Grüne Andersrum: Bounty Killer-Konzert findet doch nicht statt

Schreuder: Homophober Dancehall-Künstler hat Einreiseverbot in den Schengen-Raum

Wien (OTS) - Rodney Price, besser bekannt als "Bounty Killer",
wird heute abend nicht in Wien auftreten können, denn er darf nicht nach Österreich einreisen. Bounty Killer ruft in seinen schwulenfeindlichen Songs, so genannter Battyman-Tunes, zum Verbrennen von Lesben und Schwulen auf. In Deutschland wurden zahlreiche Proteste bei seinen geplanten Gigs laut. Diese Proteste kamen vor allem seitens des Deutschen Lesben- und Schwulenverbandes und des Grünen Bundestags- Abgeordneten Volker Beck. Daraufhin wurden die Konzerte in Berlin, Köln und Essen abgesagt, das deutsche Innenministerium erwirkte ein nachträgliches Einreiseverbot.

Die Europa-Tour führte Bounty Killer mittlerweile in die Schweiz. Seine Weiterreise nach Wien ist nun nicht mehr möglich, da es ein aufrechtes Einreiseverbot für den Schengen-Raum gibt.

Die Grünen Andersrum hatten zuvor die Veranstalter zur Absage aufgerufen und überprüfen lassen, ob das heutige Konzert mit dem Wiener Jugendschutzgesetz vereinbar ist. Außerdem wurde bei der Wiener Polizei eine Protest-Kundgebung angekündigt, die nun zurückgezogen wurde. Marco Schreuder, Landtagsabgeordneter und Sprecher der Grünen Andersrum: "Die Absage des Konzerts ist sehr positiv, beendet aber noch nicht die verheerende Diskriminierung und Morde an Lesben und Schwulen in Jamaika. Es ist aber immerhin ein Zeichen der Solidarität", so Schreuder abschließend.

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