• 04.05.2008, 08:00:00
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"profil": Bank Burgenland: Zwist zwischen Land Burgenland und Grazer Wechselseitige Versicherung

Grawe beruft sich auf Klausel im Kaufvertrag und verweigert Nachzahlung

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, könnte der Verkauf der Bank
Burgenland an die Grazer Wechselseitige Versicherung (Grawe)
nachträglich zum finanziellen Fiasko werden.
EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes hatte vergangene Woche die
Reihung der Grawe als Bestbieter im 2006 abgewickelten
Verkaufsprozess als eine Art illegale Beihilfe gewertet, da ein
ukrainisches Konsortium um die in Österreich domizilierte Slav AG
damals mit einem Angebot von 155 Millionen deutlich mehr geboten
hatte. Daher soll die Grawe zur Nachzahlung der Differenz von 54,7
Millionen Euro verpflichtet werden. Allerdings dürfte laut "profil"
vorliegenden Informationen im damals zwischen Grawe und Land
Burgenland abgeschlossenen Kaufvertrag eine Klausel vereinbart worden
sein, wonach alle unvorhersehbaren Mehrkosten vom Land Burgenland zu
tragen sind. "Es gab so eine Klausel, aber die hat in diesem Fall
keine Gültigkeit", so Burgendlands Finanzlandesrat Helmut Bieler. Bei
der Grawe sieht man das anders: "Zum derzeitigen Stand gehen wir
davon aus, dass nicht wir diese Zahlung leisten müssen, sondern das
Land Burgenland", so Grawe-Sprecherin Karin Taferner.

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion
Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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