- 16.04.2008, 11:14:24
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In allen Branchen, in allen Regionen: Talentmanagement ist die größte Herausforderung für Personalmanager
Wien (OTS) - Weltweite Umfrage der Boston Consulting Group und der
World Federation of Personnel Management Associations bei 4.741
Führungskräften in 83 Ländern zeigt heutige und künftige Prioritäten
im Personalbereich
Ob in Argentinien, Australien, Chile, Großbritannien, Indien, oder
Südafrika: Qualifizierte Mitarbeiter zu finden und langfristig an ein
Unternehmen zu binden ist die wichtigste Zukunftsaufgabe im
Personalmanagement. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Creating
People Advantage: How to Address HR Challenges Worldwide Through
2015", die gemeinsam von The Boston Consulting Group (BCG) und der
World Federation of Personnel Management Associations (WFPMA)
durchgeführt wurde. Die Studie basiert auf einer Befragung von 4.741
Führungskräften aus 83 Ländern.
Die Führungskräfte aus HR- und anderen Managementfunktionen wurden
befragt, wie sie den künftigen Handlungsbedarf bei 17 Personalthemen
einschätzen. Neben Talentmanagement genießen die Themen "Entwicklung
von Führungskompetenz" und "Work-Life-Balance" international hohen
Stellenwert. Wo die größten Herausforderungen liegen und wie es um
die heutigen HR-Fähigkeiten bestellt ist, ermittelt die Studie nicht
nur auf globaler Ebene, sondern auch jeweils für sieben Regio¬nen und
29 Länder; 17 so genannte Fokusländer wurden zusätzlich besonders
detailliert untersucht.
"Es ist die umfassendste globale HR-Studie, die jemals vorgelegt
wurde, und sie liefert klare Erkenntnisse zu den Herausforderungen,
mit denen sich Unternehmen auf Personalseite konfrontiert sehen", so
Florent Francoeur, Präsidentin der WFPMA, einer der weltweit
führenden HR-Organisationen.
In neun der 17 Fokusländer, u. a. in den USA, Australien,
Singapur, Japan und Großbritannien, wurde Talentmanagement als
wichtigste HR-Herausforderung genannt; in 14 der 17 Länder als eines
der Top-3-Themen - in Österreich an zweiter Stelle der
HR-Zukunftsthemen. Um dem drohenden Beschäftigtenmangel vorzubeugen,
erwarten die befragten Führungskräfte, dass die globale Suche nach
qualifizierten Mitarbeitern zunimmt. Zudem planen Unternehmen
verstärkt, Standorte dorthin zu verlagern, wo der Personalbedarf
einfacher zu decken ist.
"Ob Kraftwerkstechniker oder der IT-Programmierer einer Bank: Es
könnte bald schwieriger werden, qualifizierte Mitarbeiter zu finden
und zu halten, als über einen Börsengang Kapital zu beschaffen", sagt
Rainer Strack, BCG-Senior-Partner und einer der Autoren der Studie.
"In der westlichen Welt werden die Beschäftigten älter, während die
stark wachsenden Unternehmen in Schwellenländern einen fast
unstillbaren Personalhunger haben. Wer in der Gunst der Mitarbeiter
vorn liegt und mit einer internationalen Personalstrategie punkten
kann, verschafft sich einen klaren Wettbewerbsvorsprung."
Die Verbesserung der Leadership-Fähigkeiten wird in 10 der 17
Fokusländer als eines der drei wichtigsten Zukunftsthemen bewertet -
und zwar in Industrieländern wie den USA und Japan ebenso wie in
Schwellenländern wie China und Indien. Dagegen hat dieses Thema für
die in Europa befragten Führungskräfte eher nachgeordneten
Stellenwert.
Flexible Arbeitszeiten entwickeln sich zum weltweiten Standard
Eine Verbesserung der Work-Life-Balance wurde mit Ausnahme des
pazifischen Raums in allen Regionen als Priorität in der
Personalführung eingestuft - in Argentinien und Chile, Brasilien,
Kanada, Indien, Italien, Singapur und Südafrika rangiert das Thema
auf einem der ersten drei Plätze. Flexible Arbeitszeiten sind Dreh-
und Angelpunkt aller Maßnahmen, die auf ein ausgewogenes Verhältnis
zwischen Arbeits- und Privatleben abzielen. Weltweit gaben über 60
Prozent der Führungskräfte an, dass es in ihren Unternehmen bereits
flexible Arbeitszeiten gibt, und fast 80 Prozent wollen sie bis 2015
einführen. Das Angebot von Teilzeitarbeit wurde als zweithäufigste
Maßnahme für die Zukunft genannt.
"Die Zeiten, in denen Arbeitnehmer ihren Unternehmen um jeden
Preis die Treue hielten, sind sicherlich vorbei", stellt Antonella
Mei-Pochtler, Senior Partnerin und Mitglied des weltweiten Executive
Committees bei BCG fest. "Gerade die besten Mitarbeiter treffen ihre
Karriereentscheidungen häufig auf Basis von weichen Faktoren wie
flexiblen Arbeitszeiten und emotionaler Zufriedenheit mit ihren
Aufgaben und der Unternehmenskultur."
Bei Demografiemanagement gehen die Meinungen auseinander
Während einige Themen weltweit übereinstimmend bewertet werden,
differieren in anderen Fällen die Einschätzungen stark. So wurde
"Demografiemanagement", global auf Platz 4, von Führungskräften in
den USA, Kanada, Australien und weiten Teilen Europas (insbesondere
in Österreich, Deutschland, Frankreich und Italien) als dringendes
Thema eingestuft. Führungskräfte in Japan sehen Demografiemanagement
jedoch nicht als prioritäre HR-Zukunftsaufgabe an - und zwar
deswegen, weil sie sich bereits seit Jahrzehnten damit beschäftigen.
"Viele Unternehmen unterschätzen den Verlust von Know-how und
Produktivität, wenn ganze Mitarbeiterkohorten altern oder sich in den
Ruhestand verabschieden. Sie müssen bereits heute abschätzen, wo in
fünf oder zehn Jahren Engpässe zu erwarten sind", warnt Strack. Er
empfiehlt, die Kapazitäts- und Produktivitätsrisiken für jeden
Standort, jeden Bereich und jeden Jobtyp zu analysieren und
frühzeitig mit Gegenmaßnahmen zu reagieren.
Methodik der Studie
The Boston Consulting Group und die Europäische Vereinigung für
Personalführung (EAPM) führten zum Jahreswechsel 2006/2007 eine
Onlinebefragung von 1.355 Führungskräften aus 27 europäischen Ländern
durch. Mit 102 Personalverantwortlichen europäischer Unternehmen
führte BCG vertiefende Interviews. Zwischen September und November
2007 wurde in Zusammenarbeit mit The World Federation of Personnel
Management Associations (WFPMA) eine weltweite Onlineumfrage mit
weiteren 3.386 Teilnehmern aus 56 Ländern durchgeführt; hinzu kamen
118 Interviews mit Führungskräften. Insgesamt beteiligten sich 4.741
Führungskräfte aus 83 Ländern an den beiden Umfragen, zusätzlich
interviewte BCG 220 Führungskräfte.
The Boston Consulting Group
The Boston Consulting Group (BCG) ist eine internationale
Managementberatung und weltweit führend auf dem Gebiet der
Unternehmensstrategie. BCG unterstützt Unternehmen aus allen Branchen
und Regionen dabei, Wachstumschancen zu nutzen und ihr
Geschäftsmodell an neue Gegebenheiten anzupassen. In
partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Kunden entwickelt BCG
individuelle Lösungen. Gemeinsames Ziel ist es, nachhaltige
Wettbewerbsvorteile zu schaffen, die Leistungsfähigkeit des
Unternehmens zu steigern und das Geschäftsergebnis dauerhaft zu
verbessern. BCG wurde 1963 von Bruce D. Henderson gegründet und ist
heute an 66 Standorten in 38 Ländern vertreten. Das Unternehmen
befindet sich im alleinigen Besitz seiner Geschäftsführer. In
Deutschland und Österreich erwirtschaftete BCG im Jahr 2007 mit 767
Beraterinnen und Beratern einen Umsatz von 361,5 Millionen Euro.
www.bcg.at
The World Federation of Personnel Management Associations
The World Federation of Personnel Management Associations (WFPMA) ist
ein weltweites Netzwerk von Experten aus dem Personalmanagement. Sie
wurde 1976 gegründet, um die Weiterentwicklung und die Wirksamkeit
der Personalführung weltweit zu unterstützen und zu verbessern. Ihre
Mitglieder setzen sich aus fast 70 nationalen
Personalmanagement-Organisationen zusammen; insgesamt sind über
400.000 Personalverantwortliche repräsentiert. www.wfpma.com
Rückfragehinweis:
Katharina Sacken Marketing Manager THE BOSTON CONSULTING GROUP Am Hof 8, 1010 Vienna Tel. +43 1 53756 8163 Mobile +43 676 5797311 mailto:[email protected]
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