• 28.04.2008, 11:03:25
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Termininfo: "Frauen - Bildung - Zukunft"

Frauenbildungsenquete am Dienstag, dem 29. April 2008, im Festsaal der GÖD, Schenkenstraße 4, 1010 Wien.

Wien (OTS) - In Österreichs öffentlichem Dienst sind - mit
Ausnahme der Exekutive und der Landesverteidigung - mehr als 50%
Frauen beschäftigt. Im Bildungsbereich sind bereits zwei Drittel der
Beschäftigten Frauen, auch in der Verwaltung ist der Frauenanteil
sehr hoch. Das heißt aber nicht, dass Frauen in den höheren
Dienstgraden entsprechend vertreten sind.

Aufstiegschancen für Frauen sind, so die Grundaussage der
bevorstehenden Enquete, unter anderem dadurch abzusichern, dass
Frauen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten in hoher Qualität
erhalten. Für ein neues Dienstrecht wird die Erarbeitung eines
umfassenden Aus- und Weiterbildungskonzeptes daher eine entscheidende
Rolle spielen. Die Frauen der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, allen
voran die stellvertretende GÖD-Vorsitzende Christine Gubitzer,
fordern konkret eine Woche Bildungsfreistellung pro Jahr für alle
Bediensteten. Dabei muss sichergestellt werden, dass Frauen im
gleichen Ausmaß wie ihre männlichen Kollegen Zugang zu
Bildungslehrgängen erhalten, die Aufstieg und Karriere fördern.

Die beiden Referentinnen der Frauenbildungsenquete:

- Univ. Prof. Dr. Kornelia Hauser von der Universität Innsbruck,
zuständig für Soziologie und Gender Studien, wird die Funktion und
Bedeutung der Bildung unter neokapitalistischen Bedingungen
betrachten und aufzeigen, dass frauenpolitische Debatten oftmals
Blockaden bewirken und Streitigkeiten auslösen. Sie wird die Stellung
der Gewerkschaft in Bildungsfragen beleuchten und Vorschläge für
Veränderungen darbieten.

- Prof. Dr. Rotraud Perner wird die Begriffe Wissen und Bildung
hinterfragen und erklären, warum Bildung mehr bedeutet als nur
kognitiven Wissenserwerb, Bildung vielmehr als Teil der Entwicklung
von emotionaler, intuitiver und psychosomatischer Intelligenz zu
sehen ist.

Weitere TeilnehmerInnen der Tagung: Gesundheitsministerin Dr.
Andrea Kdolsky, die Staatssekretärinnen Christine Marek und Christa
Kranzl sowie SpitzenvertreterInnen der Gewerkschaft Öffentlicher
Dienst, allen voran Vorsitzender Fritz Neugebauer.

Ziel der Tagung ist es, weiterführende Impulse für die
Bildungsdebatte zu setzen, die sich derzeit vor allem auf die
Schulbildung konzentriert. Die berufliche Aus-, Fort- und
Weiterbildung darf darüber nicht aus den Augen verloren werden, will
man den Wirtschaftsstandort Österreich in seiner hohen Qualität
absichern. Die Wirtschaft wiederum braucht einen bestens
qualifizierten öffentlichen Dienst. Daher, so der Grundtenor dieser
Veranstaltung, muss der öffentliche Dienstgeber auch hier Maßnahmen
ergreifen, das lebenslange Lernen seiner Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter fördern.

Rückfragehinweis:
Christine Gubitzer, GÖD-Vorsitzende-Stellvertreter,
Tel.: 01 / 53 454 - 275 oder 270

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