Grüne Floridsdorf zu Projekt Ufergestaltung Alte Donau: SeniorInnen sind von Nutzung ausgeschlossen

Dietl: BürgerInnen bei Konzept für Erholungsgebiet nicht beteiligt

Wien (OTS) - Ein "abgespecktes" Konzept zur Ufergestaltung an der Oberen Alten Donau wurde heute im Floridsdorfer Umweltausschuss präsentiert und erntete dort von allen drei Oppositionsparteien Kritik.

Zur Vorgeschichte: Gleichzeitig mit der Eröffnung der B3 im Juli 2004 erfolgte die Sperre der Durchfahrt an der Oberen Alten Donau. Das Erholungsgebiet hätte damals ebenfalls zwischen Fultonstraße und Drygalskiweg ausgestaltet werden sollen. Ein umfangreiches Konzept wurde bereits etliche Monate davor fertiggestellt und präsentiert. Genau dieses wurde auch 1:1 ins Programm "Wiener Visionen" der SPÖ übernommen, sowie vom Floridsdorfer Bezirksvorsteherin Presseaussendungen angekündigt.

Susanne Dietl, Klubobfrau der Grünen, ist von den neuen Plänen enttäuscht: "Vom ursprünglichen sehr guten Konzept ist fast nichts mehr übrig geblieben. Die Gesamtkosten wurden dermaßen reduziert, dass statt der Uferabflachung jetzt Handläufe für die bestehenden steilen Stiegen gemacht werden. Dazu werden noch einige Büsche gepflanzt, sowie Mistkübeln und Tische mit Bänken aufgestellt. Auch die BürgerInnenbeteilgung ist weggefallen und wird durch eineInformationstafel ersetzt." Gute Vorschläge aus dem Floridsdorfer Umweltausschuss wie ein fixes WC oder ein Trinkbrunnen können ebenfalls nicht verwirklicht werden, da das laut MA45 den Kostenrahmen sprengen würde.

Die größte Schwachstelle am neuen Konzept sehen die Grünen Floridsdorf vor allem darin, dass die Uferböschung auch in Zukunft extrem steil bleiben wird. "Das schließt vor allem ältere Menschen von der Nutzung dieses Erholungsgebietes aus", kritisiert Karl Baumgarten, stv. Klubobmann der Grünen Floridsdorf.

Der Vorschlag der Grünen Floridsdorf, einen Allparteienantrag für eine Aufstockung der Projektmittel an die Umweltstadträtin Ulli Sima zu richten, um die Ufergestaltung entsprechend der ursprünglichen Präsentationen - und damit auch entsprechend der Ankündigungen der SPÖ - umsetzen zu können, wurde gleich in der Sitzung am 6. Mai 2008 von der SPÖ abgelehnt.

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