen, die das Rote Kreuz für besonders wichtig hält, sei es die Gesundheitsreform oder die Bildungspolitik. Die Art und Weise wie sie über diese jetzigen und zukünftigen Herausforderungen berichtet, verdient unsere Anerkennung", begründet Mayer die Wahl.
Der Verein Hemayat kümmert sich um Menschen, die Folter- und Kriegstraumatisierungen erlitten haben und medizinische oder psychotherapeutische Betreuung benötigen. "Gerade jene, die politische Verfolgung, Folter und Krieg erlebt haben, dürfen in ihrer schwierigen Situation nicht allein gelassen werden. Hemayat hilft diesen Menschen, mit dem Erlebten umzugehen", würdigt Rotkreuz-Präsident Mayer die Leistungen des Vereins.
"Wir sind sehr erfreut und bedanken uns bei der Jury des Roten Kreuzes", sagt Hemayat-Geschäftsführerin Friedrun Huemer. Überrascht und erfreut zeigt sich auch Martina Salomon: "Unter den Journalistenpreisen ist das sicher einer der ehrenvollsten. Das Rote Kreuz steht für gelebte Humanität. Ich hoffe, auch einen kleinen Betrag für dieses große Anliegen leisten zu können."

Die Treichl-Stiftung wurde anlässlich des 80. Geburtstages von Rotkreuz-Ehrenpräsident Heinrich Treichl im Jahre 1993 eingerichtet. Geehrt werden Personen, die durch eine hervorragende Leistung oder im Rahmen ihrer Arbeit ihre humanitäre Gesinnung bewiesen haben. Die Liste der bisherigen Preisträger ist lang: Erwin Melchart, Friedrich Orter, Andreas Unterberger, Schwester Benedikta, Horst Kimbacher, Willy Hillek, Eva-Maria Hobiger, Irmtraut Karlsson, Barbara Stöckl, Sepp Fresenberger, Annunziata Schmidt-Chiari, Kurt Bergmann, Thomas Hajnoczi, Wolfram Karl, Erhard Stackl, Christoph Badelt, Werner Wanschura, Monika Lindner, Ute Bock, Georg Spatt, Hans Dichand, Martin Salzer, Bettina Roither, Brigitte Handlos, Anton Amann, Thomas Seifert, Gerlinde Hinterleitner.

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