• 25.04.2008, 16:40:17
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Motorensymposium: VW-Chef kündigt Elektroauto bis 2010 an

Winterkorn: Diesel ist im Vergleich zum Hybrid die "intelligentere Alternative"

Wien (OTS) - Nach den Worten seines Vorstandsvorsitzenden Prof.
Dr. Martin Winterkorn wird der Volkswagenkonzern bis 2010 sein erstes
Elektroauto zeigen. "Unser Ziel ist es, als erster Hersteller eine
abgasfreie, sichere und bezahlbare Großserienlösung zu bieten", sagte
der VW-Chef Freitag im Rahmen des vom Österreichischen Verein für
Kraftfahrzeugtechnik ÖVK organisierten 29. Internationalen Wiener
Motorensymposiums in der Hofburg.

Dreh- und Angelpunkt der Elektrifizierung sei die
Speicherbatterie. "Hier brauchen wir gemeinsam einen wirklich
signifikanten Entwicklungssprung in Sachen Reichweite,
Dauerhaltbarkeit, Package, Leistungsgewicht und vor allem Kosten",
führte Prof. Winterkorn aus.

2007 hat der Volkswagenkonzern rund 6,2 Millionen Fahrzeuge in
mehr als 150 Ländern verkauft. Dr. Winterkorn: "Für nachhaltige
Mobilität gibt es kein weltweites Patentrezept. Die Zeiten des
Weltautos sind eindeutig vorbei. Und deshalb müssen wir innerhalb
etablierter Märkte wie Europa oder den USA, aber auch für Regionen
wie China oder Indien unterschiedliche Lösungen bieten."

In den USA setze VW vor dem Hintergrund der Tatsache, dass
Umweltfreundlichkeit immer mehr zum Imagefaktor und Kaufargument
werde, auf die Dieseltechnologie. Winterkorn: "Im direkten Vergleich
zum Hybrid ist der Diesel die intelligentere Alternative. Bei den
CO2-Emissionen liegen moderne Dieselfahrzeuge auf dem Niveau heutiger
Full-Hybride. Und bei den Kosten hat der Dieselmotor immer noch
deutliche Vorteile. Im innerstädtischen Bereich und in
Ballungszentren ist der Hybrid sehr wohl eine sinnvolle
Brückentechnologie. Langfristig erwarten wir jedoch die
Elektrifizierung der Antriebe. Neben den bekannten Mikro-, Mild- und
Full-Hybriden umfasst das reine Elektroantriebe bis hin zur
Brennstoffzelle."

Eine praktikable Lösung für die preiswerte und umweltgerechte
Wasserstoff-Herstellung in großen Mengen sei derzeit allerdings nicht
in Sicht, erklärte der VW-Chef.

Rückfragehinweis:

Österreichischer Verein für Kraftfahrzeugtechnik (Övk
   A 1010 Wien, Elisabethstrasse 26, Telefon: +43/1/585 27 41-0
   Internet: www.oevk.at,  E mail: [email protected]
   Leo Musil
   E-Mail: [email protected]
   Mobiltelefon: +43 664 601 232 59

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