• 18.04.2008, 09:41:59
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AK Test Reiseversicherungen: Wenns kracht im Urlaub 1

Reiseschutz bei der Urlaubsplanung mitdenken - Heuer teils höhere Prämien

Wien (OTS) - An einen Versicherungsschutz sollten KonsumentInnen
bereits bei ihrer Urlaubsplanung denken, rät die AK. "Leider ist man
auch in der schönsten Zeit im Jahr nicht vor Pannen gefeit", sagt AK
Konsumentenschützerin Manuela Delapina. Die AK hat die
Reiseversicherungen von 18 Anbietern unter die Lupe genommen. Das
Ergebnis: teilweise teurere Prämien als im Vorjahr, zumeist gleich
gebliebene Leistungen, Bearbeitungsgebühren bis zu 25 Euro im
Schadensfall bei einigen Reiseanbietern.

Klassische Reiseversicherungen bieten umfassenden Reiseschutz -
vom einmaligen Reiseschutz bis hin zum Jahresschutz für verschiedene
Risiken. So zahlt zB die Europäische Reiseversicherung für
Reiseunfälle bei ständiger Invalidität ab 50 Prozent 40.000 Euro,
Mondial Assistance bis zu 30.000 Euro. Änderungen gibt’s heuer bei
der Europäischen Reiseversicherung bei den Prämien - sie sind um bis
zu knapp vier Prozent teurer.

"Bei den Kreditkarten ist der Versicherungsschutz meistens nicht
so umfangreich, je nach Karte unterschiedlich und an bestimmte
Bedingungen geknüpft, etwa dass sie in den letzten zwei oder drei
Monaten vor Reiseantritt benutzt wurde", sagt Delapina. Unfallfolgen
sind weit höher abgesichert als bei klassischen Reiseversicherungen.
So sind zB Auslandskrankenkosten bei American Express Aurum Card bis
zu 110.000 Euro versichert, bei Diners Club bis zu 150.000 Euro und
bei PayLife Gold MasterCard und PayLife Gold Visa Karte bis 220.000
Euro. Bei der Visa card complete Classic sind Krankenkosten bis zu
100 Prozent versichert. Bei einigen Kreditkarten gibt’s heuer mehr
Leistungen.

"Reiseveranstalter bieten oft zur Buchung eine Versicherung an,
die in der Regel von spezialisierten Reiseversicherungsgesellschaften
zusammengestellt wird", sagt Delapina. Meist werden Stornokosten der
Pauschalreiseanbieter bis zu 100 Prozent übernommen. Gulet
(Basisschutz), Neckermann, Tui, Fun & Sun, especially4you verrechnen
im Schadensfall eine Bearbeitungsgebühr von 22 bis 25 Euro, maximal
44 bis 50 Euro pro Buchung. Mehr Prämie für ihre Produkte verlangen
heuer Gulet (bis zu 22 Prozent), ITS Billa (bis zu 45 Prozent), Jahn
Reisen (bis zu fünf Prozent), 1-2-Fly (bis zu 13 Prozent).

Mitgliedsangebote der Autofahrerclubs bieten begrenzten Schutz,
enthalten aber zusätzliche fahrzeugbezogene Leistungen,
beispielsweise Autorückholdienst. Beim ARBÖ kostet die Prämie für den
Sicherheitspass heuer um 1,5 Prozent mehr.

Die Flugrettung ist auf Flüge mit ständiger medizinischer
Überwachung spezialisiert. Früher gabs nur Jahresmitgliedschaften,
heuer: Vorteilscard für ein Monat oder ein Jahr.

Die AK hat im März die gängigsten Reiseversicherungsangebote
erhoben: bei vier Kreditkartenfirmen (American Express, Diners,
PayLife - früher MasterCard, Visa), drei Versicherern (Europäische
Reiseversicherung, Mondial Assistance, Wr. Städtische), acht
Reiseveranstaltern (ITS Billa, Gulet, Neckermann, Tui, Fun & Sun,
especially4you, Jahn Reisen, 1-2-Fly), Internationaler Flugrettung
Austria (IFRA), ARBÖ, ÖAMTC.

(Forts.)

Rückfragehinweis:

Doris Strecker
   AK Wien Kommunikation
   tel.: (+43-1) 501 65-2677
   tel.: (+43)664 845 41 52
   mailto:[email protected] 
   wien.arbeiterkammer.at

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