- 23.04.2008, 10:55:34
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Ludwig: Junges und kostengünstiges Wohnen am Nordbahnhof
Präsentation der Siegerprojekte im Rahmen einer Ausstellung
Wien (OTS) - Mit seinen insgesamt 75 ha Fläche zählt der
Nordbahnhof zu den bedeutendsten innerstädtischen Entwicklungszonen
Wiens. Bis 2025 wird dort in mehreren Etappen ein neuer Stadtteil
entstehen, der rund 10.000 Wohnungen für 20.000 BewohnerInnen und
10.000 Arbeitsplätze bieten wird.
Thema des kürzlich abgeschlossenen Bauträgerauswahlverfahrens für
einen Teilbereich des Nordbahnhofs - das Betriebsgelände der "Alten
Busgarage" - war "Junges und kostengünstiges Wohnen". Die fünf
Siegerprojekte mit insgesamt rund 900 geförderten Wohnungen,
Wohngemeinschaften und Heimplätzen werden nun im Rahmen einer
dreitägigen Ausstellung präsentiert. Allen gemeinsam ist die speziell
auf die Bedürfnisse junger BewohnerInnen ausgerichtete Planung.
Heute, Mittwoch, eröffnete Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig
gemeinsam mit dem Leopoldstädter Bezirksvorsteher Gerhard Kubik, DI
Claus Stadler, Leiter der Projektentwicklung ÖBB
Immobilienmanagement, Ing. Leopold Achleitner, Wiener
Linien-Immobilienmanagement, Univ.-Prof. Mag. arch. Elsa Prochazka,
Juryvorsitzende des Bauträgerauswahlverfahrens, Dr. Robert Korab, GF
von raum & kommunikation, und DI Michaela Trojan und Dieter
Groschopf, GF und stv. GF wohnfonds_wien, die Ausstellung.****
"Bei der Entwicklung des neuen Stadtteils am Nordbahnhof ist es
mir besonders wichtig, dass Wohnprojekte zum Zug kommen, die den
Wohnwünschen unterschiedlicher Generationen gerecht werden. Nach den
Themenwohnbauten 'Bike City' und 'Wohnen am Park', die bereits heuer
fertig gestellt werden, sollen die geplanten Wohnbauten auf dem Areal
der "Alten Busgarage" vor allem junge Menschen ansprechen. Die
Siegerprojekte, die aus dem Bauträgerauswahlverfahren zum Thema
'Junges und kostengünstiges Wohnen' hervorgegangen sind, bieten eine
Reihe von Vorzügen für die junge Generation: Interessante
Wohnungsgrund-
risse, großzügige Freiflächen und eine Vielfalt an
Gemeinschaftsräumen - von der Lounge bis zum schallgedämmten
Proberaum für Hobbymusikerinnen und -musiker", unterstrich
Wohnbaustadtrat Michael Ludwig.
Das Wettbewerbsgebiet für das Bauträgerauswahlverfahren auf dem
Betriebsgelände der "Alten Busgarage" umfasst fünf
Bearbeitungsgebiete mit sieben Bauplätzen, wobei die Planung für die
Bauplätze 5 und 6 durch Fixstarter - die Verfasser des
städtebaulichen Leitprojekts Lautner + Kirisits - erfolgt. Insgesamt
werden auf dem ehemaligen Betriebsgelände 614 geförderte
Mietwohnungen, 215 Heimplätze, 42 Wohngemeinschaften und 15
freifinanzierte Wohnungen entstehen. Ludwig: "Bereits im nächsten
Frühjahr wird der Spatenstich für die neuen Wohnprojekte erfolgen,
bis 2011 sollen die Bauten bezugsfähig sein. Die Gesamtkosten für die
geplanten Wohn- und Heimprojekte betragen rund 98,5 Millionen Euro,
die Stadt Wien fördert die Errichtung der Bauten mit rund 33
Millionen Euro. Sie werden nicht nur ein maßgeschneidertes
Wohnungsangebot für junge Wienerinnen und Wiener bieten, sondern auch
zu einer weiteren Belebung und Attraktivierung der Leopoldstadt
beitragen."
Neuer, attraktiver Stadtteil am Nordbahnhof
Das Nordbahnhofgelände besteht einerseits aus dem Nordbahnhof,
andererseits aus Teilen des ehemaligen Frachtenbahnhofs. In den
Jahren 1993 und 1994 wurde das neue städtebauliche Leitbild zum
Gelände des Frachtenbahnhofs Nord erarbeitet, darauf basierend wurde
eines der letzten großen innerstädtischen Stadtentwicklungsgebiete
definiert. Im Jahr 1994 wurde das "Leitbild Nordbahnhof" im
Gemeinderat beschlossen. Die ÖBB führten die ersten
Liegenschaftstransaktionen mit der Stadt Wien und privaten Bauträgern
durch. Daraus resultierte u.a. die Entwicklung des rund 3ha großen
Rudolf-Bednar-Parks. Am östlichen Ende des Parks wurden 2006 die
ersten Baufelder an Wohnbauträger verkauft. Die geförderten
Wohnbauprojekte "Wohnen am Park" und "Bike-City" der Gesiba werden
derzeit realisiert. Mit dem Neubau des Bahnhofs "Wien Praterstern"
und der damit verbundenen Verschlankung der Trasse der
S-Bahn-Stammstrecke steht in naher Zukunft die Entwicklung weiterer
Projekte bevor.
Bauträgerauswahlverfahren "Junges und kostengünstiges Wohnen"
Das zweistufige Bauträgerauswahlverfahren wurden von ÖBB und
Wiener Linien in Kooperation mit dem wohnfonds_wien ausgeschrieben.
Der thematische Schwerpunkt lautete "Junges und kostengünstiges
Wohnen". Als besondere Zielgruppe galten Kinder, Jugendliche und ihre
Eltern sowie junge Erwachsene im Altersbereich zwischen dem Verlassen
des Elternhauses und der eigenen Familiengründung. Insbesondere
sollen Wohnungen für Menschen in Ausbildung, BerufsanfängerInnen und
Haushalte mit geringem Einkommen errichtet werden. Die Projektteams
standen vor der Herausforderung, leistbare und auf diese Bedürfnisse
abgestimmte Angebote zu entwickeln. Ziel dabei war und ist es, im
geförderten Wohnbau die Lebenssituation junger Menschen stärker zu
berücksichtigen.
Die fünf Siegerprojekte
o Bauplätze 1+2:
Das Siegerprojekt ist in zwei Bauteile gegliedert und umfasst
178 geförderte Mietwohnungen sowie 203 geförderte Heimeinheiten. Die
Wohnungen sind in ihrer Grundrissgestaltung sehr kompakt
konfiguriert. Weiters werden eine Vielfalt an Grundrissen und
Wohnungsgrößen angeboten. Darüber hinaus gibt es für den allergrößten
Teil der Wohnungen großzügige Kombinationen aus Loggien und Balkonen.
Eine Besonderheit des Projekts sind die im gleichen Geschoß wie die
Wohnung untergebrachten Einlagerungsräume. Zusätzlich sind separate,
aber dennoch den Wohnungen zugeordnete Arbeitszimmer geplant. Diese
Räume können in beliebiger Weise zum Beispiel für die Arbeit oder als
Spielzimmer genutzt werden. Das Jugend- und Studentenheim soll vom
ÖJAB betrieben werden, das Angebot richtet sich besonders an
Jugendliche, Lehrlinge und Studenten. Außerdem ist die Kooperation
mit dem Verein "Neustart" zur Begleitung und Integration Jugendlicher
geplant.
o Bauträger: BWS Gemeinnützige allgemeine Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft reg. Gen.m.b.H., Architektur: BKK-3 Architektur ZT GmbH. Geplanter Bezugstermin: August 2011
o Bauplatz 3:
Das Projekt sieht einen Solitärbaukörper mit transparenter
Erdgeschoßzone vor. Das Wohnungsangebot umfasst 1- bis
5-Zimmer-Wohnungen mit flexiblen Grundrissen, darunter einseitig
belichtete "Minimal-Wohnungen", deren Besonderheit eine "intelligente
Wand" ist, die Küche und Schrankbereich aufnimmt. Die
Familienwohnungen werden durch einen Funktionsblock mit Bad und WC
gegliedert, um den herum gleichwertige Räume angeordnet sind, die bei
Bedarf auch zusammengelegt werden können. Darüber hinaus werden auch
Wohngemeinschaften angeboten. Insgesamt umfasst das Projekt 84
geförderte Mietwohnungen. Die einzelnen Elemente der
Freiraumorganisation sind die "versunkenen Gärten" im Untergeschoß
mit Spiel und Aufenthaltsbereichen, "schwebende Gärten" in den
Obergeschoßen sowie der "Ruhebereich" auf der Dachterrasse. Das Thema
"kostengünstiges Wohnen" wird u.a. durch die einfache Bauform des
Gebäudes, die den Einsatz von Fertigteilen möglich macht,
angesprochen. Bei der Ausstattung wird auf die Möglichkeit der
Selbstgestaltung eingegangen.
o Bauträger: GEBÖS gemeinnützige Baugenossenschaft österreichischer Siedler und Mieter, reg. Gen.m.b.H. Architektur: synn architekten Geplanter Bezugstermin: Dezember 2010
o Bauplatz 4:
Das Siegerprojekt besteht aus zwei Baukörpern mit 63 geförderte
Mietwohnungen und 12 Wohngemeinschaften sowie 20 zuschaltbaren
Arbeitsräumen. Das gesamte Erdgeschoß ist allgemeinen Nutzungen
vorbehalten. Ein wesentliches Element dieser Erdgeschoßzone ist die
"Base"- Treffpunkt und Anlaufstelle für Jugendliche -, die
identitätsstiftenden Charakter haben soll. Neben den üblichen
Allgemeinräumen ist ein schallgedämmter Proberaum für Musikgruppen
geplant. Weiters sind eine nutzungsoffene, möblierte Piazetta für
Jugendliche und eine Gemeinschaftsterrasse mit Pergola am Dach
vorgesehen. Das Wohnungsangebot ist vielfältig und bietet
Arbeitsräume, die zum Teil in die Wohnungen integriert werden können
sowie Wohngemeinschaften für Studenten oder AlleinerzieherInnen. Die
Etablierung eines BewohnerInnenvereins sowie die Installation eines
Mieterbeirats ist vorgesehen. Auf die Aspekte "kostengünstiges
Wohnen" reagiert das Projekt sowohl in der Gestaltung als auch durch
die Nutzerkonditionen - durch Baurecht mit Superförderung ist die
Eigenmittelbelastung sehr gering.
o Bauträger: Kallco Bauträger GmbH, Architektur: Treberspurg & Partner Architekten ZT GmbH Geplanter Bezugstermin: Oktober 2010.
o Bauplätze 5 + 6:
Das Projekt umfasst 198 geförderte Mietwohnungen sowie 15
freifinanzierte Wohnungen und erreicht Passivhausstandard. Die
Wohnungsgrundrisse nehmen das Thema "junges Wohnen" auf und zeichnen
sich durch Variabilität aus. Speziell das Angebot an
Kleinstwohnungen, Atelierwohnungen und Mehrzimmerwohnungen für
Wohngemeinschaften ist auf junge Menschen abgestimmt. Im
Freiraumbereich wird die städtebauliche Leitidee der "versunkenen
Gärten" weiterentwickelt, Salettln und abgesenkte Vorgärten bilden
das zentrale Freiraumthema. An Gemeinschaftsräumen ist ein
dreigeschossiger Erlebnis- und Bespielungsraum für Jugendliche und
Junggebliebene, besonders zu betonen. Teilweise als
Gemeinschaftsräume, zum Teil aber auch als vermietbare Flächen sind
eine "Lehrwerkstatt für Hausmeister neu", Gemeinschaftsküche,
Kindertagesbetreuung, Lärmraum, Wellness bzw. Gymnastikraum sowie
Werkstatt angedacht. Auf das Kriterium "kostengünstiges Wohnen" wird
bei diesem Projekt u.a. durch Superförderung für Kleinstwohnungen,
Selbstausbau im Innenbereich bei Decken- und Wandanstrichen sowie
Bodenbelägen eingegangen.
o Bauträger: BUWOG Bauen und Wohnen Gesellschaft m.b.H. Architektur: Lautner + Kirisits Architekten (laki) Geplanter Bezugstermin: Juni 2011
o Bauplatz 7:
Das L-förmige Gebäude bietet Platz für 42 Wohngemeinschaften
unterschiedlicher Größe. Das Angebot richtet sich speziell an junge
Leute, die aus dem Elternhaus ausziehen. Räume zur Kommunikation und
Gemeinschaft/Geselligkeit ergänzen das Angebot. Die beiden
freistehenden Gebäude umfassen in Summe 91 geförderte Mietwohnungen.
Das Grundrissangebot reicht von 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen. Die
flexibel gestaltbaren Geschoßwohnungen können klassisch oder als
Lofts genutzt werden. Zusätzlich werden Ateliers angeboten, wodurch
Wohnen und Arbeiten vereint werden können. An Gemeinschafts- und
Freiräumen stehen u.a. ein Hausgemeinschaftsgarten mit Sportgeräten,
ein Grätzeltreff, ein Musikproberaum, ein Café und ein Sport- bzw.
Bewegungsraum mit rund 200 m2, der in Kooperation mit dem ASKÖ
genutzt werden soll, zur Verfügung. Außerdem gibt es in den
Obergeschoßen und am Dach Gemeinschaftsterrassen und eine Sauna. Da
vom Bauträger eine Baurechtsvariante konzipiert wurde, fällt beim
Bezug kein Grundkostenbeitrag an. "Kostengünstiges Wohnen" wird auch
durch eine besonders straffe Planung und ökonomische Ausführung der
Gebäude forciert.
o Bauträger: ÖSW - Österreichisches Siedlungswerk Gemeinnützige Wohnungsaktiengesellschaft Architektur: BEHF Ebner Hasenauer Ferenczy ZT GmbH. Geplanter Bezugstermin: März 2011.
Ausstellung "Junges und kostengünstiges Wohnen" am Nordbahnhof
o Vom 23. bis 25. April 2008 Öffnungszeiten: Mittwoch, 23. April 2008, 14.00 bis 20.00 Uhr Donnerstag, 24. April 2008, 10.00 bis 18.00 Uhr Freitag, 25. April 2008, 10.00 bis 18.00 Uhr Ort: "Alte Busgarage", 2., Ecke Vorgartenstraße/Haussteinstraße Eintritt frei!
(Schluss) da
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Christiane Daxböck
Mediensprecherin StR. Dr. Michael Ludwig
Tel.: 4000/81 869
E-Mail: [email protected]
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