• 15.04.2008, 11:20:09
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Sima: Neue Plastiksammlung in Wien ein Riesenerfolg

WienerInnen erobern Qualitätsspitze - Geringste Fehlwurfquote Österreich-weit

Wien (OTS) - "Das beweist, dass unsere Entscheidung, die
Plastiksammlung in Wien auf reine Flaschensammlung umzustellen,
vollkommen richtig war", kommentierte die Wiener Umweltstadträtin
Mag.a Ulli Sima die heute, Dienstag, von der ARGEV veröffentlichten
Jahresbilanz 2007 zur Sammlung von Leichtverpackungen in Österreich.
Sima: "Die WienerInnen haben den Spitzenplatz bei der Sammelqualität
erobert: Mit einem Fehlwurfanteil von nur noch 13,7 Prozent konnten
die langjährigen ,Qualitätsmeister’ aus dem Burgenland und
Niederösterreich erstmals überholt werden. Diesen ersten Platz wollen
wir natürlich in Zukunft verteidigen." Die Voraussetzungen dafür sind
günstig. Denn die WienerInnen sind nicht nur fleißige
MülltrennerInnen - allein von 2006 auf 2007 stieg die gesammelte
Menge an Plastikflaschen um 5 Prozent - sie sind mit dem
Service-Angebot der MA 48 in Sachen gelber Tonne auch sehr zufrieden:
79 Prozent der von der ARGEV Befragten gaben dafür die Note 1 oder 2.

Plastikflaschen - hervorragende Sammellogistik in Wien

In Wien stehen 10.142 Behälter für die Sammlung von
Kunststoffverpackungen bereit. Ab dem Jahr 2004 erfolgte gemeinsam
mit der ARGEV die Umstellung auf die Sammlung von Plastikflaschen:
Mit der Einführung der neuen Sammelbehälter mit der
charakteristischen Einwurföffnung, der so genannten "Kermits", stieg
die Qualität des in Wien gesammelten Materials deutlich an. Die Zahl
der Fehlwürfe konnte von vorher knapp 40 % schon im Jahr 2005 um zwei
Drittel reduziert werden. Für diesen Erfolgsstory des Jahres wurde
die MA 48 mit dem ARGEV-Qualitätspreis für Kommunen ausgezeichnet.
2007 erfolgte nun mit einer weiteren Reduktion des Fehlwurfanteils
auf 13,7 % - zum Vergleich: der Österreich-Schnitt liegt bei 19 % -
der Sprung auf Platz 1 des Qualitätsrangliste.

Sammeln - Sortieren - Recyclen

Die MA 48 bietet aber nicht nur eine hervorragende
Sammellogistik für Plastikflaschen, sie kümmert sich auch um das
Danach. Die im Herbst 2007 eröffnete Kunststoffsortieranlage im MA
48-Zelt ist die modernste Anlage Europas, die wesentlich zum
erfolgreichen ,Bottle-to-Bottle-Recycling´ beiträgt. Durch die
Wiederverwertung der getrennt gesammelten PET-Flaschen können bei der
Neuproduktion 60 % Energie gespart werden.

Nach erfolgtem Sortiervorgang erhält man die Fraktionen PET
(Polyethylenterephthalat) in drei Farben (blau, grün und transparent)
und verschiedene HDPE (Hochdichtes Polyethylen). Diese Wertstoffe
werden in vier großen Abwurfboxen gesammelt und zu Ballen gepresst.
Die sortenreinen Ballen gelangen zur Materialrückgewinnung in
verschiedene Recyclingbetriebe. Dort werden sie zerkleinert, das
gewonnene PET in einem mehrstufigen Recyclingprozess aufbereitet. Nur
aufgrund der sehr hohen Sortenreinheit und der Aussortierung von
Nicht-Getränke-Verpackungen kann das PET wieder für neue Flaschen
verwendet werden. Der geschlossene PET-Kreislauf macht es möglich,
dass aus leeren PET-Flaschen neue entstehen ("bottle to bottle").
Zudem werden Fasern für Sport- und Freizeitbekleidung, Füllungen für
Bekleidung und Heimtextilien, aber auch Verpackungen - etwa für
Margarineschalen - hergestellt.

Was soll in die Wiener "Kermits"?

Die Wiener "Kermits" freuen sich über vollständig entleerte und
Volumen-sparend geknickte Plastikflaschen für

o Getränke (PET-Flaschen),                                       
o Flaschen für Wasch- und Putzmittel (z.B. Haushaltsreiniger,    
  Spülmittel, Waschmittel, Weichspüler),                         
o Plastik-Flaschen für Körperpflegemittel (z.B. Shampoos,        
  Duschgel),                                                     
o Plastik-Flaschen für Lebensmittel (z.B. Essig, Speiseöl)       
o und andere Plastikflaschen (z.B. für destilliertes Wasser,     
  etc.).                                                         
o Durch einfaches Knicken der Plastikflaschen kann das Volumen   
  auf ein Fünftel reduziert werden. Das spart Platz im Behälter, 
  der dadurch seltener entleert werden muss. Dadurch entstehen   
  weniger LKW-Fahrten, was der Umwelt, dem Klimaschutz und damit 
  jedem Menschen nutzt.

Flaschen für Motoröl haben in der Gelben Tonne nichts verloren.
Sie müssen bei einer Problemstoff-Sammelstelle entsorgt werden. Große
Verpackungen (Kübel, Kanister) und große Folien können beim nächsten
Mistplatz entsorgt werden. Die restlichen Plastikverpackungen sind im
Restmüll gut aufgehoben. Dieser wird in den Müllverbrennungsanlagen
zur Erzeugung von Strom und Fernwärme genutzt. (Schluss) wög

Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Karl Wögerer
Mediensprecher Umweltstadträtin Maga Ulli Sima
Tel.: +43/1/4000/81359
E-mail: [email protected]

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