• 10.04.2008, 15:03:41
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Grüne Andersrum: Bounty Killer-Konzert findet doch nicht statt

Schreuder: Homophober Dancehall-Künstler hat Einreiseverbot in den Schengen-Raum

Wien (OTS) - Rodney Price, besser bekannt als "Bounty Killer",
wird heute abend nicht in Wien auftreten können, denn er darf nicht
nach Österreich einreisen. Bounty Killer ruft in seinen
schwulenfeindlichen Songs, so genannter Battyman-Tunes, zum
Verbrennen von Lesben und Schwulen auf. In Deutschland wurden
zahlreiche Proteste bei seinen geplanten Gigs laut. Diese Proteste
kamen vor allem seitens des Deutschen Lesben- und Schwulenverbandes
und des Grünen Bundestags- Abgeordneten Volker Beck. Daraufhin wurden
die Konzerte in Berlin, Köln und Essen abgesagt, das deutsche
Innenministerium erwirkte ein nachträgliches Einreiseverbot.

Die Europa-Tour führte Bounty Killer mittlerweile in die Schweiz.
Seine Weiterreise nach Wien ist nun nicht mehr möglich, da es ein
aufrechtes Einreiseverbot für den Schengen-Raum gibt.

Die Grünen Andersrum hatten zuvor die Veranstalter zur Absage
aufgerufen und überprüfen lassen, ob das heutige Konzert mit dem
Wiener Jugendschutzgesetz vereinbar ist. Außerdem wurde bei der
Wiener Polizei eine Protest-Kundgebung angekündigt, die nun
zurückgezogen wurde. Marco Schreuder, Landtagsabgeordneter und
Sprecher der Grünen Andersrum: "Die Absage des Konzerts ist sehr
positiv, beendet aber noch nicht die verheerende Diskriminierung und
Morde an Lesben und Schwulen in Jamaika. Es ist aber immerhin ein
Zeichen der Solidarität", so Schreuder abschließend.

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