Skandal um Personenauswahl bei der "Initiative Leitbild Grinzing"

Wien (OTS) - In einem Grinzinger Privathaus fanden im Jahr 2007 mehrere geheime Besprechungen statt, an denen sich Stadtrat DI Schicker, Obersenatsrat DI Vatter, Magistratsbeamte, einige prominente Persönlichkeiten und Gastronomen beteiligten.

Das Ergebnis dieser Besprechungen war, dass für Grinzing etwas getan werden muss. Die Bewohner im Kernbereich Grinzings wurden aufgefordert, einen Fragebogen auszufüllen. Auf Grund der Umfrageergebnisse wurden die Bewohner animiert, an der Gestaltung Grinzings teilzunehmen und Vorschläge zu unterbreiten. Zur Mitarbeit meldeten sich mehr als 100 Personen. Der neue Titel dieses Vorhabens heißt "Initiative Leitbild Grinzing" und wird von der Magistratsabteilung 21 A geleitet. Ein Büro in Grinzing wurde zugesagt, aber es hat sich interessanterweise nichts Passendes gefunden! Die aktuelle Einladung lautet: "Initiative Leitbild Grinzing - Einladung zur Startveranstaltung". Die Veranstaltung findet am 16. April 2008 um 18.30 Uhr in 1190 Wien, Haus der Begegnung, Gatterburggasse 2A statt.

Das Komitee-Weltkulturerbe für Grinzing hat Markus Landerer und Claus Süss, die 2008 den Verein "Initiative-Denkmalschutz" gegründet haben und von der Vereinsbehörde genehmigt wurde zu dieser Startveranstaltung eingeladen. Wie gefordert, haben sie sich auch ordnungsgemäß bei der MA 21 A zu dieser Versammlung angemeldet. Landerer und Süss haben sich in Wien schon als Spezialisten einen Namen gemacht und Verfehlungen der Behörden bei Bauvorhaben immer wieder von Neuem aufgezeigt und alternative Vorschläge eingebracht.

Zu meiner großen Verwunderung wurden Landerer und Süss von Beamten der MA 21 A schriftlich ausgeladen. Als Begründung wurde angegeben, dass nur Anrainer an diesem Projekt teilnehmen dürfen. Mit anderen Worten heißt das: Interessierte, Historiker, Juristen oder Spezialisten auf dem Gebiet des Denkmalschutzes, die aus Nachbarbezirken Wiens oder anderswo herkommen, dürfen am "Leitbild Grinzing" nicht mitarbeiten. Wer kann so etwas von oben herab beschließen?.

Ich halte diese Vorgangsweise für eine ungeheuerliche Amtsanmaßung, um Fachleute aus dem äußerst wichtigen Zukunftsprojekt für Grinzing von Anfang an auszuschließen.

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www.weltkulturerbe-grinzing.at, grinzing@aon.at

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