- 13.04.2008, 08:00:00
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"profil": Wirtschaftsbund-Generalsekretär: "Wie im falschen Film"
Karlheinz Kopf übt Kritik an Koalition wegen Vermögenszuwachssteuer und "Linkslastigkeit"
Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" übt der Generalsekretär des
ÖVP-Wirtschaftsbunds, Karlheinz Kopf, scharfe Kritik an den Plänen
der Koalition zur Einführung einer Vermögenszuwachssteuer: "Ich komme
mir ja vor wie im falschen Film. Wir sind aufgrund der Koalition
genötigt, über neue Steuern zu diskutieren. Stattdessen sollten wir
über die Abschaffung von Steuern und die Senkung der Steuertarife
reden." Für den Wirtschaftsbund sei maximal eine Ausweitung der
derzeitigen Spekulationsfrist bei Wertpapiergeschäften auf drei Jahre
vorstellbar. Nach Kopfs Ansicht ist die Vermögenszuwachssteuer der
Preis für den Fortbestand der großen Koalition: "Der
SPÖ-Bundeskanzler war in den eigenen Reihen zum Abschuss freigegeben.
Die Vermögenszuwachssteuer ist eine Beruhigungspille für die
Hardliner und Gusenbauer-Gegner in der SPÖ."
Dass mit Böhler-Uddeholm-Chef Claus Raidl ein erklärter Anhänger
der neuen Steuer Mitglied der Steuerreformkommission wird, stößt bei
Kopf auf Ablehnung: "Raidls Begeisterung für diese neue Steuer
irritiert mich schon einigermaßen", betont Kopf im
"profil"-Interview. "Abgesehen von den anerkannten
Wirtschaftsexperten erscheint mir die Besetzung der
Steuerreformkommission mit dem früheren SPÖ-Finanzminister Ferdinand
Lacina und Raidl sehr linkslastig." Der Wirtschaftsbund werde sich
daher die Freiheit nehmen, eigene Vorschläge zur Steuerreform zu
unterbreiten.
Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion
Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
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