ARGEV 2007 weiter auf Rekordkurs

2007: Jahr der Sammel- und Verwertungsrekorde

Wien (OTS) - 2007 wurden über die Sammeleinrichtungen der ARGEV insgesamt 206.400 t (+ 0,3 %) Altstoffe gesammelt. Die darin enthaltenen Leicht-, Metall- und Holzverpackungen haben um rd. 1 % auf 172.100 t zugenommen. Allein die Leichtverpackungssammlung konnte einen Zuwachs um 2,5 % auf rd. 160.500 t verzeichnen. Die darin enthaltenen verwertbaren 135.200 t Leichtverpackungen bedeuten ein Plus von 2,6 %.

Bemerkenswert dabei ist, dass mit mehr als 120.000 t um 4 % mehr Leicht-, Metall- und Holzverpackungen zum stofflichen Recycling übergeben werden konnten als je zuvor. Bei den Leichtverpackungen beträgt dieses Plus sogar 6 %!

Berücksichtigt man die im Auftrag der ARGEV über andere Systeme mit gesammelten bzw. mit dem Restmüll miterfassten mehr als 52.300 t Verpackungen, so ergibt sich 2007 für die ARGEV eine Gesamterfassungsmenge von knapp 259.000 t, um 3,8 % mehr als im Vorjahr.

PET-Flaschen: Stoffliche Verwertung +4 %

Mit einer Sammelmenge von 27.500 t PET-Getränkeflaschen, von denen 20.500 t (+4,1 %) für die stoffliche Verwertung bereitgestellt werden konnten, hat die ARGEV auch 2007 wieder maßgeblich zur Erfüllung der Ziele aus der "Nachhaltigkeitsagenda der österreichischen Getränke¬wirtschaft" beigetragen.

Das war besonders im vergangenen Jahr von Bedeutung, in dem die österreichische Getränkewirtschaft mit der Errichtung und Inbetriebnahme ihrer Bottle to Bottle-Recycling Anlage im burgenländischen Müllendorf einen Meilenstein gesetzt und einen wichtigen Kreislauf geschlossen hat.

Benutzerfreundlichkeit der Verpackungssammlung weiter ausgebaut

"Dass es sich bei dem Slogan "ARA System - das bequemste Verpackungssammelsystem der Welt" nicht bloß um einen Werbespruch, sondern mehr denn je um 'hard facts' handelt, belegen die Zahlen aus 2007", berichtet ARGEV-Geschäftsführer Dr. Franz Buchal.

Über 17.500 Haushalte wurden neu mit Gelben Säcken ausgestattet (+1,3 %), sodass mit Jahresende mehr als 1,373.000 Haushalte an die Sammlung mit Gelben Säcken ange¬schlossen waren. Zusätzlich standen im Jahr 2007 mehr als 270.400 Gelbe und Blaue Tonnen im Einsatz. Damit konnten 2007 mehr als 1,76 Millionen österreichische Haushalte (54 %) ihre Leichtverpackungen/Plastikflaschen auf die denkbar bequemste Weise entsorgen: "ab Haus".

ARGEV testet barrierefreie Sammlung

Um die getrennte Verpackungssammlung dennoch weiter zu optimieren und möglichst allen BürgerInnen zugänglich zu machen, startete die ARGEV im Rahmen ihres Corporate Social Responsibility-Programms ein vielbeachtetes Projekt: Sie ließ durch das Institut für soziales Design ihre meistverwendeten Sammelbehältertypen und Säcke auf Barrierefreiheit untersuchen.

Am besten entsprachen den Anforderungen einer barrierefreien Sammlung erfreulicherweise die meistbenutzten Sammeleinrichtungen:
der Gelbe Sack, der "Kermit"-Behälter und der 240l-Behälter mit Flachdeckel. Damit entspricht die Leichtverpackungssammlung der ARGEV bereits für 80 % der Bevölkerung weitgehend den Anforderungen der Barrierefreiheit.

Es konnten aber auch wertvolle Erkenntnisse für künftige Verbesserungen gewonnen werden, die sich vor allem auf die Zugänglichkeit, Erkennbarkeit und Bedienbarkeit beziehen. Als erste Sofortmaßnahme wurde die ARGEV-Homepage barrierefrei gestaltet und neue Sammelbe¬hälterkennzeichnungen mit verbesserter Lesbarkeit entwickelt.

ARGEV-Sammlung ist Qualitätssammlung - Fehlwurfanteil weiter reduziert

Im Jahr 2005 hatte die ARGEV-Leichtverpackungssammlung den Sprung zur Qualitäts¬sammlung geschafft. Als Resultat regionaler Systemumstellungen auf reine "Plastikflaschensammlung", weiter ausgebauter Benutzerfreundlichkeit und ergänzender Sammelschienen (Event-Service) konnte die Qualität des Sammelmaterials sprunghaft verbessert und der Anteil an "Fehlwürfen" (Nichtverpackungen, Restmüll) in der Leichtverpackungssammlung auf den "Traumwert" von "im Bundesdurchschnitt unter 20 %" reduziert werden.

Dieses sensationelle Niveau - zum Vergleich: In Deutschland liegt der Fehlwurfanteil bereits um die 50 % - konnte im Vorjahr nicht nur gehalten, sondern sogar noch um eine Spur verbessert werden: Der Fehlwurfanteil liegt im bundesweiten Durchschnitt 2007 bei 19,0 %.

WienerInnen erobern Qualitätsspitze

Mit einer Reduktion des Fehlwurfanteils um fast zwei Drittel hatten die WienerInnen schon 2005 die "Erfolgsstory des Jahres" geschrieben. Im Jahr 2007 folgte nun der sensationelle Sprung an die Qualitätsspitze: Mit einem Fehlwurfanteil von nur mehr 13,7 % übernahmen die WienerInnen die Führung vor den langjährigen "Qualitätsmeistern" aus dem Burgenland (Fehlwurf¬anteil 2007: 14,2 %) und vor den NiederösterreicherInnen (14,7 %).

Die größte Qualitätsverbesserung 2007 gelang den SalzburgerInnen: Sie konnten ihren Fehlwurfanteil um mehr als ein Fünftel auf 15,2 % reduzieren. Bei der Metallverpackungs¬sammlung teilen sich Nieder-und Oberösterreich mit je 7,3 % Fehlwurfanteil die Qualitätsspitze.

Zufriedenheit mit ARGEV-Sammlung erneut gestiegen

Dass die getrennte Verpackungssammlung für die ÖsterreicherInnen längst zum unverzichtbaren Bestandteil ihres täglichen Lebens geworden ist, geht einmal mehr aus den Ergebnissen der im März 2008 im ARGEV-Auftrag durchgeführten repräsentativen IMAS-Umfrage hervor:
Praktisch alle (96 %) der Befragten geben an, Verpackungen getrennt zu sammeln.

89 % der Befragten nutzen auch die Gelben Säcke oder Gelben Tonnen der ARGEV immer oder zumindest gelegentlich, 84 % sind mit der ARGEV-Leichtverpackungssammlung "sehr zufrieden" oder "zufrieden", und 74 % glauben auch nicht, dass man an dieser Sammlung noch irgendetwas ändern sollte. Sogar 90 % sind mit der Metallverpackungssammlung zufrieden, und 87 % wollen daran nichts mehr ändern.

2007: EU-weit höchste Zielvorgaben für die Verpackungssammlung erreicht

Seit 2006 müssen 95 % der bei der ARA lizenzierten Verpackungen aus Kunststoff und Materialverbunden erfasst werden. Mit den Erfassungsergebnissen 2007 hat die ARGEV auch diese in der EU höchsten Ziele sicher erreichen können. Wie auch alle sonstigen Erfassungs- und Verwertungsziele.

2007: weitere Einsparungen für Wirtschaft und Konsumenten

Auch das Jahr 2007 hatte - wie die zehn Jahre zuvor in Folge - mit spürbaren Senkungen der ARGEV-Anteile an den ARA-Lizenztarifen begonnen. Gemessen an den ARGEV-Lizenztarifanteilen aus 1997 ersparten sich Wirtschaft und Verbraucher allein 2007 rund 85 Mio. EUR, kumuliert in den zehn Jahren sogar fast 500 Mio. EUR.

ARGEV Event-Service vor größter Bewährungsprobe

Das seit 2004 bundesweit für Großveranstaltungen angebotene Event-Entsorgungsservice der ARGEV entwickelt sich zum "Fixpunkt" bei den wichtigsten Events. "Das Event-Service bringt allen Beteiligten Vorteile", so ARGEV- Geschäftsführer Dr. Buchal, "dem Veranstalter bringt es einen deutlichen Image-Gewinn und Einsparungen bei den Entsorgungskosten, dem Publikum ein spürbar angenehmeres Ambiente während des Events und der ARGEV sortenreine Verpackungen zu wirtschaftlichen Bedingungen."

Bei zahlreichen Veranstaltungen, wie bei der Airpower-Flugshow, Beach Volleyball Grand Slam, Tennis Masters, Frequency Festival, Skirennen in Kitzbühel und Schladming, aber auch international (bei der Ski-WM in Aare), hat diese ARGEV-Serviceeinrichtung bereits überzeugt. Heuer steht sie vor ihrer größten Bewährungsprobe: der EURO2008.

EURO2008: Österreichische Wirtschaft übernimmt Verantwortung

Die Millionen Menschen, die im Rahmen der EURO die Städte und Verkehrswege dazwischen bevölkern, werden ebenso Millionen mal Getränke konsumieren. Dafür, dass die Verpackungen dieser Getränke und vieler anderer Konsumartikel für die Öffentlichkeit im besten Fall gar kein Thema werden und den Besuchern und der Bevölkerung nicht unangenehm ins Auge stechen, wird das ARA System sorgen. Die Verpackungen sollen jedoch nicht nur einfach verschwinden, sondern bestmöglich gesammelt und verwertet werden.

Um in beiden Gastgeberländern Schweiz und Österreich einen einheitlichen Standard in der Erfassung von Einweg-Getränkeverpackungen während der EURO2008 anbieten zu können, hat sich schon früh in der Vorbereitungsphase eine Kooperation zwischen dem ARA System, der PET Recycling Schweiz und der IGORA-Genossenschaft für Aluminium-Recycling gebildet.

Alle drei Partner sammeln im Rahmen ihrer Sammel- und Verwertungssysteme (auch) Einweg-Getränkeverpackungen, sind nicht profitorientiert und im Auftrag der verpflichteten Industrie und Wirtschaft seit Beginn der 90er Jahre tätig. Gemeinsam werden jedes Jahr über 200 Millionen Getränkeverpackungen mit einer stofflichen Verwertungsquote von über 75 % erfasst und verwertet.

Aufbauend auf diese Referenzen und Erfahrungen wurde der UEFA ein gemeinsames Sammelkonzept vorgestellt, das alle abfallrelevanten Anfallstellen der EURO2008 berücksichtigt, wie beispielsweise offizielle Fanzonen in den Austragungsstädten, temporär eingerichtete Übernachtungseinrichtungen, so genannte Fancamps, oder auch "Public Viewing"-Veranstaltungen mit Großleinwandübertragungen.

Die länderübergreifende Organisation eines Abfallsammelsystems für den weltweit drittgrößten Sportevent wird in dieser Form und Größe weltweit erstmals durch Sammel- und Verwertungssysteme umgesetzt.

In Österreich wird das ARA System dazu bundesweit für die Dauer der Veranstaltung rund 2.000 Sammelbehälter zusätzlich für die Erfassung von Einweg-Getränkeverpackungen stationär zur Verfügung stellen, in den Stadien selbst sollen Mehrwegbecher mit Pfand die Abfallmenge reduzieren. Ergänzend dazu wird mit sechs mobilen Sammeleinrichtungen ein Sammelservice speziell für mobile "Public Viewing"-Veranstaltungen angeboten.

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Tel.: 01/521 49-2185
andrea.hiller@argev.at
Mag. Andreas Freitag, Menedetter PR
Tel.: 01/533 23 80
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