"trend": Verband Österreichischer Privatstiftungen gegen Schenkungsmeldungsgesetz

Koch (Kika), Kovats (A-Tec) und Kammerer (Wein&Co) kritisieren drohende Verschlechterungen

Wien (OTS) - Immer mehr Gründer von Privatstiftungen fühlen sich nach dem politisch definitiv fixierten Ende der Erbschafts- und Schenkungssteuer in die Falle gelockt, wie das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe schreibt. "Ich habe die Stiftung damals gegründet, um die Erbschaftssteuer zu vermeiden. Jetzt würde ich das sicher nicht mehr machen", wird etwa Herbert Koch, Gründer des Möbelhändlers kika, zitiert. Mirko Kovats, der 55 Prozent seiner börsenotierten Industriegruppe A-Tec-Industries in eine Privatstiftung eingebracht hat, bereut diesen Schritt ebenso:
"Stiftungen sind zu inflexibel." Ab 1. August fällt in Österreich bei Erbschaften und Schenkungen keine Steuer mehr an, während bei Stiftungen die Eingangssteuer von fünf Prozent bleibt. Die wahren Tücken für die stets als österreichisches Erfolgsmodell gefeierten Stiftungen sind allerdings im geplanten Schenkungsmeldegesetz versteckt, dessen Entwurf derzeit überarbeit wird. Der Generalsekretär des Verbands Österreichischer Privatstiftungen, Christoph Kraus sagt im "trend": "Das Hauptproblem ist, dass man Substiftungen mit 25 Prozent Strafsteuer belegen will, genauso wie eine liechtensteinische Stiftung. Das wäre eine Katastrophe." Eine vorzeitige Auflösung ihrer Privatstiftung ist den meisten Stiftern allerdings zu teuer. So ist der Schluss von Wein&Co-Chef Heinz Kammerer nach dem Durchrechnen mehrerer Szenarien: "Eine groß angelegte Veränderung unserer Konstruktion wäre mit großem Aufwand und damit Kosten verbunden. Damit wird seitens des Gesetzgebers wahrscheinlich auch spekuliert."

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