• 14.04.2008, 13:44:38
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SP-Lindenmayr: Wien erweitert laufend sein Radwegenetz

Radverkehr ein wichtiger Teil des umweltfreundlichen Wiener Verkehrskonzeptes

Wien (SPW-K) - "Keine Stadt ist an einem Tag erschaffen worden,
sondern Schritt für Schritt entstanden. Nicht anders verhält es sich
mit den Einrichtungen einer Kommune. Wiens Radwegnetz ist jedenfalls
in den letzten Jahren auf über 1.000 Kilometer gewachsen, der Anteil
der Radfahrten hat sich bei allen von den in Wien wohnenden Menschen
zurückgelegten Wegen in den letzten beiden Jahrzehnten viervierfacht.
Wien erweitert sein Radwegenetz laufend, in wenigen Jahren soll sich
der Modal-Split-Anteil der Radfahrten dann auf rund acht Prozent
verdoppeln", stellte Montag SP-Gemeinderat Siegi Lindenmayr in einer
Replik im Pressedienst der SPÖ Wien zu den Aussagen von Gemeinderat
Chorherr von den Grünen fest.

Hinsichtlich des Vorschlags von Chorherr, auf der in einigen
Jahren aufgelassenen Bahntrasse zum Stadtentwicklungsgebiet
Nordwestbahnhof in der Brigittenau einen Rad-Highway einzurichten,
meinte Lindenmayr, "dass es sinnvoll wäre, diesen durchaus
diskussionswürdigen Vorschlag nur in Summe mit dem zu entwickelndem
gesamten städtebaulichen Konzept des Stadtteils zu betrachten.
Planerische Schnellschüsse aus der Hüfte sind oftmals der Sache sicht
dienlich, vor allem wenn sie ein zu erstellenden neues
Verkehrskonzept für einen Stadtteil gewissermaßen präjudizieren.
Wichtiger ist aus meiner Sicht derzeit die weitere Umsetzung des
Radwege-Lückenschluss-Programms", betonte der Mandatar.

Einmal mehr wies Lindenmayr den von Chorherr angestellten
Radverkehrsvergleich diverser europäischer Städte mit Wien und die
darin geäußerte Kritik gegenüber der Donaumetropole zurück.
Lindenmayr: "Sowohl in Kopenhagen als auch in München bestehen
völlig andere topografische Bedingen als in Wien. Während es in
Kopenhagen praktische keine Erhebungen gibt, weist Wien in weiten
Bereichen, vor allem im Westen und Südwesten hügelige
Landschaftsbilder auf. Vor allem für ältere, nicht so radfahrgeübte
und durchtrainierte Menschen ist die Bewältigung der Routen von der
Inneren Stadt in diese Regionen durch das ständig wechselnd
ansteigende Gelände oftmals mit großen konditionellen Problemen
verbunden. Tatsache ist nun einmal, dass Radfahrer mehrheitlich
flache gegenüber ansteigenden Strecken bevorzugen. Wären Dänemarks
und Hollands Landschaften nicht so flach wie sie eben sind, hätte
sich auch dort der Radverkehrs sicherlich völlig anders entwickelt",
meinte Lindenmayr.

"Auch ist es nicht jedermanns Sache", so der Gemeinderast weiter,
"bei schlechter Witterung, in der kalten Jahreszeit oder in der Nacht
mit dem Rad unterwegs zu sein. Das Fahrrad ist ein wichtiger Teil,
aber eben nur ein Teil zur Bewältigung der Mobilitätswünsche der
Menschen. Ein anderer wichtiger ist der umweltfreundliche öffentliche
Verkehr. Dabei ist Wien europaweit Spitze, was nicht zuletzt der
Modal Split ausweist. In Summe legen demnach die WienerInnen bereits
zwei Drittel ihrer Wege im Umwelt-Verkehrsverbund - Öffis, Fahrrad,
zu Fuß - zurück. Das ist ein Erfolg, der sich sehen lassen kann. Wien
ist jedenfalls bemüht, den umweltfreundlichen Anteil am Verkehr
weiter zu erhöhen. Dazu gehört neben der Forcierung des öffentlichen
Verkehrs auch der sinnvolle Ausbau des Radwegenetzes", schloss
Lindenmayr. (Schluss)

Rückfragehinweis:
SPÖ Klub Rathaus, Presse
Franz Schäfer
Tel.: (01) 4000-81923
Fax: (01) 4000-99-81923

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