• 17.04.2008, 14:17:35
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FORMAT: "Wir sollten Claus Raidl ein Stahlwerk kaufen"

Erste-Boss Treichl und Städtische-General Geyer kritisieren Vermögenssteuer und Abschottung der Arbeitsmarktes

Wien (OTS) - Kein Verständnis für die geplante
Vermögenszuwachssteuer haben die Finanzmanager Günter Geyer (Vienna
Insurance Group) und Andreas Treichl (Erste Bank). Das sagen sie in
einem Doppelinterview im aktuellen FORMAT. Geyer warnt auzupassen,
"dass mit solchen Maßnahmen nicht die sich langsam entwickelnde
Kapitalmarktkultur zerstört wird." Er fordert, statt dessen das
Gesundheitswesen effizienter zu gestalten: "Wieso braucht jedes Land
seine eigene Krankenkasse?" Und Treichl ätzt im FORMAT: "Das einzige
Problem an der Böhler-Übernahme durch die Voest ist, dass der Claus
Raidl (Böhler-General) jetzt Zeit hat, über Steuerreformen
nachzudenken. Dem sollten wir rasch wieder ein Stahlwerk kaufen, um
das er sich dann kümmern kann."

Standortpolitisch fordern die beiden Finanzmanager, die Restriktionen
für Osteuropäer am heimischen Arbeitsmarkt zu beenden. Geyer hält sie
für negativ, "und ich finde sie auch unmoralisch." Treichl pflichtet
bei: "Durch solche Dummheiten wie die Abschottung des Arbeitsmarktes
richten wir langfristig Schaden an."

Rückfragehinweis:
Format Wirtschaft
Tel.: (01) 217 55/0

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