Spielautomaten bergen größtes Suchtpotenzial

Hochrangige Experten bei Responsible Gaming Academy in Wien

Wien (OTS) - Spielautomaten, und zwar jene außerhalb von Casinos, bergen nach Meinung anerkannter Experten das mit Abstand größte Suchtpotenzial. Das war eine der Kernaussagen von Oberarzt Dr. Roland Mader bei von Casinos Austria und Österreichischen Lotterien veranstalteten Responsible Gaming Academy am 28. und 29. April in Wien. Der am Anton Proksch Institut tätige Facharzt für Psychiatrie und Neurologie referierte über "Pathologisches Glücksspiel: Diagnose - Verlauf - Therapie" und bezeichnete bei den Spielautomaten "vor allem die hohe Ereignisfrequenz, das häufige Auftreten von Beinahe-Gewinnen sowie optische und akustische Signaleffekte" als gefährlich. Erhebungen unter seinen Patienten ergaben ein sehr deutliches Bild: 70 Prozent nannten Automaten als Problem, während etwa Roulette nur von 27 Prozent angeführt wurde. Das geringste Suchtpotenzial komme laut Mader Brieflos und Toto (drei Prozent) sowie Lotto (sechs Prozent) zu.

Diese Ansicht wurde auch von Prof. Dr. Mark Griffiths, Psychologe und Inhaber von Europas einzigem Lehrstuhl für Glücksspielforschung an der Nottingham Trent University, Großbritannien, bestätigt. Griffiths präsentierte mit "GAM-GaRD" (Gaming Assessment Measure -Guidance about Responsible Design) ein neues Mess- und Bewertungsinstrument für das Suchpotenzial bei unterschiedlichen Formen von Glücksspiel.

Es war dies bereits die fünfte Responsible Gaming Academy von Casinos Austria und Österreichischen Lotterien. Ziel der Veranstaltung ist es, interne und externe Experten auf dem Gebiet der Suchtprävention und -therapie zusammen zu führen und einerseits das Bewusstsein für die Problematik zu stärken und andererseits auch Lösungsansätze aufzuzeigen. Mit 219 Teilnehmern, großteils Mitarbeiter von Casinos Austria, Österreichischen Lotterien, tipp3 und WINWIN, wurde heuer ein neuer Rekord erzielt.

Weitere Vortragende waren:

Dr. Jon E. Kelly, CEO des Responsible Gaming Council in Ontario, Kanada: Er sprach über die Herausforderungen, problematisches Spielverhalten zu reduzieren und stellte wesentliche Fragestellungen und programmatische Änderungen aufgrund der Erfahrungen und Evaluierungen in den letzten 10 Jahren vor.

Schließlich referierte Prim. Univ.-Prof. DDr. Michael Lehofer, ärztlicher Leiter der Drogenberatungsstelle des Landes Steiermark, Vorstand der Allgemeinpsychiatrischen Abteilung I der Landesnervenklinik Sigmund Freud - Graz und klinischwissenschaftlicher Leiter des Vereins Addiction Research Society über Zufriedenheit ("Zufriedenheit ist der labile Zustand der Kongruenz mit den eigenen Vorstellungen") und Glück ("Wahres Glück ist Stille, jener Zustand, in dem man versteht, dass nichts zu tun ist") sowie über die Genussfähigkeit als Gegenteil von Sucht.

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