- 25.04.2008, 10:16:31
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Untersuchungsausschuss im medialen Brennpunkt
Innsbruck/Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut
erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich das Top-30 Ranking der
meist genannten PolitikerInnen in den österreichischen
Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (18. bis 24. April
2008) belegt Vizekanzler Wilhelm Molterer den ersten Platz. Auf Rang
zwei findet sich Innenminister Günther Platter, gefolgt von Kärntens
Landeshauptmann Jörg Haider auf Rang drei.
Vizekanzler Wilhelm Molterer kämpfte in dieser Woche medial an
mehreren Fronten und belegt im aktuellen Top-30 Politikerranking mit
484 Nennungen den ersten Rang. Molterer hat sich während der ersten
Sitzung der Steuerreformkommission von dem umstrittenen Modell des
"Familiensplittings" verabschiedet und kündigt den Ausbau der
Familienförderung an. Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (Rang vier, 322
Nennungen) reagierte erfreut über den Meinungsumschwung des
Vizekanzlers und sprach sich zusätzlich für eine "deutliche Erhöhung"
der Familienbeihilfe aus. Aufhorchen ließ Molterer zudem mit seinem
Ruf nach einer Teilprivatisierung der ÖBB. Die Privatisierung des
Güter- und Personenverkehrs werde früher kommen als angenommen, so
Molterer.
Innenminister Günther Platter bleibt auch in dieser Woche mit 398
Nennungen auf Rang zwei vertreten. Er steht weiterhin mit den
Geschehnissen rund um den Untersuchungsausschuss zu den Affären im
Innenministerium im Mittelpunkt der österreichischen Medien. Für
Empörung unter den Abgeordneten sorgten vor allem die Aussagen
Platters, wonach Angaben über die sexuelle Orientierung von
Ministeriumsmitarbeitern in den Akten verzeichnet sein sollen.
Diskutiert wurde auch über die Veröffentlichung neuer Details rund um
die Gefangenschaft und Flucht von Natascha Kampusch. Platter beharrte
während seiner Anhörung wiederholt auf dem Recht des Datenschutzes.
Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider stellt in dieser Woche mit
328 Nennungen erneut den dritten Rang. Während die Diskussionen um
eine Landtagswahlreform in Kärnten anhalten, spricht sich Jörg Haider
für eine Verkleinerung des Landtages aus. SPÖ, ÖVP, Grüne und die FPÖ
erteilten dem Vorschlag Haiders eine klare Abfuhr.
Auf Platz fünf des Rankings findet sich mit 284 Nennungen
Verkehrsminister Werner Faymann, der im Zusammenhang mit der Ablöse
des ÖBB-Generaldirektors Martin Huber im medialen Mittelpunkt steht.
Weitere Neueinstiege in das Top-30 Politikerranking: Ursula
Plassnik, ÖVP (Rang elf, 153 Nennungen), Peter Pilz, Grüne (Rang
zwölf, 119 Nennungen), Peter Fichtenbauer, FPÖ (Rang 13, 116
Nennungen), Wilhelm Haberzettel, SPÖ (Rang 18, 98 Nennungen), Helmut
Kukacka, ÖVP (Rang 19, 92 Nennungen), Gabriele Schaunig-Kandut, SPÖ
(Rang 23, 78 Nennungen), Josef Martinz, ÖVP (Rang 25, 77 Nennungen)
und Karl Korinek, VfGH (Rang 27, 69 Nennungen).
Diese Woche finden sich 14 PolitikerInnen der ÖVP und sieben der
SPÖ im Ranking. Das BZÖ kann sich mit drei Vertretern positionieren,
die FPÖ mit zwei und die Grünen mit einem. Außerdem unter den Top-30:
Bundespräsident Heinz Fischer, der Tiroler Arbeiterkammerchef Fritz
Dinkhauser und Karl Korinek vom Verfassungsgerichtshof.
MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz
österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen
Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das
OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at/ kostenlos abrufbar.
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