Geschäftsergebnisse der österreichischen Versicherungswirtschaft 2007: Wachstum verbunden mit hohen Zahlungen

Wien (OTS) - Auch 2007 verzeichnete die heimische Versicherungswirtschaft wieder gestiegene Prämieneinnahmen, dafür flossen aber auch fast 11 Milliarden Euro an Zahlungen an die versicherten Kundinnen und Kunden.

Die österreichische Versicherungsbranche setzte ihren Wachstumskurs im Jahr 2007 erneut fort: Insgesamt legten die Prämieneinnahmen der privaten Versicherungswirtschaft um 1,8 Prozent auf 15,874 Milliarden Euro zu. Die Branchenergebnisse lagen in den letzten Jahren konstant über der Entwicklung der Gesamtwirtschaft, sie wurden allerdings auch 2007 durch den spürbaren Rückgang der Einmalerläge in der Lebensversicherung gebremst.

Die Steigerung von 11,3 Prozent auf 10,759 Milliarden Euro bei den Versicherungsleistungen ist auf die hohen Zahlungen aus planmäßig abreifenden Lebensversicherungen sowie auf das wiederum sehr hohe Niveau der Versicherungsleistungen in der Schaden-/Unfallversicherung zurückzuführen.

Für das Jahr 2008 erwartet die österreichische Versicherungsbranche ersten Prognosen zufolge wieder einen weiteren Zuwachs beim Gesamtprämienaufkommen von etwa 1,9 Prozent.

Alters- und Gesundheitsvorsorge

Mit einem Plus von 0,3 Prozent kletterte das Prämienvolumen der Sparte Lebensversicherung auf 7,206 Milliarden Euro. Während ein Rückgang von 6,8 Prozent bei den Einmalerlägen verzeichnet wurde, erreichte das laufende Geschäft in der Lebensversicherung einen Zuwachs von 2,9 Prozent.

Besonders gut liefen auch 2007 die fondsgebundene Lebensversicherung und die prämiengeförderte Zukunftsvorsorge. Letztere hat sich mit einer Erhöhung des Prämienvolumens von rund 620 Millionen Euro auf rund 725 Millionen Euro auch 2007 als einer der Bestseller der Lebensversicherung erwiesen. Seit ihrer Einführung Anfang 2003 wurden bereits rund 1,12 Millionen Verträge unterzeichnet. In der Variante "Fondsgebundene" wurde per 31.12.2007 ein Prämienvolumen von über 2,5 Milliarden Euro verwaltet - das ergibt ein Plus von fast 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Dem gestiegenen Prämienvolumen stehen hohe Leistungen aus abreifenden Verträgen, ausgelöst durch die Einführung des Einmalerlages mit 10-jähriger Laufzeit im Jahr 1997, gegenüber. Insgesamt wurden 4,931 Milliarden Euro, das entspricht einer Steigerung von 24,2 Prozent, an die Kundinnen und Kunden der Lebensversicherung ausbezahlt.

Für 2008 sehen Prognosen ein Wachstum der Lebensversicherung von etwa 0,9 Prozent vor, das Geschäft aus laufenden Prämien sollte um etwa 4,5 Prozent zunehmen.

Die private Krankenversicherung tritt in Österreich als komplementärer Partner der gesetzlichen Krankenversicherung auf. Im Jahr 2007 erreichte sie ein Prämienplus von 3,2 Prozent auf 1,483 Milliarden Euro und hat damit ihr solides Wachstum fortgesetzt. Im selben Jahr wurden 1,024 Milliarden Euro an Leistungen, das ist ein Plus von 2,7 Prozent, an die Krankenversicherten ausbezahlt.

Die Prognosen für 2008 sehen für die private Krankenversicherung ein Prämienplus von 3,0 Prozent vor.

Schaden-/Unfallversicherung

Das Prämienaufkommen der Sparte Schaden-/Unfallversicherung (inklusive Kfz-Haftpflichtversicherung) erzielte ein Plus von 3,1 Prozent und stieg auf 7,184 Milliarden Euro. Das durch die Zunahme an Naturgefahren bereits hohe Niveau der Versicherungsleistungen in der Schaden-/Unfallversicherung erfuhr 2007 wieder eine Steigerung um 2,1 Prozent auf 4,803 Milliarden Euro.

Für 2008 wird ein Prämienwachstum der Schaden-/Unfallversicherung um etwa 2,7 Prozent prognostiziert.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung erreichte 2007 ein Prämienvolumen von 1,793 Milliarden Euro (- 0,8 Prozent), die Kfz-Kaskoversicherung stieg um 1,4 Prozent auf rund 1,037 Milliarden Euro.
Für den Bereich Kfz-Haftpflichtversicherung wird 2008 ein Prämienrückgang von etwa 1,01 Prozent erwartet.

Kapitalanlagen - sichere Versicherungen

Per Ende 2007 hielten Österreichs Versicherungsunternehmen Kapitalanlagen in Höhe von 71,175 Milliarden Euro. Diese setzten sich zu fast 90 Prozent aus Schuldverschreibungen, Fonds, Liegenschaften, Darlehen und Guthaben zusammen, unter zehn Prozent waren in Aktien veranlagt. Von der "Subprime"-Krise, die seit Sommer 2007 die Welt in Atem hält, sind österreichische Versicherungen kaum
betroffen. Offen ist aber, wie sehr die Probleme der internationalen Kapitalmärkte auch die Realwirtschaft in Europa beeinflussen. Heimische Lebensversicherer haben jedenfalls ein dichtes Sicherheitsnetz, das sie und ihre Kunden vor solchen Krisen bewahrt -auch die lange Laufzeit der Produkte wirkt ausgleichend.

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