• 21.04.2008, 14:12:08
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Karlsplatz-Diskussion - SP-Wagner: Stadt Wien baut Hilfsangebote für Drogenabhängige laufend aus

Drogenproblem und soziale Desintegration nur durch konzertierte gesamtgesellschaftliche Maßnahmen zu entschärfen

Wien (SPW-K) - "Bahnhöfe, Einkaufszentren, U-Bahn-Stationen und
deren Umgebung sind in Großstädten immer auch Anziehungspunkte für
Drogenkranke und sozial desintegrierte Menschen. Die Illusion, dass
man allein mit parteitaktisch motivierten Forderungen und
gewissermaßen einem Fingerschnipp, nach dem Motto: a, b, bu, weg
bist du, dieses gesamtgesellschaftliche Problem lösen kann, mündet in
eine Sackgasse. Das Drogenproblem ist vielschichtig und muss deshalb
durch zahlreiche miteinander wirkende Maßnahmen entschärft werden.
Genau darum bemüht sich die Stadt Wien mit ihren bestehenden
Antidrogenmaßnahmen und -einrichtungen", stellte Montag
SP-Gemeinderat Kurt Wagner zu den neuerlich sowohl von ÖVP als auch
von FPÖ getätigten Aussagen über den Karlsplatz fest.

Wagner erinnerte daran, dass das spezielle U-Help-Team am
Karlsplatz in jüngster Zeit deutlich verstärkt worden wäre, die
Polizei noch mehr Streifen durchführe, Stadträtin Wehsely an die
Geschäftsinhaber in der Passage das Ersuchen gerichtet habe, keinen
Alkohol zu verkaufen, sowie Stadtrat Schicker in Form eines
Architektenwettbewerbes bereits den Startschuss vor allem für die
bauliche Neugestaltung der in die Jahre gekommenen Karlsplatz-Passage
gegeben habe. "Damit soll vor allem mehr Freundlichkeit und mehr
Übersichtlichkeit, u.a. durch ein neues Beleuchtungskonzept, erreicht
werden und die Passage ihre Kraft als Anziehungspunkt für
Drogenkranke und sozial desintegrierte Menschen verlieren. Mit dem
von der ÖVP geforderten Rauchverbot in dem öffentlichen Durchgang ist
das Problem sicherlich nicht zu beheben", betonte Wagner. Ziel
sämtlicher Maßnahmen müsse, so der Mandatar, vordringlich die
Bekämpfung der wesentlichsten Ursachen für Drogenkonsum, wie u.a.
Arbeitslosigkeit, daraus resultierende Armut, Depressionen,
Hoffnungslosigkeit, familiäre Zwistigkeiten usw. sein. Mit ihrem
Drogenkonzept, aber auch zahlreichen anderen Präventions-Maßnahmen in
diesen Bereichen versuche die Stadt Hilfestellung zu leisten. Dass
dies letztlich doch sinnvoll sei, zeige die Tatsache, dass in anderen
Großstädten das Drogenproblem weit virulenter als in Wien wäre,
schloss Wagner. (Schluss)

Rückfragehinweis:
SPÖ Klub Rathaus, Presse
Franz Schäfer
Tel.: (01) 4000-81923
Fax: (01) 4000-99-81923

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