- 14.04.2008, 12:33:31
- /
- OTS0170 OTW0170
ARGE creativ wirtschaft austria und Erste Bank Österreich kooperieren
Finanzielle Mittel ermöglichen mehr Forschung und Entwicklung - "Österreich-Studie" des ZEW zur Kreativwirtschaft präsentiert
Wien (PWK269) - "Viele Ideen, aber zu wenig Zeit und Geld" - so
fasste Christian Rammer vom Zentrum für europäische
Wirtschaftsforschung in Mannheim heute, Montag, in Wien die
Ergebnisse einer neuen Untersuchung zu Hemmnissen in der
Kreativwirtschaft zusammen. Die "Österreich-Erhebung", die Teil einer
Studie ist, die den Beitrag der Creative Industries zum
Innovationssystem in Österreich untersucht und im Sommer 2008
fertiggestellt wird, zeigt auf, dass Zeitnot sowie der schwierige
Zugang zu Finanzierungsquellen die größten Hemmschuhe für
Innovationen unter Kreativbetrieben ist. Demnach fühlen sich 64,1
Prozent der insgesamt mehr als 2.000 befragten Kreativ-Unternehmen
von Hemmnissen betroffen.
Dem will die Erste Bank Österreich Abhilfe schaffen und kooperiert
daher mit der Arbeitsgemeinschaft creativ wirtschaft austria. So
stellt die Erste Bank etwa eigene Berater für die Kreativwirtschaft
ab, die den Kreativen einen Weg durch den Finanzierungs- und
Paragraphendschungel ebnen sollte. Weiters sollen die
"Kreativberater" auch in Sachen öffentliche Förderungen helfen:
"Viele Förderungen werden auf der Strasse liegen gelassen", meinte
Thomas Uher, Vorstand der Erste Bank der österreichischen Sparkassen
AG.
Gertraud Leimüller, die Vorsitzende der arge creativ wirtschaft
austria, bezeichnete die Zusammenarbeit mit dem zweitgrößten Anbieter
von Finanzdienstleistungen in Österreich als Meilenstein, der helfen
soll, die Berührungsängste von Kreativen mit Banken abzubauen.
Die Kreativwirtschaft ist ein maßgeblicher Motor für die
wirtschaftliche Entwicklung und zählt zu den wachstumsstärksten
Wirtschaftsbereichen. Sie umfasst neue Segmente der Wirtschaft und
ist damit ein wichtiger Baustein für den Wirtschaftsstandort
Österreich.
Zur Kreativwirtschaft zählen beispielsweise die Bereiche Design,
Film, Software, Grafik, Werbung und PR, Musik, Mulitmedia oder
Kulturmanagement. In Österreich gehören dazu rund 29.000 Betriebe mit
etwa 102.000 Beschäftigten. Und während die Beschäftigungsquote bei
den heimischen Unternehmen in den vergangenen drei Jahren um 2,5
Prozent gewachsen ist, expandierte die Kreativwirtschaft mit 5,8
Prozent mehr als doppelt so stark.
Im Sinne der Kreativwirtschaft fordert Leimüller eine Streichung
der Lohnnebenkosten im ersten Jahr und die Übernahme der Kosten durch
den Staat: Das würde die Einstellung der ersten MitarbeiterIn
unabhängig vom Gründungszeitpunkt sehr erleichtern und sei ein Anreiz
für die Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen.
Zudem sollte es Unternehmen der Kreativirtschaft möglich sein, bis
zu 20 Prozent der Einnahmen eines Jahres in das darauffolgende Jahr
mitzunehmen und dadurch auch Zeit für Forschung und Entwicklung zu
gewinnen.
Weiters sollte auch die Kreativwirtschaft, wie es bei den
unselbständig Beschäftigten üblich ist, in den Genuss der
steuerlichen Begünstigung des 13. und 14. Monatsgehaltes kommen.
"All die genannten Forderungen und Maßnahmen sollen dazu dienen,
damit der "Wachstums- und Innovationsmotor Kreativwirtschaft" auch in
den kommenden Jahren gut läuft", so Uher, Leimüller und Rammer
abschließend. (IP/JR)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich Stabsabteilung Wirtschaftspolitik Mag. Inga Focke Tel.: (++43) 0590 900-4471 Fax: (++43) 0590 900-258 mailto:wp@wko.at http://wko.at/wp
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PWK