Karlsplatz-Diskussion - SP-Wagner: Stadt Wien baut Hilfsangebote für Drogenabhängige laufend aus

Drogenproblem und soziale Desintegration nur durch konzertierte gesamtgesellschaftliche Maßnahmen zu entschärfen

Wien (SPW-K) - "Bahnhöfe, Einkaufszentren, U-Bahn-Stationen und deren Umgebung sind in Großstädten immer auch Anziehungspunkte für Drogenkranke und sozial desintegrierte Menschen. Die Illusion, dass man allein mit parteitaktisch motivierten Forderungen und gewissermaßen einem Fingerschnipp, nach dem Motto: a, b, bu, weg bist du, dieses gesamtgesellschaftliche Problem lösen kann, mündet in eine Sackgasse. Das Drogenproblem ist vielschichtig und muss deshalb durch zahlreiche miteinander wirkende Maßnahmen entschärft werden. Genau darum bemüht sich die Stadt Wien mit ihren bestehenden Antidrogenmaßnahmen und -einrichtungen", stellte Montag SP-Gemeinderat Kurt Wagner zu den neuerlich sowohl von ÖVP als auch von FPÖ getätigten Aussagen über den Karlsplatz fest.

Wagner erinnerte daran, dass das spezielle U-Help-Team am Karlsplatz in jüngster Zeit deutlich verstärkt worden wäre, die Polizei noch mehr Streifen durchführe, Stadträtin Wehsely an die Geschäftsinhaber in der Passage das Ersuchen gerichtet habe, keinen Alkohol zu verkaufen, sowie Stadtrat Schicker in Form eines Architektenwettbewerbes bereits den Startschuss vor allem für die bauliche Neugestaltung der in die Jahre gekommenen Karlsplatz-Passage gegeben habe. "Damit soll vor allem mehr Freundlichkeit und mehr Übersichtlichkeit, u.a. durch ein neues Beleuchtungskonzept, erreicht werden und die Passage ihre Kraft als Anziehungspunkt für Drogenkranke und sozial desintegrierte Menschen verlieren. Mit dem von der ÖVP geforderten Rauchverbot in dem öffentlichen Durchgang ist das Problem sicherlich nicht zu beheben", betonte Wagner. Ziel sämtlicher Maßnahmen müsse, so der Mandatar, vordringlich die Bekämpfung der wesentlichsten Ursachen für Drogenkonsum, wie u.a. Arbeitslosigkeit, daraus resultierende Armut, Depressionen, Hoffnungslosigkeit, familiäre Zwistigkeiten usw. sein. Mit ihrem Drogenkonzept, aber auch zahlreichen anderen Präventions-Maßnahmen in diesen Bereichen versuche die Stadt Hilfestellung zu leisten. Dass dies letztlich doch sinnvoll sei, zeige die Tatsache, dass in anderen Großstädten das Drogenproblem weit virulenter als in Wien wäre, schloss Wagner. (Schluss)

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