- 25.04.2008, 12:11:21
- /
- OTS0198 OTW0198
LR Mikl-Leitner zur Kinderbetreuungsoffensive
NÖ fordert Änderung der 15a-Vereinbarung zur Kinderbetreuung
Wien (OTS) - In Niederösterreich besteht künftig die Möglichkeit,
auch Kinder, die zwischen zweieinhalb und drei Jahre alt sind, im
Kindergarten betreuen zu lassen. "Im Rahmen dieser
Kindergartenoffensive werden heuer noch 370 zusätzliche
Kindergartengruppen mit insgesamt rund 7.000 Kinderbetreuungsplätzen
geschaffen. Dabei entstehen bis 2010 auch 67 neue Kindergärten",
erklärte Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner heute, 25. April, bei
einem Pressegespräch in St. Pölten.
Die Einführung dieses Betreuungsangebots sei ein wichtiger Beitrag
zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Auch der
Arbeitsmarkt werde von dieser Maßnahme positiv beeinflusst, da
landesweit zusätzliche Kindergartenpädagoginnen bzw.
Kinderbetreuerinnen benötigt werden. In diesem Zusammenhang kündigte
Mikl-Leitner an, die Qualifikation der landesweit rund 1.500
Tagesmütter in Zusammenarbeit mit der NÖ Landesakademie zu erhöhen.
Dies würde zur lange geforderten Gleichstellung der Tagesmütter mit
den Kinderbetreuerinnen führen.
Bezüglich der neuen Verhandlungen zwischen den Ländern und dem
Bund über die 15a-Vereinbarung zur Kinderbetreuung verlangte
Mikl-Leitner, dass die Kindergärten nach der Anzahl der zusätzlichen
Kinderbetreuungsplätze und nicht nach der Anzahl der Stunden, in
denen dort Kinder betreut werden, vom Bund unterstützt werden. Zudem
fordere Niederösterreich, dass auch die Tagesmütter als vollwertige
Kinderbetreuungskräfte vom Bund anerkannt werden.
Außerdem ist laut Mikl-Leitner das Geld, das der Bund hier zur
Verfügung stellt, ein viel zu kleiner Beitrag. Niederösterreich würde
nur 3,5 Millionen Euro pro Jahr erhalten. Im Vergleich dazu gebe
Niederösterreich jährlich rund 130 Millionen Euro für die
Kinderbetreuung aus.
Generell zeigte sich die Landesrätin zuversichtlich, dass es eine
gute gemeinsame Lösung mit dem Bund geben könne, die es auch den
Ländern ermögliche, die vorgesehenen Bundesmittel für die
Kinderbetreuung abzuholen, auch noch für 2008. Die Länder bräuchten
Lösungen, die sich am tatsächlichen Bedarf und an den Gegebenheiten
des ländlichen Raumes orientieren, so Mikl-Leitner abschließend.
Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12174
http://www.noe.gv.at/nlk
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NLK






