• 17.04.2008, 16:05:00
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"KURIER"-Kommentar von Magdalena Rauscher-Weber: "Tunnelblick"

Was sehr teuer ist, sollte sinnvoll sein. Das gilt auch für Lärmschutzwände.

Wien (OTS) - Permanenter Lärm gefährdet die Gesundheit. Viele
Menschen, die in der Nähe von stark befahrenen Straßen und Autobahnen
wohnen, leiden massiv. Aber wer leidet mitten im Wald oder auf einem
Stück Brachland zwischen der Ab- und Auffahrt? Diese Frage stellt
sich nicht nur mancher Autofahrer angesichts der immer länger und
höher werdenden Lärmschutzwände, sondern offenbar auch der
Rechnungshof. Er kommt zu dem Schluss, dass Kosten und Nutzen der
Wände nicht immer nachvollziehbar sind. Viele Lärmschutzwände seien
"planlos" gebaut worden. Informationen darüber, ob das
Lärmschutzziel erreicht wurde, gibt es nicht, rügen die staatlichen
Prüfer.
Nicht so schlimm, besser zu viel als zu wenig, schließlich geht
es um Lebensqualität und Gesundheit, könnte man sagen. Könnte man,
würde es nicht um enorme Summen gehen. 246 Millionen Euro hat die
Asfinag in sechs Jahren nur für Lärmschutzwände entlang von
bestehenden Straßen ausgegeben. Manche Verantwortlichen haben
zwischen den vielen Wänden offenbar schon den Tunnelblick bekommen,
sonst wäre ihnen klar: So viel Geld sollte in sinnvolle Projekte
investiert werden. Sonst leidet wieder jemand - der Steuerzahler.

Rückfragehinweis:
KURIER
Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
[email protected]
www.kurier.at

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