- 10.04.2008, 11:59:49
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Grüne Wien präsentieren maßgeschneidertes City-Maut-Modell für Wien
Vassilakou: "City-Maut vereint Klimaschutz und soziale Verantwortung"
Wien (OTS) - Die Grünen Wien haben heute ein maßgeschneidertes
City-Maut-Modell für Wien präsentiert. "Klimaschutz fällt nicht vom
Himmel, sondern erfordert von der Politik mutige und nachhaltige
Schritte. Das Grüne Modell zur City-Maut vereint Klimaschutz mit
sozialer Verantwortung und bietet für Wien große
Zukunftsperspektiven", betont die Klubobfrau der Grünen Wien, Maria
Vassilakou. In Großstädten wie Stockholm oder London ist die
City-Maut bereits erfolgreich eingeführt worden. Budapest oder
Kopenhagen planen die Einführung.
Ziel der Wiener City-Maut ist eine nachhaltige Verkehrsreduktion bis
zu 20 Prozent und damit bessere Luft, weniger Lärm und mehr
Lebensqualität für die Wiener Bevölkerung. Zwar geht der Autoverkehr
in den Innenstadtbezirken leicht zurück, doch insgesamt steigt in
Wien der Autoverkehr unvermindert an. Ursache dafür sind vor allem
die schlechten Öffi-Verbindungen für ArbeitspendlerInnen aus dem
Wiener Umland. Von den rund 260.000 ArbeitspendlerInnen, die täglich
nach Wien einpendeln, kommen rund 200.000 mit dem Pkw.
Für dieses Hauptproblem der Wiener Verkehrspolitik bietet das Grüne
Modell für die City-Maut eine Lösung. Das Modell fußt auf zwei
Säulen: Ausbau des Öffentlichen Verkehrs und zweckgebundene Gebühren.
Die City-Maut an der Wiener Stadtgrenze soll die tägliche Fahrt zum
Arbeitsplatz mit den "Öffis" attraktiver machen. Gleichzeitig müssen
die Öffentlichen Verkehrsmittel als attraktive Alternative für die
PendlerInnen - sowohl aus NÖ als auch aus der Wiener Peripherie -
ausgebaut werden.
Die Eckpunkte des Modells: Die Mautpflicht entsteht an der
Stadtgrenze, in beide Richtungen von 5-20 Uhr (nur werktags, Sonn-
und Feiertage sind mautfrei). Sie wird entweder elektronisch mit
einer On-Board-Unit ("Maut-Box") abgebucht oder im Nachhinein
eingezahlt. Es gibt keine Mautbalken, kein Auto muss dafür stoppen.
Die City-Maut gilt für alle in- und ausländische PKWs und LKWs,
ausgenommen Taxis, Busse, Zweiräder, Behindertenfahrzeuge und
Einsatzfahrzeuge. Eine soziale und ökologische Staffelung ist
vorgesehen. Die Einnahmen sind zweckgewidmet für die Attraktivierung
des Öffentliche Verkehrs in Wien und nach Wien.
Rüdiger Maresch, Umweltsprecher der Grünen Wien: "Wien droht
buchstäblich im Verkehr zu ersticken. Nicht nur Luftverschmutzung und
Lärm verursachen Stress und Krankheiten, auch dauernde Staus und die
leidige Parkplatzsuche kosten enorm viel Zeit und Geld. Deshalb
braucht Wien Alternativen zur gängigen Verkehrspolitik, um
Lebensqualität zu steigern und das Verkehrsaufkommen zu senken."
Die Einnahmen aus der City-Maut sollen für die Verbesserung des
Öffentlichen Verkehrs zwischen Wien und seinem Umland als Alternative
für ArbeitspendlerInnen zweckgewidmet werden: Einrichtung von
Schnellbussen und neuen Schnellbahnlinien (auf bestehenden
Gleisanlagen) , Intervallverkürzungen und Verlängerung der
Betriebszeiten. Außerdem soll es keine Tariferhöhung für die nächsten
fünf Jahre geben und eine Ausweitung der VOR-Kernzone 100 auf die 1.
Außenzone.
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