Untersuchungsausschuss im medialen Brennpunkt

Innsbruck/Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut
erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich das Top-30 Ranking der meist genannten PolitikerInnen in den österreichischen Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (18. bis 24. April 2008) belegt Vizekanzler Wilhelm Molterer den ersten Platz. Auf Rang zwei findet sich Innenminister Günther Platter, gefolgt von Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider auf Rang drei.

Vizekanzler Wilhelm Molterer kämpfte in dieser Woche medial an mehreren Fronten und belegt im aktuellen Top-30 Politikerranking mit 484 Nennungen den ersten Rang. Molterer hat sich während der ersten Sitzung der Steuerreformkommission von dem umstrittenen Modell des "Familiensplittings" verabschiedet und kündigt den Ausbau der Familienförderung an. Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (Rang vier, 322 Nennungen) reagierte erfreut über den Meinungsumschwung des Vizekanzlers und sprach sich zusätzlich für eine "deutliche Erhöhung" der Familienbeihilfe aus. Aufhorchen ließ Molterer zudem mit seinem Ruf nach einer Teilprivatisierung der ÖBB. Die Privatisierung des Güter- und Personenverkehrs werde früher kommen als angenommen, so Molterer.

Innenminister Günther Platter bleibt auch in dieser Woche mit 398 Nennungen auf Rang zwei vertreten. Er steht weiterhin mit den Geschehnissen rund um den Untersuchungsausschuss zu den Affären im Innenministerium im Mittelpunkt der österreichischen Medien. Für Empörung unter den Abgeordneten sorgten vor allem die Aussagen Platters, wonach Angaben über die sexuelle Orientierung von Ministeriumsmitarbeitern in den Akten verzeichnet sein sollen. Diskutiert wurde auch über die Veröffentlichung neuer Details rund um die Gefangenschaft und Flucht von Natascha Kampusch. Platter beharrte während seiner Anhörung wiederholt auf dem Recht des Datenschutzes.

Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider stellt in dieser Woche mit 328 Nennungen erneut den dritten Rang. Während die Diskussionen um eine Landtagswahlreform in Kärnten anhalten, spricht sich Jörg Haider für eine Verkleinerung des Landtages aus. SPÖ, ÖVP, Grüne und die FPÖ erteilten dem Vorschlag Haiders eine klare Abfuhr.

Auf Platz fünf des Rankings findet sich mit 284 Nennungen Verkehrsminister Werner Faymann, der im Zusammenhang mit der Ablöse des ÖBB-Generaldirektors Martin Huber im medialen Mittelpunkt steht.

Weitere Neueinstiege in das Top-30 Politikerranking: Ursula Plassnik, ÖVP (Rang elf, 153 Nennungen), Peter Pilz, Grüne (Rang zwölf, 119 Nennungen), Peter Fichtenbauer, FPÖ (Rang 13, 116 Nennungen), Wilhelm Haberzettel, SPÖ (Rang 18, 98 Nennungen), Helmut Kukacka, ÖVP (Rang 19, 92 Nennungen), Gabriele Schaunig-Kandut, SPÖ (Rang 23, 78 Nennungen), Josef Martinz, ÖVP (Rang 25, 77 Nennungen) und Karl Korinek, VfGH (Rang 27, 69 Nennungen).

Diese Woche finden sich 14 PolitikerInnen der ÖVP und sieben der SPÖ im Ranking. Das BZÖ kann sich mit drei Vertretern positionieren, die FPÖ mit zwei und die Grünen mit einem. Außerdem unter den Top-30:
Bundespräsident Heinz Fischer, der Tiroler Arbeiterkammerchef Fritz Dinkhauser und Karl Korinek vom Verfassungsgerichtshof.

MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at/ kostenlos abrufbar.

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