FCG-Gosch: Kämpferisches NEIN zum Road-Pricing

Grüner Vorstoß zum modernen Wegelagerertum empört die Pendler. Allen wiederholten und aktuellen Ansätzen eines Road-Pricings durch die Hintertür hat geharnischten Widerstand zur Folge.

Graz (FCG) - Der Chef der steirischen Christgewerkschafter, AK-Vizepräsident Franz Gosch, Obmann der Steirischen Pendlerinititative, will im Zuge der schwelenden Diskussion bezüglich Einführung eines Road-Pricings auf österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen verstärkt mit den österreichweiten Pendler-Lobbies anderer Bundesländer kooperieren: "Wir werden uns die geplante Attacke auf die Geldtaschen der Pendlerinnen und Pendler ganz sicher nicht gefallen lassen", so seine Kampfbereitschaft zur Abwehr des "modernen Wegelagerertums".

Gosch kritisiert den neuerlichen Vorstoß der Grünen für die Einführung einer kilometerabhängigen Autobahnmaut und erinnert daran, dass bereits im Jahre 1996 die damalige Regierung das Road-Pricing auf Autobahnen und Schnellstraßen und sogar für große Brücken und Tunnels einführen wollte. Der Preis pro Kilometer wurde damals zwischen 40 und 60 Groschen geplant. Massiver Widerstand der Pendlervertreter hatte damals das Road-Pricing zu Fall gebracht. Als "Ersatz" wurde die Vignettenpflicht eingeführt. So hätte die Pendlerstrecke Hartberg - Graz jährlich rund 1.200.- Euro gekostet, rechnet Gosch heute vor.

"Wenn der Weg zur Arbeit teurer wird als der Ertrag, dann können Langstreckenpendler gleich zu Hause bleiben", kommentiert Gosch die neu aufflammende Diskussion für eine kilometerabhängige PKW-Maut. Ohnehin seien die Steirer ein Volk von Pendlern, 50 Prozent aller Arbeitnehmer seien Pendler - rund 230.000 Arbeitnehmer insgesamt. Viele davon seien Langstreckenpendler, die mehr als hundert Kilometer täglich unterwegs sind.

Mit Road-Pricing erleiden Pendler, die auf ihr eigenes Fahrzeug angewiesen sind, schmerzhafte Nettoeinkommensverluste. Vor zwölf Jahren habe die Pendlerinitiative mit einer groß angelegten Unterschriftenaktion "Roadpricing Nein Danke" das Mautvorhaben der damaligen Bundesregierung zu Fall gebracht. "Auch jetzt werden wir kämpfen, denn eine Strafsteuer für alle, die zur Arbeit fahren ist unakzeptabel", so Gosch abschließend.

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