"Konsument"-Fond-Analyse: Boom bei Rohstoffen

Derzeit noch hohe Gewinne. Anzeichen für Abschwung häufen sich.

Wien (OTS) - In Zeiten der Finanzkrise haben sich die Rohstoffmärkte zu einem der letzten Paradiese für Anleger gemausert. Der Markt boomt und zwischen hohen Gewinnen und hohen Verlusten scheint alles möglich. Eine Analyse der 13 in der "Konsument"-Fondsdatenbank gelisteten Rohstoffaktienfonds zeigt:
Innerhalb der letzten fünf Jahre gab es nur Gewinner. Dennoch sollten Kleinanleger, nicht nur aufgrund des hohen Risikos, sondern auch wegen einer möglichen Abflachung des Aufschwungs, Vorsicht walten lassen.

Staaten wie China und Indien bauen ihre Industrieproduktion derzeit massiv aus. Da die damit verbundene Nachfrage nach Rohstoffen kurzfristig nicht im selben Maße befriedigt werden kann, ziehen die Preise stark an. Rohstoffaktienfonds stellen eine Möglichkeit dar, sich an dieser Entwicklung ein goldenes Näschen zu verdienen. Und in der Tat: Kein einziger von 13 in der "Konsument"-Fondsdatenbank gelisteten Rohstoffaktienfonds verzeichnete innerhalb der letzten fünf Jahre einen Verlust. Das ist umso bemerkenswerter, da alle Fonds in den hohen Chance/Risiko-Klassen 9 und 10 liegen, was bedeutet, dass Anleger binnen eines Jahres 40 bzw. 50 Prozent des eingesetzten Kapitals verlieren können.

Trotz des allgemein hohen Risikos unterscheidet sich die Höhe der jeweiligen Gewinne aber gewaltig. Auf Fünf-Jahres-Sicht fuhr beispielsweise der "MLIIF World Mining A2" mit 33,8 Prozent jährlich die höchsten Renditen ein, während es der "DWS Rohstoff-Fonds" mit 16,9 Prozent "nur" auf die Hälfte schaffte. Insgesamt können aber Anleger, die vor fünf Jahren auf Rohstoffe gesetzt haben, mehr als zufrieden sein. Dennoch rät "Konsument"-Finanzexperte Bernd Lausecker, sich einen Neueinstieg gut zu überlegen: "Das Auf und Ab der Rohstoffmärkte ist nur für finanzstarke Investoren leicht verkraftbar. Wenn, dann ist für Kleinanleger die geringfügige Beimischung in einen breit gestreuten Anlagemix ratsam."

Darüber hinaus häufen sich Anzeichen, die auf ein Abflachen des Aufschwungs hindeuten. So hat sich die Wertentwicklung im letzten Jahr gegenüber dem Fünf-Jahres-Zeitraum deutlich reduziert. Ein deutliches Beispiel dafür gibt der "cominvest Fondiro P" ab: So hat sich die Wertentwicklung von 15,8 Prozent im letzten Jahr gegenüber dem Fünf-Jahres-Zeitraum mit 26,1 Prozent pro Jahr deutlich reduziert. Unklar ist aber, ob es sich dabei um eine kurzfristige Konjunkturdelle handelt oder ob es der Beginn eines Abschwungs ist.

SERVICE: Die gezielte Abfrage der Fonds-Info-Datenbank auf www.konsument.at kostet 9 Euro. Anleger erhalten damit die Bewertungsdaten für einen oder mehrere Fonds sowie die Chance-/Risikoklassen. Der Download der gesamten Fonds-Info als PDF-Liste ist um 19 Euro erhältlich. Hier sind sämtliche Fonds nach Anlageschwerpunkten übersichtlich in Gruppen zusammengefasst. Ein Jahresabonnement kommt auf 200 Euro.

Rückfragen & Kontakt:

Verein für Konsumenteninformation/
Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz
Öffentlichkeitsarbeit
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