- 29.04.2008, 10:15:00
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Volkshilfe Beschäftigung zum Tag der Arbeit: Trendwende am Arbeitsmarkt?
Wien (OTS) - Die allgemein sinkende Arbeitslosigkeit in Wien darf
nicht über die Probleme einzelner Gruppen am Arbeitsmarkt
hinwegtäuschen. Nach wie vor besonders von Arbeitslosigkeit betroffen
ist die Zielgruppe des gemeinnützigen Vereins Volkshilfe
Beschäftigung, nämlich langzeitarbeitslose Menschen, Menschen mit
Behinderungen, ältere Arbeitslose und Jugendliche mit
Lernbehinderungen.
"Wir müssen auch für "arbeitsmarktferne" Personen da sein. Das
sind Menschen, die z.B. aus gesundheitlichen oder sozialen Gründen,
wegen zu hohen Alters oder schlechter Ausbildung von alleine nicht
mehr in der Wirtschaft Fuß fassen können. Und manchmal trifft auch
von allem ein bisschen zu", betont Roswitha Kikowsky,
Geschäftsführerin Volkshilfe Beschäftigung. Für diese Gruppe bietet
Volkshilfe Beschäftigung befristete Erwerbsarbeit, erleichtert den
Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt und verbessert so die
Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben.
"Wir begrüßen das Jugendbeschäftigungspaket und fordern
gleichzeitig auch mehr Maßnahmen für ältere ArbeitnehmerInnen, Frauen
und Menschen mit Behinderung", so Kikowsky weiter.
Volkshilfe Beschäftigung fordert langfristige Strategien
Nach Ansicht der Wirtschaftsforscher reicht die Konjunkturflaute
weit ins kommende Jahr hinein und bringt wieder einen Anstieg der
Arbeitslosigkeit mit sich.
"Es braucht mittel- und langfristige arbeitsmarktpolitische
Strategien, wie stabilere Rahmenbedingungen für sozialökonomische
Betriebe, wodurch ein längerfristiger Entwicklungsprozess unabhängig
von Konjunkturentwicklungen entstehen könnte. Die frei werdenden
Mittel durch die sinkenden Arbeitslosenzahlen müssen genutzt werden,
um mehr Transitarbeitsplätze auf dem zweiten Arbeitsmarkt zu
schaffen. So könnten wichtige zusätzliche Angebote für
arbeitsmarktferne Personen, für die die bestehenden Programme nicht
ausreichen, entwickelt werden", fordert Kikowsky.
Wien ist anders - auch in der Beschäftigungspolitik
Seit der Kürzung der Beschäftigungsdauer von 12 auf 6 Monate durch
das AMS Wien kämpfen sozialökonomische Betriebe mit diesen
erschwerten Bedingungen - nämlich immer mehr KlientInnen in immer
kürzerer Zeit "job-ready" für den ersten Arbeitsmarkt zu machen.
Gerade bei Langzeitbeschäftigungslosen reicht diese Zeitspanne meist
nicht aus, um alle Vermittlungshemmnisse von mangelnder
Qualifizierung über Schulden, Wohnproblemen bis hin zu
Suchtproblematiken zu klären und auszuräumen. Diese deutliche
Verschlechterung bewirkt, dass langzeitarbeitslose Menschen in Wien
weniger Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.
Innovative maßgeschneiderte Angebote gefordert
"Es ist notwendig die Verweildauer wieder zu erhöhen, bzw. eine
bedarfsorientierte Dauer für eine erfolgreiche, qualitätsvolle
Arbeitsintegration einzuführen.
Im Namen der 250 bei Volkshilfe Beschäftigung befristet
angestellten ehemals langzeitarbeitslosen Menschen, fordere ich die
zuständigen Ministerien und das AMS auf, dringend Maßnahmen in
Angriff zu nehmen. Denn wer Arbeitslosigkeit nicht bekämpft, erntet
Armut", so Kikowsky abschließend.
Volkshilfe Beschäftigung, 1997 von Volkshilfe Österreich und
Volkshilfe Wien gegründet, ist ein gemeinnütziger Verein mit dem Ziel
einer nachhaltigen Integration von arbeitslosen und behinderten
Menschen in den Arbeitsmarkt.
Volkshilfe Beschäftigung arbeitet im Auftrag des AMS Wien, des
Bundessozialamtes für Wien, der Stadt Wien und des WAFF.
Rückfragehinweis:
Mag. Susanne Meitz
PR I Kommunikation
M +43(0)67683402 503
E [email protected]
www.beschaeftigung.volkshilfe.at
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