• 25.04.2008, 11:37:58
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FCG-Gosch: Kämpferisches NEIN zum Road-Pricing

Grüner Vorstoß zum modernen Wegelagerertum empört die Pendler. Allen wiederholten und aktuellen Ansätzen eines Road-Pricings durch die Hintertür hat geharnischten Widerstand zur Folge.

Graz (FCG) - Der Chef der steirischen Christgewerkschafter,
AK-Vizepräsident Franz Gosch, Obmann der Steirischen
Pendlerinititative, will im Zuge der schwelenden Diskussion bezüglich
Einführung eines Road-Pricings auf österreichischen Autobahnen und
Schnellstraßen verstärkt mit den österreichweiten Pendler-Lobbies
anderer Bundesländer kooperieren: "Wir werden uns die geplante
Attacke auf die Geldtaschen der Pendlerinnen und Pendler ganz sicher
nicht gefallen lassen", so seine Kampfbereitschaft zur Abwehr des
"modernen Wegelagerertums".

Gosch kritisiert den neuerlichen Vorstoß der Grünen für die
Einführung einer kilometerabhängigen Autobahnmaut und erinnert daran,
dass bereits im Jahre 1996 die damalige Regierung das Road-Pricing
auf Autobahnen und Schnellstraßen und sogar für große Brücken und
Tunnels einführen wollte. Der Preis pro Kilometer wurde damals
zwischen 40 und 60 Groschen geplant. Massiver Widerstand der
Pendlervertreter hatte damals das Road-Pricing zu Fall gebracht. Als
"Ersatz" wurde die Vignettenpflicht eingeführt. So hätte die
Pendlerstrecke Hartberg - Graz jährlich rund 1.200.- Euro gekostet,
rechnet Gosch heute vor.

"Wenn der Weg zur Arbeit teurer wird als der Ertrag, dann können
Langstreckenpendler gleich zu Hause bleiben", kommentiert Gosch die
neu aufflammende Diskussion für eine kilometerabhängige PKW-Maut.
Ohnehin seien die Steirer ein Volk von Pendlern, 50 Prozent aller
Arbeitnehmer seien Pendler - rund 230.000 Arbeitnehmer insgesamt.
Viele davon seien Langstreckenpendler, die mehr als hundert Kilometer
täglich unterwegs sind.

Mit Road-Pricing erleiden Pendler, die auf ihr eigenes Fahrzeug
angewiesen sind, schmerzhafte Nettoeinkommensverluste. Vor zwölf
Jahren habe die Pendlerinitiative mit einer groß angelegten
Unterschriftenaktion "Roadpricing Nein Danke" das Mautvorhaben der
damaligen Bundesregierung zu Fall gebracht. "Auch jetzt werden wir
kämpfen, denn eine Strafsteuer für alle, die zur Arbeit fahren ist
unakzeptabel", so Gosch abschließend.

Rückfragehinweis:
Steirische Christgewerkschafter
AK-Vpräs. Franz Gosch
Tel.: 0676/817 114 227

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