- 16.04.2008, 13:36:18
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Josefstadt: Brecht-Uraufführung und "bürgerliches Drama"
Wien (OTS) - Eine späte Uraufführung von Bertolt Brecht "Die
Judith von Shimoda" mit Mavie Hörbiger und Peter Kern in den
Hauptrollen und einen Spielplan, der ansonsten im Zeichen des
"bürgerlichen Dramas", mit den Erstaufführungen der "Buddenbrooks"
von John von Düffel nach Thomas Mann, "Besuch bei dem Vater" von
Roland Schimmelpfennig und "Aus dem Leben der Marionetten" von Ingmar
Bergmann steht, präsentiert die Josefstadt in der Spielzeit 2009/09.
In den Kammerspielen konnte das Duo Schenk-Lohner für die
deutschsprachige Erstaufführung von "Halpern & Johnson" von Lionel
Goldstein gewonnen werden, Joachim Bißmeier, u. a. als Konsul in den
Buddenbrooks ist ebenso wieder an der Josefstadt zu sehen wie
"Nestroy"-Preisträger Bernhard Schir, der in dem Bergmann-Stück die
Hauptrolle verkörpert - und natürlich die vielen bewährten älteren
und jüngeren Stützen des Hauses. Stolz zeigten sich Dir. Herbert
Föttinger bei der gemeinsamen Spielplan-Präsentation mit
Stiftungs-Vorstand Günter Rhomberg und kaufmännischem Dir. Mag
Alexander Götz nicht nur in Bezug auf die Pläne für die kommende
Saison , sondern auch auf die neue, von der Privatstiftung Pühringer
finanzierte Probebühne des Hauses, in der das Pressegespräch
stattfand und generell auf die Zahlen, die den Aufwärtstrend der
Josefstadt unterstreichen: 674 Vorstellungen in der Saison 2006/07,
7,5 Millionen Euro Kartenvertriebseinnahmen, 82,16 Prozent Auslastung
, 20.110 Abonnenten, 30.000 Neukunden und 39 Prozent Eigendeckung,
ein singulärer Spitzenwert im deutschsprachigen Kulturbetrieb.****
Start mit Brecht-Uraufführung
Saisonstart ist am 11. September mit der Uraufführung von
Brechts "Die Judith von Shimoda". Das Werk ist im finnischen Exil
Brechts 1940 entstanden, als Bearbeitung eines Stücks des
japanischen Dramatikers Yamamoto Yuzo, die Brecht gemeinsam mit der
finnischen Schriftstellerin Hella Wuolijoki erstellte. Es geht um die
Geschichte einer Geisha, die ihr Leben für eine nationale Mission
einsetzte und daran zerbrach. Regie führt Heribert Sasse, Mavie
Hörbiger spielt die tragische Heldin, Peter Kern ihren amerikanischen
Widerpart.
Der Zyklus der "bürgerlichen Dramen" wird mit den
"Buddenbrooks", einer Gemeinschaftsproduktion mit Bregenz, gestartet.
Premiere ist am 25. September 2008, Regie führt Herbert Föttinger,
neben Joachim Bißmeier stehen unter anderem Else Ludwig, Michael
Dangl, Sandra Cervik und Gabriel Barylli auf der Bühne. Alexander
Pohl und Alexander Pschill sind unter anderem ab 23. Oktober in
Georges Feydeaus "bürgerlicher Farce" "Floh im Ohr" zu sehen, in der
Übersetzung Elfriede Jelinek und der Regie von Hans-Ulrich Becker.
Stephanie Mohr führ Regie bei der österreichischen Uraufführung von
"Besuch bei dem Vater" von Roland Schimmelpfennig, mit Joachim
Bißmeier, Tatja Seibt und Florian Teichtmeister. Premiere: 20.
November. Mit dem "Zwischenspiel" kommt auch in dieser Saison, ab 29.
Jänner 2009 Arthur Schnitzler am Haus zu Wort. Janusz Kica
inszeniert, Sandra Cervik steht im Zentrum des Geschehens um eine
offene Zweierbeziehung. Bernhard Schir und Maria Köstlinger spielen
in Ingmar Bergmans "Aus dem Leben der Marionetten" (ab 5. März 2009),
einem Blick in die Abgründe bürgerlichen Lebens, die Hauptrollen, es
inszeniert Philip Tiedemann, der mit "Das Fest" einen großen
Josefstadt-Erfolg verbuchen konnte. In Nestroys "Talisman"
garantieren schließlich Florian Teichtmeister und Gerti Drassl als
Titus Feuerfuchs und Salome Pockerl und Otto Schenk, der auf die
Rolle des Plutzerkern abonniert ist, für den Erfolg der Produktion,
bei der Michael Gampe Regie führt. Premiere ist am 21. Mai.
Schenk und Lohner im Duo, Paraderolle für die Ott
Die Kammerspielsaison, der "intelligenten Komödie" gewidmet,
wird mit der österreichischen Erstaufführung von David Pharaos "Der
Gast" eröffnet. Markus Kupferblum inszeniert, Martin Zauner und
Therese Lohner spielen die Hauptrollen der in Frankreich ungemein
erfolgreichen Komödie. Otto Schenk und Helmut Lohner ließen sich für
die deutschsprachige Erstaufführung von "Halpern & Johnson", einem
Paradestück für ein älteres Schauspielerduo gewinnen, unter einer
Bedingung: Hausherr Herbert Föttinger führt Regie. Gabriel Baryllis
Erfolgsstück "Butterbrot" kommt mit Michael Dangl, Alfons Haider und
Martin Zauner in die Rotenturmstraße, John Patricks "Eine etwas
sonderbare Dame" bietet eine Paraderolle für Elfriede Ott als
Insassin einer psychiatrischen Privatklinik. Schließlich ist auch
noch eine im Entstehen begriffene Bühnenversion von Daniel Glattauers
Roman "Gut gegen Nordwind", vom Autor selbst dramatisiert, für die
Kammerspiele geplant. (Schluss) gab
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Theater in der Josefstadt
E-Mail: [email protected]
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